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Ludwigsburg gewinnt „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Göttingen

Ludwigsburg gewinnt „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Göttingen

Die EnBW Ludwigsburg hat am Samstagabend den erhofften Big Point im Kampf um die Playoffs gelandet und die BG Göttingen in einem kampfbetonten Spiel mit 96:90 (47:44) besiegt. Vor 2.850 Zuschauern in der Arena Ludwigsburg überzeugten die Gelben Riesen mit einer sensationellen Trefferquote von der Dreierlinie (13/23), wobei Siim-Sander Vene mit fünf Treffern bei fünf Versuchen ein nahezu perfektes Spiel abliefern konnte. Kapitän Jerry Green, Center John Bowler und in der zweiten Halbzeit Alex Harris zeigten ebenfalls eine starke Leistung, während Veteran Toby Bailey letztlich mit einem ganz wichtigen Dreier für die Entscheidung sorgte.
„Wer ist denn dieser Siim-Saner Vene?“, mit dieser Frage eröffnete Gästetrainer John Patrick am Samstagabend die Pressekonferenz im Anschluss an das Spiel der EnBW Ludwigsburg gegen die BG Göttingen. Die estnische Nachverpflichtung der Gelben Riesen hatte zuvor 17 Punkte erzielt und blieb dabei sensationell ohne Fehlversuch aus dem Feld. Insgesamt fünf Dreier brachte der 20-Jährige im Korb der Gäste unter und war damit einer der Garanten für den wichtigen 96:90 Erfolg des EnBW-Teams gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs.

Bevor der junge Flügelspieler die Zuschauer in der Arena Ludwigsbug jedoch mit seinem nahezu perfekten Spiel begeistern konnte, sorgte John Bowler zu Beginn der Partie mit sechs Punkten in Serie für einen gelungenen Start der Hausherren. Nach zwei haarsträubenden Ballverlusten und Dunkings von Jason Boone und Dwayne Anderson sah sich Headcoach Markus Jochum dennoch bereits in der zweiten Spielminute zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Ludwigsburg kam gegen die aggressive Verteidigung der Gäste überhaupt nicht zu seinem Spiel, während Donatas Zavackas und Alex Harris früh mit zwei Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten. Das Ergebnis war ein 9-0 Zwischenspurt der Göttinger, ehe Johannes Lischka die Durststrecke der Barockstädter beendete und man zumindest im Angriff so langsam auf Betriebstemperatur kam. In der Defensive ließ man den Veilchen jedoch weiterhin zu viel Platz, sodass Anderson und Dale von der Dreierlinie zum 15:10 Zwischenstand nach fünf Minuten erfolgreich sein konnten. Doch auch in diesem Bereich kamen die Hausherren nun immer besser in Fahrt und so ging man nach sieben Punkten von David McCray, der dem EnBW-Team in dieser Phase äußerst wichtige Impulse von der Bank geben konnte, wieder in Führung (21:19). Vene mit seinem ersten Erfolg von der Dreierlinie und Kapitän Jerry Green mit Zug zum Korb legten anschließend nach und komplettierten einen 16-4 Lauf, der die Barockstädter mit einem 26:21 Vorsprung ins zweite Viertel gehen ließ.

Hier ließ ein weiterer Vene-Dreier und vor allem der immer mehr ins Rollen kommende Green die Gastgeber immer mehr die Kontrolle übernehmen, sodass Alex Harris nach drei Minuten zum 35:25 erhöhte. Anschließend kassierte der Shooting Guard allerdings sein drittes persönliches Foul und wurde prompt durch Youngster Besnik Bekteshi, der am Nachmittag mit dem NBBL-Team der BBA Ludwigsburg in Urspring für eine kleine Sensation gesorgt hatte, ersetzt. Vene legte weiterhin ein sensationelles Spiel auf das Parkett und hielt die Barockstädter mit acht Zählern zunächst deutlich in Front, letztlich brachte ein 12-3 Zwischenspurt Göttingen kurz vor der Halbzeitpause aber wieder bis auf einen Punkt heran. Beim Stand von 47:44 ging es wenig später in die Pause.

Im zweiten Durchgang kamen erneut die Hausherren besser aus den Startlöchern und sorgten mit einem 8-0 Run gleich zu Beginn für großartige Stimmung auf den Rängen der Arena. Alex Harris per Dreier und John Bowler mit einer schönen Bewegung am Brett erhöhten weiter auf 60:49 und das Ludwigsburger Publikum zeigte sich hochzufrieden mit der Leistung seines Teams. Die Göttinger ließen sich allerdings auch dieses Mal nicht abschütteln und so konterten die Gäste mit einem 7-0 Lauf um schnell wieder in Schlagdistanz zu kommen. Harris, der in der ersten Halbzeit aufgrund seiner frühen Foulbelastung kaum zu Geltung kam, hielt die Niedersachsen mit seinem vierten Distanztreffer in diesem Viertel auf Abstand und so ging es für die Gastgeber mit einem 68:64 Vorsprung in den Schlussabschnitt.

Hier bekamen die Zuschauer in der Arena den gleichen Spielverlauf zu sehen wie in den vorangegangenen Vierteln. Ludwigsburg setzte sich, angeführt von Bowler und Harris, ab (85:76), ehe Göttingen sich wieder heran kämpfte um letztlich knapp zwei Minuten vor dem Ende auf 87:84 zu verkürzen. Die Nervosität auf den Rängen war nun deutlich zu spüren und auch die EnBW-Profis zeigten in der Schlussphase Nerven. Nachdem man sich das gesamte Spiel über sehr sicher von der Freiwurflinie präsentiert hatte, vergaben Green und Harris vier Versuche in Serie und sorgten so für Herzklopfen bei den Ludwigsburger Fans. Göttingen konnte die Fehler der Hausherren allerdings nicht ausnutzen und produzierte im darauffolgenden Angriff einen folgenschweren Ballverlust, sodass Toby Bailey die Arena Ludwigsburg anschließend mit einem erfolgreichen Dreier zum 90:84 erzittern ließ, fiel den 2.850 Zuschauern doch sichtlich ein riesiger Stein vom Herzen. Die Gäste gaben sich zwar noch lange nicht auf und schickten die Barockstädter in den Schlusssekunden noch acht Mal an die Linie. Dieses Mal blieben Zavackas & Co. jedoch cool und sicherten sich so am Ende einen hart umkämpften 96:90 Heimsieg. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto stehen die Barockstädter nun auf dem zehnten Tabellenplatz.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Gegen die aggressive Spielweise der Göttinger ist es immer schwer einen Rhythmus zu finden aber wir haben einen Weg gefunden unsere Werfer ins Spiel zu bringen. Siim war dabei natürlich ganz wichtig! Alles in allem war die Partie wahrscheinlich kein Leckerbissen, aber es war ein toller Kampf von beiden Mannschaften. Wir haben jetzt weiterhin alles selbst in der Hand.“

Headcoach BG Göttingen John Patrick:
„Glückwunsch an Markus Jochum und seine Mannschaft, Es war ein intensives, ein schnelles Spiel, das manchmal wahre Achterbahnqualitäten hatte. Am Ende hat Ludwigsburg aber verdient gewonnen. Jerry Green und John Bowler haben eine sehr gute Leistung abgeliefert und ich denke Siim-Sander Vene ist endgültig in der Liga angekommen. Wir haben leider zu viele individuelle Fehler, im Kampf um die Playoffs ist aber weiterhin alles offen.“

Die Viertel im Überblick: 26:21 21:23 21:20 28:26

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Green (19), Harris (18), Bowler (17, 8 Rebounds, 5 Assists), Vene (17), Bailey (8), McCray (7), Zavackas (6), Lischka (4, 6 Rebounds), Rickert (0), Bekteshi (0), Koch (n.e.), Michalczyk (n.e.)

Scorer Göttingen:
Little (19, 3 Steals), Jordan (14), Scott (13, 5 Rebounds), Boone (12), Meacham (11), Kulawick (8), Anderson (7, 3 Stels), Waleskowski (3), Dale (3), Meeks (0), Raffington (0), Tetzner (n.e.)

Vorverkauf für Highlight gegen ALBA BERLIN bereits in vollem Gange

Zwei Wochen bevor die Gelben Riesen zuhause gegen das Spitzenteam aus Berlin antreten werden, sind die meisten Sitzplätze in der Arena Ludwigsburg bereits belegt. Lediglich 400 Sitzplatztickets sind für das Highlightspiel noch verfügbar, sodass die Karten nur noch bis einschließlich Mittwoch als Einzeltickets erhältlich sein werden. Anschließend gibt es Sitzplatzkarten nur noch in Kombination mit dem Spiel gegen Phoenix Hagen am 6. Februar, während die noch ca. 800 Stehplatztickets bis zum Spiel am 12. Februar im freien Verkauf sein werden.

Am besten sofort einen Platz in der Arena sichern! Tickets sind wie immer erhältlich an allen Eventim Vorverkaufsstellen, unter der Ticket-Hotline 01805 / 99 11 18 (kostenpflichtig), im Online Ticket Shop oder direkt in der Geschäftsstelle der EnBW Ludwigsburg.

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