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Ludwigsburg kommt in Göttingen unter die Räder

Ludwigsburg kommt in Göttingen unter die Räder

Das hatten sich die Mannen von Cheftrainer Markus Jochum sicherlich anders vorgestellt. Nach erfolgreich geglücktem Saisonauftakt gegen die GIESSEN 46ers erlitten die Ludwigsburger Basketballer am Samstagabend gegen eine hoch motivierte BG Göttingen Schiffbruch. Die „Veilchen“ drückten von der ersten Minute dem Spiel ihren Stempel auf und landeten einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Dieser ging auch in der Deutlichkeit absolut in Ordnung, fand doch die Verteidigung der Barockstädter zu keinem Zeitpunkt ein Mittel, die Niedersachsen zu bremsen. Vor allem die beiden Guards, Paris Horne (28 Punkte) und Louis Dale (20) zeigten die Schwächen der Ludwigsburger Verteidigung gnadenlos auf und trugen ihr Team zum ersten Saisonsieg. Die klare Unterlegenheit im Rebound (29:39) und eine äußerst schwache Wurfquote (40%) sind weitere Belege für die schlechte Leistung der Schwaben.
Das erste offizielle Spiel in der Sparkassen-Arena Göttingen begann vor 2.714 Zuschauern zunächst mit dem besseren Start für die Heimmannschaft. Beim Stande von 6:10 bat Markus Jochum seine Mannen zu einer ersten Auszeit. Kurz darauf verkürzte EnBW-Center John Bowler auf 8:10 und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegen. Er verdrehte sich beim Aufkommen das Sprunggelenk und wurde von Physiotherapeut Matti Pröfrock humpelnd in die Kabine begleitet. Die Göttinger wussten die Schrecksekunde zu nutzen und setzten sich über 16:10 zu einer 24:14-Führung nach dem ersten Viertel ab. Der zweite Abschnitt begann mit einem Lischka-3er (17:24) und Mark Dorris brachte sein Team wieder bis auf 21:26 heran – Auszeit Göttingen. John Bowler kehrte mit einem dicken Tapeverband am Fuß zurück aufs Feld, und die Ludwigsburger kämpften sich nach Dreiern von Lischka und Zavackas sowie zwei weiteren Punkten von Dorris bis auf 29:35 heran. Doch da gab es ja noch einen Mann namens Paris Horne. Dieser ließ die EnBW-Verteidigung ein ums andere Mal schlecht aussehen. Bereits im ersten Viertel erzielte er 13 Punkte, und nun leitete er mit 7 weiteren Punkten in Serie einen 10:0-Lauf seiner Mannschaft ein, den Philip Noch mit einem Dreipunktespiel vollendete (29:45). Den Schlusspunkt einer überragenden ersten Halbzeit setzte wiederum Paris Horne (33:48) und Jerry Green und Co. gingen mit einem 15-Punkte-Rückstand in die Pause.

In der zweiten Halbzeit erwischten die Ludwigsburger den besseren Start und zwangen BG-Coach Stefan Mienack beim Stande von 41:50 zu einer frühen Auszeit. Ein Dreier von Alex Harris brachte die EnBWler gar bis auf 47:53 heran. Vier weitere Harris-Punkte zum Ende des dritten Viertels hielten die Barockstädter in Schlagdistanz (54:62). Ein weiterer Harris-3er (57:64) sowie ein Freiwurf des gut aufgelegten Johannes Lischka (59:67) gaben den mitgereisten Anhängern weiter Hoffnung. Doch dann war da ja noch Louis Dale. Der kleine Göttinger Aufbauspieler läutete mit einem 3er zum 59:70 einen 16:2-Lauf ein, den er höchst persönlich mit einem weiteren 3er zum 61:83 vollendete. Das Spiel war damit knapp drei Minuten vor dem Ende endgültig entschieden und der Abstand blieb auch am Ende bei 22-Punkten – Endstand 71:93.

Das einzig Positive, das sich nach diesem Spiel festhalten lässt, ist der Fakt, dass die Mannschaft von Markus Jochum in der kommenden Woche gleich zweimal die Chance hat, vor eigenem Publikum diese Scharte wieder auszuwetzen. Am Mittwoch gastieren die noch ungeschlagenen Oldenburger in der Arena Ludwigsburg (Spielbeginn 20:00 Uhr), während am Samstag die Eisbären Bremerhaven ihre Visitenkarte bei den Gelben Riesen abgeben (Spielbeginn 19:30 Uhr). Tickets gibt es hier.

Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Markus Jochum:
"Erst einmal Gratulation an Göttingen. Das war ein verdienter Sieg. Daran gibt es nichts zu deuteln. Die Analyse des Spiels ist einfach, denn egal worüber wir reden, ob Einstellung, oder Basketball, war Göttingen die bessere Mannschaft. Wir haben es nie geschafft, unseren Rhythmus zu finden. Wir hatten Phasen, wo wir etwas besser in Tritt gekommen sind, wie zu Beginn der zweiten Halbzeit, als wir auf sechs Punkte ran gekommen sind. Göttingen hat dann aber wichtige Würfe getroffen und wir haben es nicht geschafft, diese wegzustecken. Jeder Spieler ist heute hinter seinen individuellen Möglichkeiten geblieben. Wir haben es nicht geschafft, das als Mannschaft wettzumachen. Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung".

BG-Coach Stefan Mienack:
"Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie im ersten Heimspiel so aggressiv gestartet ist. Wir hatten uns nach der 44-Punkte-Niederlage in Bamberg einigen Frust von der Seele zu spielen und wollten zeigen, dass wir nicht so schlecht sind, wie wir uns dort präsentiert haben. Wir wollten schnell spielen, den Ball laufen lassen und gut rebounden – das haben wir heute getan. Ich bin begeistert über die 24 Assists. Wir haben als Mannschaft gespielt. Die Bank hat einen sehr guten Job gemacht, um den Startspielern Pausen zu geben und Akzente zu setzen".

Die Viertel im Überblick: 24:14, 24:19, 14:21, 31:17

Zuschauer: 2.714

Scorer EnBW Ludwigsburg:
A. Harris (15 Punkte), Lischka (13), Bowler (12), Zavackas (10), Dorris (10), Green (9), Koch (1), Looby (1), McCray (0), T. Harris (0), Olden (n.e.)

Scorer BG Göttingen:
Horne (28 Punkte), Dale (20), Sykes (17), Noch (11), Weber (6), Saunders (5), Grimaldi (4), Ahelegbe (2), Slater (0), Herwig (0), Mafra (0)

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