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Liga-Report: Revolution in Göttingen

Liga-Report: Revolution in Göttingen

Nach der Saison ist vor der Saison. Bereits jetzt dreht sich das Personalkarussell bei den Klubs der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) auf Hochtouren. Wir verschaffen einen Überblick, wer geht, wer kommt und wer bleibt. Heute beleuchten wir die BG Göttingen.
1307524231/img_Jason_Boone_BG_Goettingen.jpgNach einer Hauptrundenbilanz von 19 Siegen und 15 Niederlagen (Platz 7) erreichte die BG Göttingen zum dritten Mal in drei Jahren die Beko BBL-Playoffs. Dort musste sie sich jedoch den DEUTSCHE BANK SKYLINERS mit 0:3 klar geschlagen geben.

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„Unterm Strich können wir mit dem zufrieden sein, was wir in der Beko BBL geleistet haben”, resümiert Geschäftsführer Marc Franz. „Wir haben zwar eine sehr durchwachsene Saison gespielt und ein bisschen länger als sonst gebraucht, in unseren Rhythmus zu finden, haben aber dann eine tolle Rückrunde gespielt.”

Auf europäischer Ebene knüpften die Universitätsstädter dieses Jahr da an, wo sie 2010 mit dem Gewinn der EuroChallenge aufhörten. „Wir sind über das hinausgegangen, was jeder von uns vermutet hätte und haben sogar unsere eigenen Erwartungen übertroffen”, weiß Franz. „Dass wir es fast ins Final Four geschafft hätten, ist ein Zeichen dafür, dass es nicht immer am Budget liegt, wie weit man kommen kann.”

Mehr als 40 Bewerber

Durch den Abgang von John Patrick nach Würzburg, der als Trainer über viele Jahre den Stil der Göttinger Mannschaften prägte und zudem die Geschicke als Sportdirektor leitete, kommt es bei den Veilchen zu einem Umbruch. „Wir haben John viel zu verdanken. Ein Ende ist aber auch die Chance für einen Neuanfang”, sagt Jan Schiecke, der von Marc Franz jüngst zum Sportdirektor befördert wurde. Aus mehr als 40 Kandidaten entschieden sich die beiden Letztgenannten für Stefan Mienack (zuletzt Assistenztrainer) als Patricks Nachfolger auf dem Cheftrainerposten. Unterstützung als Co-Trainer erhält Mienack von Michael Meeks, der nach 16 Jahren seine aktive Spielerkarriere beendet.

Jugend ist Zukunft

In Zukunft wolle man in Göttingen die Jugend mehr integrieren und fördern. Dabei suche der Verein im Hinblick auf die 6-6-Regel, welche ab der Saison 2012/2013 greift, perspektivisch nach spielstarken, deutschen Spielern. „Jedem von uns ist bewusst, dass der Zukauf von starken deutschen Spielern momentan noch nicht möglich ist, mit dem Budget, welches wir zur Verfügung haben”, schränkt Sportdirektor Schiecke ein. „Insofern muss es unser Ziel sein, deutsche Talente in Göttingen aufzubauen bzw. auch herzulocken, mit der Voraussicht, dass sie in Göttingen Spielanteile bekommen.” Der sehr intensive Spielstil nach dem Motto „You can’t teach heart”, der die Teams von Coach Patrick so erfolgreich machte, solle dabei auch in Zukunft weitergeführt werden.

Längerfristige Verträge

1307524267/img_Robert_Kulawick_BG_Goettingen.jpgCheftrainer Stefan Mienack will „Strukturen für die Zukunft schaffen”. Das Jugendkonzept beinhalte auch eine enge Kooperation, mit der Göttinger NBBL-Mannschaft sowie den beiden JBBL-Mannschaften. Mienack: „Wir wollen mittelfristig eigene Göttinger Nachwuchsspieler in die Beko BBL integrieren.” Bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft wolle Mienack vor allem deutsche Spieler rekrutieren, die ein gewisses Entwicklungspotenzial besäßen. Außerdem strebe die Vereinsführung an, diese längerfristig an den Verein zu binden, damit Kontinuität geschaffen werde.

Abschied mit Wehmut

Eine weitere Veränderung in der kommenden Saison wird der Umzug in eine neue Spielstätte sein: Die Sparkassenarena bietet gegenüber der oft ausgebuchten Lokhalle den Vorteil, dass die Veilchen ihre Heimspiele regelmäßig am Wochenende austragen können. „Wir verlassen die Lokhalle mit einem weinenden Augen, weil sie Teil unserer jungen Geschichte und eines unserer wichtigsten Merkmale war”, trauert Geschäftsführer Franz. „Es wird jetzt an uns allen liegen, vor allem an den Fans, die neue Halle anzunehmen und wieder eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen.”

Klassenerhalt statt Playoffs

Im Zuge der kleinen Revolution in Göttingen, die mit dem Trainerwechsel und dem neuem Konzept einhergeht, will die Klubführung die sportliche Zielsetzung für die kommende Saison neu definieren, zumal auch ein geringeres Budget zur Verfügung steht: Jetzt heißt es Klassenerhalt statt Playoffs. Momentan steht kein Spieler unter Vertrag. Neben John Patrick verließ zudem Publikumsliebling Robert Kulawick den Verein Richtung Braunschweig. „Wir brauchen jetzt junge, hungrige Spieler, die sich hier beweisen wollen und die bereit sind, einen Step mehr zu gehen, als es auf dem ersten Blick nötig ist”, startet Franz den Lockruf nach neuen Stammkräften.

Der Status-Report


Wer bleibt?
Michael Meeks (jetzt Assistenztrainer)

Wer geht?
John Patrick (Trainer), Robert Kulawick, Trenton Meachum

Wer kommt?
-

Bei wem ist die Zukunft noch ungewiss?
Kyle Bailey, John Little, Jason Boone, Dwayne Anderson, Louis Dale, Antoine Jordan, Christoph Tetzner, Malte Herwig, Jermain Raffington

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