FB Twitter Instagram YouTube Google+
Ludwigsburg bezwingt Braunschweig und stürmt auf Platz 5

Ludwigsburg bezwingt Braunschweig und stürmt auf Platz 5

Den Basketballern der EnBW Ludwigsburg gelang am Freitagabend ein echter Big Point im Kampf um die Playoffs. Mit den New Yorker Phantoms Braunschweig besiegten die Gelben Riesen in der Arena Ludwigsburg einen direkten Konkurrenten am Ende deutlich mit 90:74 (41:45) und stehen dadurch nach 32 Spieltagen sensationell auf dem fünften Tabellenplatz. Einer besonders in der Defensive durchwachsenen ersten Hälfte folgte dabei ein sehr starkes drittes Viertel, ehe Toby Bailey in den letzten zehn Minuten für ganz wichtige Punkte sorgte und Kapitän Jerry Green in der Schlussphase eine überragende Leistung ablieferte. Topscorer war derweil erneut Alex Harris mit 21 Punkten.
Im wichtigsten Saisonspiel erwischten die Gastgeber dank der Energie und den Punkten von John Bowler und Toby Bailey einen guten Start, allerdings galt dies nur für die Offensive der Barockstädter. In der Verteidigung präsentierten sich Green & Co. zunächst mit viel zu wenig Intensität und so kam auch Braunschweig schnell in seinen Rhythmus. Dreier von Nils Mittmann und Brandon Thomas brachten die Gäste erstmals in Führung und nachdem LaMarr Greer mit einem weiteren Distanztreffer einen 7-0 Lauf der Niedersachsen komplettiert hatte, ging es letztlich mit einem 22:28 Rückstand aus den ersten zehn Minuten.

Die Hausherren hatten sich deutlich mehr vorgenommen und so zeigte sich Jochum in der Viertelpause auch überhaupt nicht zufrieden mit dem Abwehrverhalten seiner Truppe. Im zweiten Viertel war zunächst keine wirkliche Besserung in Sicht, konnte sich Braunschweig mit sechs Zählern in Serie doch weiter absetzen (39:29). Die Barockstädter hingegen wirkten gehemmt und waren nicht aggressiv genug um den Gästen die Kontrolle über die Partie streitig zu machen. Erst als Rick Rickert sein drittes persönliches und Head Coach Markus Jochum ein technisches Foul kassierten, brannte plötzlich die Luft in der Arena Ludwigsburg. Ein gellendes Pfeifkonzert gegen die Unparteiischen, sowie ein erfolgreicher Dreier von Alex Harris beflügelten die Hausherren nun zu einem 10-2 Zwischenspurt und ließen den Rückstand bis zur Pause auf 45:41 verkürzen. Die insgesamt recht schwache Vorstellung im ersten Durchgang wurde also binnen weniger Minuten ausgebügelt, sodass man trotz Rückstands durchaus nicht unzufrieden mit dem Ergebnis in die Kabine gehen konnte.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, nach einem unsportlichen Foul gegen Kevin Hamilton sollte sich das Blatt jedoch ganz allmählich wenden. Sieben Zähler in Serie sorgten in der sechsten Minute für den 51:51 Ausgleich, ehe der Ludwigsburger Lauf angeführt von einem blendend aufgelegten Rickert auf 15-1 ausgebaut wurde und die Gelben Riesen mit 59:52 in Führung gingen. Zusammen mit seinen Fans gab Ludwigsburg nun den Ton an und konnte durch Punkte von Kapitän Jerry Green weiter davonziehen, sodass es beim Stand von 67:56 in den Schlussabschnitt ging. Rick Rickert war hier schon nicht mehr mit von der Partie, hatte der Center doch bereits kurz vor Ende des dritten Viertels sein fünftes persönliches Foul kassiert. Das hatte den US-Boy allerdings nicht daran gehindert in nur zwölf Minuten Einsatzzeit zwölf Punkte zu erzielen um damit wichtige Entlastung von der Bank zu bringen.

Zu Beginn des letzten Abschnitts geriert der EnBW-Motor jedoch etwas ins Stocken. Fast vier Minuten lang blieben die Barockstädter ohne Punkt, ehe Jerry Green die Durststrecke beendete und die Gäste zusammen mit Alex Harris zunächst noch auf Abstand hielt. Ludwigsburg schien aber so langsam die Puste auszugehen, denn Stück für Stück kamen die Niedersachsen heran um nach einem 9-1 Zwischenspurt auf 73:72 zu verkürzen. Knapp vier Minuten vor dem Ende bahnte sich also wie immer in den letzten Heimspielen ein echter Krimi an und auf den Rängen befürchtete man schon, dass den Barockstädtern eine deutliche Führung am Ende erneut nicht für einen Sieg ausreichen würde. Doch Routinier Toby Bailey hatte andere Pläne und sorgte mit einem erfolgreichen Dreier für ganz wichtige Punkte der Gastgeber, die daraufhin einen famosen Schlussspurt hinlegen sollten. Besonders Jerry Green lief in den letzten Minuten noch einmal zur Hochform auf und markierte acht Zähler hintereinander, sodass die Gelben Riesen die Partie mit einem 17-2 Lauf beendeten und am Ende deutlich mit 90:74 die Oberhand behielten.

Damit waren nicht nur zwei ganz wichtige und dringend benötigte Punkte im Kampf um die erste Playoff-Teilnahme seit 2007 eingefahren, durch die hohe Differenz konnte auch der direkte Vergleich mit den Phantoms aus Braunschweig gewonnen werden, sodass man nach 32 Spieltag nun auf den fünften Tabellenplatz vorrücken konnte. Nichtsdestotrotz benötigen die Barockstädter aus den verbleibenden Saisonspielen mindestens noch einen Sieg um den Einzug in die Meisterschaftsrunde endgültig komplett zu machen. Die erste Chance dafür gibt es am Sonntag in Bamberg, ehe es am 23. April zum Heimspiel gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS kommen wird.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Wir sind heute nicht gut ins Spiel gekommen, mit einer tollen Energieleistung und einem riesigen Willen haben wir es in der zweiten Halbzeit jedoch geschafft mehr Intensität in der Verteidigung an den Tag zu legen um uns die zwei wichtigen Punkte letztlich doch noch zu erkämpfen. Unsere Bank hat dabei eine große Rolle gespielt, denn jeder der reinkam hat heute wichtige Unterstützung gebracht. Wir brauchen allerdings weiterhin noch einen Sieg aus den letzten beiden Spielen, das wird noch ein hartes Stück Arbeit.“

Headcoach New Yorker Phantoms Braunschweig Sebastian Machowski:
„Glückwunsch an Markus Jochum und seine Mannschaft. Das Ergebnis spiegelt heute sicherlich nicht den Spielverlauf wieder, waren wir doch bis vier Minuten vor Schluss noch gut im Spiel. Leider haben wir nach der guten ersten Halbzeit ein schlechtes drittes Viertel gespielt, daher müssen wir jetzt am Sonntag im Heimspiel gegen Trier unbedingt gewinnen um die Playoff-Teilnahme mit einem Sieg sicher zu machen.“

Die Viertel im Überblick: 22:28 19:17 26:11 23:18

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Harris (21), Green (17, 8 Assists), Zavackas (13, 8 Rebounds), Rickert (12), Bailey (10, 7 Rebounds), Bowler (8, 7 Rebounds), Vene (4), McCray (3), Lischka (2), Bekteshi (n.e.), Maier (n.e.)

Scorer Braunschweig:
Thomas (17), Hamilton (13, 4 Assists), Greer (12), Goree (11), Visser (7), Mittmann (5), Duvnjak (4), Cain (3), Schneiders (2), Noch (n.e.), El Domiaty (n.e.)
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport