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Liga-Report: Neubeginn nach turbulenter Saison

Liga-Report: Neubeginn nach turbulenter Saison

Nach der Saison ist vor der Saison. Bereits jetzt dreht sich das Personalkarussell bei den Klubs der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) auf Hochtouren. Wir verschaffen einen Überblick, wer geht, wer kommt und wer bleibt. Heute beleuchten wir den Vizemeister ALBA BERLIN.
1312273735/img_DaShaun_Wood_ALBA_BERLIN.jpgProfisport ist ein knallhartes Geschäft. Das zeigt sich am Beispiel von Julius Jenkins, der ALBA BERLIN nach fünf Jahren als Topscorer verlässt und ausgerechnet zum großen Rivalen nach Bamberg wechselt. Für viele Berliner Fans grenzt das an Hochverrat.

Doch nachdem es für die Verantwortlichen von ALBA nicht absolute Priorität hatte, Jenkins zu halten, ist die Entscheidung des ehemaligen MVPs nachvollziehbar.

Die von Immanuel McElroy ebenso, der sich gen Braunschweig verabschiedet. Für ALBAs neuen Cheftrainer Gordon Herbert sei es eben besonders wichtig, dass Spieler seines neuen Kaders noch Entwicklungspotenzial haben, begründet Geschäftsführer Marco Baldi, warum er den beiden Aushängeschildern nicht sofort eine Vertragsverlängerung anbot. Der 30-jährige Jenkins und McElroy (31) seien vom Potenzial her am Zenit angelangt.

Wenn ein neuer Coach zu einem Klub stößt, ist klar, dass die Zusammenstellung der Mannschaft und des Trainerstabs nach seinen Wünschen ausfällt. Bis auf den aufstrebenden Bryce Taylor, gibt es bei den Albatrossen keinen Spieler oder Assistenztrainer aus der vergangenen Saison, der einen neuen Vertrag für die kommende Spielzeit unter Gordon Herbert erhielt. Derrick Allen, Lucca Staiger, Sven Schultze, Heiko Schaffartzik und Yassin Idbihi hatten noch laufende Kontrakte.

Die meisten Spiele und Zuschauer

1312273789/img_Bryce_Taylor_ALBA_BERLIN.jpgALBA BERLIN blickt auf die bewegteste und turbulenteste Saison in der Klubgeschichte zurück. Die Mannschaft bestritt 68 Spiele – so viele wie kein deutsches Team jemals zuvor. Währenddessen durchlief der Klub, der bei seinen Heimspielen die meisten Zuschauer in ganz Basketball-Europa verzeichnete (durchschnittlich 10.451), eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Neben der historischen 51-Punkte-Pleite gegen die Brose Baskets, gab es ungewöhnlich lange Niederlagenserien, den Trainerwechsel von Luka Pavicevic zu Muli Katzurin sowie einige Spielerwechsel. Um den Jahreswechsel herum schienen die Berliner für ihre Ansprüche tief versunken im „Mist“, bis Katzurin den Karren wieder auf die richtige Spur brachte und noch zur Vizemeisterschaft führte.

„Es gab kein Lamentieren oder Zurückblicken“

„Ich habe ein sehr ambivalentes Gefühl“, sagt Marco Baldi nach der um Haaresbreite verpassten Meisterschaft. „Nach einer sehr turbulenten Saison haben wir die Spielzeit noch zu einem guten Abschluss geführt. Aber wenn man 90 Sekunden vor Schluss die Meisterschaft in den Händen hält und dann noch verliert, ist die Enttäuschung groß.“ In den diesjährigen Beko BBL-Playoffs reizte ALBA gegen alle drei Gegner (Oldenburg, Frankfurt, Bamberg) das komplette Kontingent von fünf Spielen aus. Gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS gelangen der Mannschaft sogar drei Auswärtssiege in einer Serie – Premiere in der Beko BBL. „Das war schon eine charakterlich sehr herausfordernde Aufgabe“, meint der 49-jährige Geschäftsführer über das Halbfinal-Duell. „Das zeigt aber auch, aus welchem Holz unser Team in diesem Jahr geschnitzt war. Da gab es kein Lamentieren oder Zurückblicken, sondern wir haben immer die letzte Energie mobilisiert und das Beste daraus gemacht. Das hat uns letztlich bis in Spiel fünf um die Deutsche Meisterschaft getragen.“

Vielversprechende Neuzugänge

1312274766/img_Heiko_Schaffartzik_ALBA_BERLIN.jpgAm Ende fehlte das Quäntchen Glück zum Titel. Letzterer wird wie jede Saison als primäres Ziel des achtmaligen Meisters ausgegeben – so auch in der kommenden Spielzeit. Mit der Verpflichtung des „wertvollsten Beko BBL-Spielers“ (MVP) von 2010/2011, DaShaun Wood, gelang ALBA BERLIN im Zuge der Akquisition von Cheftrainer Herbert der vielleicht beste Spielertransfer aller 18 Klubs und damit verbunden der erste Fingerzeig, in welche Richtung es gehen soll – ganz nach oben.

„Wood hat in Frankfurt dem Spiel komplett seinen Stempel aufgedrückt und jeden Spieler um sich herum besser gemacht“, schwärmt Baldi von seinem Top-Neuzugang. Damit steht auch der Abgang von Taylor Rochestie fest, der erst Mitte Februar zu den Albatrossen stieß.

Nach der wichtigsten Position des Aufbauspielers war die des Centers schnell gefunden. Mit dem 28-jährigen Amerikaner Torin Francis, der bereits in Italien (zusammen mit Wood), Israel, der Türkei und zuletzt in Griechenland aktiv war, verpflichtete ALBA BERLIN einen Arbeiter unter dem Korb. Francis ersetzt Miroslav Raduljica. Zuvor hatten Baldi & Co. noch auf eine schnelle Einigung mit Efes Pilsen Istanbul gehofft, um den von dort ausgeliehenen, hoch talentierten Serben zu halten. Als „Jenkins-/McElroy-Ersatz“ kommt der ehemalige NBA-Profi Kyle Weaver in die Hauptstadt. Einziger Balkan-Legionär in der deutsch-amerikanischen Truppe ist bislang Forward Marko Simonovic.

Der Status-Report


Wer bleibt?
Derrick Allen, Lucca Staiger, Sven Schultze, Heiko Schaffartzik, Yassin Idbihi, Bryce Taylor

Wer geht?
Muli Katzurin (Trainer), Andreas Seiferth, Immanuel McElroy, Tadija Dragicevic, Julius Jenkins, Taylor Rochestie, Miroslav Raduljica, Joshiko Saibou

Wer kommt?
Gordon Herbert (Trainer), DaShaun Wood, Torin Francis, Marko Simonovic, Kyle Weaver, Joey Ney

Bei wem ist die Zukunft noch ungewiss?
Patrick Femerling

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