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Ludwigsburg beendet Negativserie und besiegt Trier

Ludwigsburg beendet Negativserie und besiegt Trier

Nach einer Durststrecke von zuletzt fünf Spielen ohne Sieg hat sich die EnBW Ludwigsburg am Samstagabend mit einem 77:64 (34:35) Heimerfolg gegen Trier zurückgemeldet und in der heimischen ARENA Ludwigsburg vor 2.747 Zuschauern zwei ganz wichtige Punkte eingefahren. Ludwigsburg fand dabei über den Kampf ins Spiel und überzeugte am Ende mit fünf Spielern im zweistelligen Punktebereich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Ohne den verletzten Kapitän Jerry Green, der aufgrund eines Bänderanrisses im Sprunggelenk zuschauen musste, schickte Head Coach Markus Jochum am Samstag Mark Dorris in der Rolle als Aufbauspieler auf das Parkett der ARENA Ludwigsburg und der zuletzt unter seinen Möglichkeiten spielende US-Amerikaner zeigte von der ersten Minute an, dass er sich heute einiges vorgenommen hatte. Erst ein Ballgewinn in Defensive, dann vier schnelle Punkte im Angriff, Dorris führte die Hausherren in der Anfangsphase zu einer frühen Führung, die Jeff Greer mit einem erfolgreichen Dreier nach knapp fünf Minuten auf 13:2 schraubte um Gästetrainer Henrik Rödl zu seiner ersten Auszeit zu zwingen. Anschließend kam Trier durch Punkte von Maik Zirbes und Philip Zwiener allmählich ins Spiel und als die Moselstädter in der Verteidigung mit einer Ganzfeldpresse Druck machten, war auf einmal Nervosität zu spüren im Spiel der Gastgeber. Drei Ballverluste hintereinander brachten dem TBB-Team einfache Punkte und so war der Ludwigsburger Vorsprung innerhalb kürzester Zeit egalisiert. John Bynum erzielte nach acht Minuten dann sogar die erste Trierer Führung am heutigen Abend, ehe Alex Harris und Johannes Lischka die EnBW’ler wieder in die Spur bringen konnten und es letztlich mit einem knappen 19:22 Rückstand aus den ersten zehn Minuten ging.

Zu Beginn des zweiten Viertels war es zunächst Kurt Looby, der mit fünf Punkten in Serie und einigen spektakulären Blocks die entscheidenden Akzente setzte, so richtig ins Laufen kamen die Barockstädter allerdings auch jetzt nicht und so blieb Trier, unter anderem dank zehn Rebounds am offensiven Brett, weiter am Drücker. Erst nach einem weiteren Looby-Block und einem Distanztreffer von Jeff Greer konnte Ludwigsburg wieder in Front (30:29) gehen. Mit einem Alley-Oop Dunking von Kurt Looby folgte wenig später ein echtes Highlight, da Philip Zwiener gegen Ende des zweiten Abschnitts jedoch kaum zu stoppen war, ging Trier mit einem 34:35 Vorsprung in die Kabine.

Nach der Pause kam Trier dank fünf Punkten von Dru Joyce besser aus den Startlöchern, Mark Dorris und Donatas Zavackas konnten mit zwei Treffern von der Dreierlinie jedoch erfolgreich kontern und ebneten damit den Weg für den 42:42 Ausgleich, den John Bowler zur Begeisterung des Ludwigsburger Publikums per Dunking herstellte. Es entwickelte sich nun eine immer intensiver geführte Partie in der ARENA Ludwigsburg, bei der sich Center Bowler mit unermüdlichem Einsatz und einer kämpferisch bärenstarken Leistung Sonderapplaus verdiente und sein Team mit der Unterstützung eines sensationellen Blocks von Mark Dorris und eines erfolgreichen Lischka-Dreiers zu einer 56:48 Führung vor den letzten zehn Minuten führte.

Im Schlussabschnitt ging es zunächst hin und her, wobei der Abstand von acht Punkten von den Barockstädtern konstant gehalten werden konnte, ehe Punkte von Zavackas und Harris den Vorsprung auf 65:53 vergrößerten. Als das litauisch-amerikanische Duo wenig später weitere fünf Zähler für Ludwigsburg auf die Anzeigetafel brachten, war beim Stand von 70:57 zwei Minuten vor dem Ende bereits die Vorentscheidung gefallen, sodass die 2.747 Zuschauer in der ARENA Ludwigsburg in den letzten Sekunden die lang ersehnten „Sieg“-Sprechchöre anstimmen konnten um nach dem Ertönen der Schlusssirene mit dem EnBW-Team den am Ende verdienten 77:64 Heimsieg zu feiern.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Selbstvertrauen kannst du dir letztlich nur im Spiel holen, daher war der Sieg heute und vor allem auch die Art und Weise ungemein wichtig für uns. Wir haben von Anfang an sehr intensiv gespielt und in der zweiten Halbzeit dann auch immer mehr zu unserem Spiel gefunden, kämpferisch haben wir dabei eine sehr gute Leistung gezeigt. Der Sieg ist besonders mental ein riesiger Schritt für uns.“

Headcoach TBB Trier Henrik Rödl:
„Glückwunsch an Markus Jochum und seine Mannschaft. Ludwigsburg hat heute in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt und seine Chancen effektiv genutzt. Mein Team hat dagegengehalten und stark gekämpft, war in einigen Aktionen jedoch etwas glücklos. Da Ludwigsburg heute speziell im Abschluss mehr Qualität gezeigt hat, war der Sieg am Ende verdient.“

Die Viertel im Überblick: 19:22 15:13 22:13 21:16

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Dorris (14, 5 Rebounds, 3 Steals), Harris (13), Zavackas (12), Bowler (12, 11 Rebounds), Greer (11, 5 Rebounds, 6 Assists), Looby (8, 7 Rebounds, 5 Blocks), Lischka (7), McCray (0), Koch (n.e.), Hadzovic (n.e.), Konietzke (n.e.)

Scorer Trier:
Zwiener (22), Joyce (15, 6 Rebounds), Zirbes (9, 7 Rebounds), Bynum (9, 4 Steals), Seiferth (4), Linhart (3, 5 Rebounds, 5 Steals), Dojcin (2), Faßler (0), Picard (0), Saibou (0), Dietz (n.e.)
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