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LTi 46ers zeigen erhoffte Reaktion

LTi 46ers zeigen erhoffte Reaktion

Es war die Reaktion, die sich die Anhänger der LTi GIESSEN 46ers nach der schwachen Leistung ihres Teams beim 51:78 am Dienstag in Göttingen erhofft hatten. Das Beko Basketball Bundesliga-Team aus der Lahnstadt verlor am Samstagabend zwar mit 64:85 (35:38) bei ALBA Berlin und muss damit weiter auf seinen ersten Sieg in der Bundeshauptstadt seit der Playoff-Viertelfinalserie in der Saison 1995/1996 warten, verdiente sich in der o2 World dank seiner kämpferisch und nicht selten auch spielerisch ansprechenden Vorstellung jedoch Respekt.
Topscorer der LTi 46ers waren Anthony Smith (15), Maurice Jeffers (14) und Dirk Mädrich (11). Für Mädrich, der knapp 16 Minuten zum Einsatz kam, stellte die Punkteausbeute eine persönliche Saisonbestleistung dar. Bei den Albatrossen überragte Bryce Taylor mit 21 Punkten.

Zu Beginn rieben sich die 13.232 Besucher in der Mega-Arena sowie die Zuschauer vor den Fernsehschirmen (SPORT1 übertrug live) verwundert die Augen, denn die in der Formation Michael Jordan, Anthony Smith, Maurice Jeffers, Zachery Peacock und Elvir Ovcina kamen beim 42. Bundesliga-Auftritt eines Gießener Teams in Berlin hervorragend aus den Startlöchern. Die 46ers verteidigten aufmerksam und aggressiv, attackierten auf der anderen Seite konzentriert, entschlossen und zielstrebig den gegnerischen Korb und arbeiteten sich so nach zweieinhalb Minuten eine 9:0-Führung heraus, so dass ALBA-Coach "Muli" Katzurin die erste Auszeit nehmen musste (3.). Diese verfehlte ihre Wirkung nicht, mit einem 12:0-Lauf meldete sich der Tabellendritte zurück (12:9/6.). ALBA baute die Führung nach einem zwischenzeitlichen Dreier von Anthony Smith (12:12/5.) auf 20:12 aus, doch mit einem erfolgreichen Fade away Jumper von der Baselinie sowie zwei Treffern von der Freiwurflinie brachte "Moe" Jeffers seine Farben bis zur ersten Viertelpause wieder näher heran (16:20/10.).

Mit geduldig vorgetragenen Angriffen und viel Druck in der Verteidigung stellten die LTi 46ers die Gastgeber auch im zweiten Viertel vor viele Probleme. Nach einem von Ryan Brooks erfolgreich abgeschlossenen Schnellangriff lagen die Gäste, die sich auch beim Rebound am eigenen Brett sehr konzentriert zeigten und vor der Pause nach Berliner Fehlwürfen keinen einzigen Offensivrebound des Gegners zu ließen, in der 16. Minute erneut vorne (27:26). Ein unsportliches Foul der 46ers bei einem Berliner Schnellangriff sorgte dann dafür, dass ALBA wenig später einen Fünf-Punkte-Vorsprung inne hatte (34:29/18.). Der gut aufgelegte Anthony Smith hielt sein Team mit einem getroffenen Sprungschuss im Rückwärtsfallen und Punkten von der Freiwurflinie aber in Schlagdistanz. Zur Pause betrug der Rückstand der Gäste nur drei Punkte (35:38).

Auch der Start in die zweiten 20 Minuten gelang. Ein Smith-Dreier, abgedrückt Sekundenbruchteile vor Ablauf der 24-Sekunden-Angriffsuhr, flutschte ohne Ringberührung durchs ALBA-Netz, sowie ein Korberfolg von Elvir Ovcina ließen die Mittelhessen erneut in Führung gehen (40:38/22.). Nach dem vierten persönlichen Foul des bis dahin sehr stark aufspielenden Maurice Jeffers in Minute 23 und dessen anschließender Auswechslung (zu Beginn des letzten Viertels kehrte er wieder aufs Parkett zurück) übernahmen dann aber mehr und mehr die Albatrosse das Kommando.

Die Hausherren trafen nun von innen wie von außen und erarbeiten sich einen zweistelligen Punktevorsprung (54:44/26.). Die 46ers versuchten offensiv weiterhin das mannschaftliche Zusammenspiel zu forcieren, was immer mal wieder zum Erfolg führte (49:56, Lay-up Peacock nach schöner Pass-Staffete/28.), doch die auf allen Positionen doppelt stark besetzte und abgeklärt agierende Spitzentruppe aus Berlin hielt das Tempo hoch, diktierte defensiv wie offensiv das Spielgeschehen und lag nicht zuletzt dank eines besonders in dieser Phase nicht zu bremsenden Bryce Taylor in Minute 32 vorentscheidend mit 71:51 vorne.

Positiv bleibt auf alle Fälle festzuhalten, dass die LTi 46ers sich von dem furiosen ALBA-Zwischenspurt nicht entmutigen ließen und bis zum Schluss weiter kämpften. Der 24-Punkte-Rückstand in Minute 26 (56:80) konnte bis zum Ertönen der Schluss-Sirene noch etwas reduziert werden. Nach dem heutigen Auftritt kann dem nächsten Wochenende, das für die LTi 46ers zwei ganz wichtige Heimspiele gegen TBB Trier (15. April, 20 Uhr) und den Mitteldeutschen BC (Sonntag, 17. April, 17 Uhr, beide Sporthalle Gießen-Ost) bereithält, durchaus mit Zuversicht entgegengeblickt werden.

LTi 46ers-Coach Steven Key: „Es sah heute lange Zeit gut für uns aus, aber irgendwann ist uns die Energie ausgegangen, während ALBA von seiner tiefen Bank profitiert hat. Wir haben trotzdem weiter gekämpft. Ich hoffe, dass wir heute etwas gelernt haben und die positiven Dinge aus diesem Spiel mit in die nächsten beiden Heimspiele nehmen. Wir haben gut zusammengespielt, gut von innen nach außen gespielt und gerade in der ersten Halbzeit mit unserer Verteidigung viel Druck auf den Gegner ausgeübt. Wenn wir so in den Spielen gegen Trier und den MBC auftreten und volle 40 Minuten präsent sind, dann werden diese Spiele einen positiveren Ausgang für uns nehmen.“

Punkteverteilung LTi GIESSEN 46ers: Gamqrelidze (2), Smith (15 / 2 Dreier), Freese (3), Perl (n. e.), Mädrich (11/1), Schwartz (n. e.), Ovcina (2), Brooks (7/1), Peacock (8), Jordan (2), Jeffers (14/1).

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