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Ludwigsburg landet Arbeitssieg

Ludwigsburg landet Arbeitssieg

Es war das erwartet schwere Spiel für die Mannschaft von Head Coach Markus Jochum, am Ende feierten die Gelben Riesen jedoch mit einem 100:92 (48:53) Erfolg den dritten Sieg in Serie und stehen nun nach dem 24. Spieltag zum zweiten Mal in der laufenden Saison auf einem Playoff-Platz. Ludwigsburg hatte am Sonntag lange Zeit Probleme die Gäste um Topscorer Mark Dorris in der Defensive zu stoppen, als es darauf ankam waren Zavackas & Co. allerdings zur Stelle und konnten die Partie in den Schlussminuten mit einem 14-3 Lauf zu ihren Gunsten entscheiden. Die 2.785 Zuschauer in der Arena Ludwigsburg durften außerdem zum ersten Mal in diesem Jahr den 100. Punkt bejubeln.
Mit der Aussicht in die Playoff-Ränge vorzudringen war es zu Beginn wie gewohnt John Bowler, der für Ludwigsburg mit vier schnellen Punkten erfolgreich war, während die Gäste aus Hagen offensiv ebenfalls einen guten Start erwischten. Jerry Green sorgte nach drei Minuten für die erste Ludwigsburger Führung (8:7), viele einfache Fehler störten jedoch immer wieder den Rhythmus und sorgten für einfache Punkte der Hagener. Besonders Quentin Pryor erwies sich als Nutznießer der Ballverluste von Harris & Co. und war alleine im ersten Viertel dreimal per Dunking erfolgreich. So hatten sich die Gäste, die mit Jacob Burtschi auf ihren drittbesten Punktesammler verzichten musste, zwischenzeitlich auf 20:14 abgesetzt, ehe Green per Dreier und Bailey mit einem spektakulären Dunking über Edward Seward ein Ausrufezeichen setzten und es die Zuschauer in der Arena erstmals von ihren Sitzen riss. Es blieb jedoch dabei, dass die Hausherren defensiv viel zu nachlässig agierten und die Gäste weiterhin schalten und walten ließen. Mit einem 29:23 Rückstand ging es somit aus den ersten zehn Minuten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts machte Hagen dann mit einer Pressverteidigung früh Druck und zwang die Gastgeber damit teilweise zu haarsträubenden Fehlern. Bereits nach zwei Minuten holte Head Coach Markus Jochum seine Mannen beim Stand von 34:26 zu einer Auszeit auf die Bank und dank Alex Harris lief es anschließend besser. Der Ludwigsburger Shooting Guard nahm in der Offensive nun das Heft in die Hand und verkürzte auf 44:39, näher kamen die EnBW’ler bis zur Halbzeit aber nicht mehr heran und so wurde der 5-Punkte Rückstand (53:48) mit in die Kabine genommen.

Nach der Pause gingen die Hausherren dann mit einer anderen Intensität zu Werke. Ein 7-0 Lauf gleich zu Beginn sorgte schnell für den 55:55 Ausgleich, ehe ein Geniestreich von Toby Bailey zur ersten Führung seit dem ersten Viertel führte. Der Flügelspieler fand mit einem weiten Einwurf aus der eigenen Hälfte den sich nach vorne stehlenden Alex Harris und erwischte die Verteidigung der Gäste damit auf dem völlig falschen Fuß, sodass Harris alleinstehend per Dunking abschließen konnte um für tolle Stimmung auf den Rängen zu sorgen. Eine weitere spektakuläre Flugeinlage des Ludwigsburger Topscorers brachte die Arena in der nächsten Aktion dann endgültig zu Kochen, sodass die Gelben Riesen nun obenauf waren und Gästetrainer Ingo Freyer sein Team bereits zum zweiten Mal in diesem Spielabschnitt zu einer Auszeit an die Seitenlinie holen musste. Anschließend war es dann Mark Dorris, der im Alleingang für einen 7-0 Lauf der Hagener sorgte um die Ludwigsburger Führung innerhalb weniger Minuten zu egalisieren. Beim Stand von 67:67 ging es somit in die letzten zehn Minuten.

Auch hier war Ludwigsburg unfähig die Kreise von Dorris einzuschränken. Der Hagener ALLSTAR machte mit der Verteidigung der Gastgeber weiterhin was er wollte und scorte scheinbar nach Belieben. Weitere acht Punkte in Serie des US-Guards brachten Hagen vier Minuten vor dem Ende mit 81:78 in Führung, Donatas Zavackas wurde dieses Treiben jedoch allmählich zu bunt. Der Litauer übernahm nun für die Gastgeber und konterte den Lauf von Dorris mit neun Zählern in Folge um sich den Vorsprung (87:81) scheinbar mit schierem Willen zurück zu erobern. David Bell hatte mit einem erfolgreichen Dreier zwar die passende Antwort parat, Punkte von Bowler, Green und erneut Zavackas komplettierten wenig später allerdings einen 14-3 Lauf, der die Hausherren gut 100 Sekunden vor Schluss mit 92:84 in Front brachte. Hagen versuchte bis zum Ende durch taktische Fouls noch einmal ins Spiel zurück zu kommen, Ludwigsburg ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und blieb in den Schlusssekunden von der Freiwurflinie ohne Fehlversuch. Das letzte Highlight setzte dann Alex Harris mit dem 100. Punkt, der auf den Rängen regelrechte Jubelstürme auslöste und einen großartigen Schlusspunkt auf den Basketballabend in der Arena Ludwigsburg setzte. Durch den 100:92 Erfolg, sowie die Niederlagen von Oldenburg, Bremerhaven und Bonn hat sich das EnBW-Team in der Tabelle auf den achten Rang verbessert und steht nun kommendes Wochenende in Trier vor einem weiteren richtungsweisenden Spiel.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Ich wusste, dass Hagen der Gegner ist, der uns so überhaupt nicht liegt. Es war klar, dass wir Probleme bekommen würden wenn wir nicht mit 100%iger Intensität ins Spiel gehen und in der Verteidigung gut rotieren würden. Wichtig ist aber, dass wir erneut einen Weg gefunden haben das Spiel zu gewinnen und auch die zwischenzeitliche Frustration wegzustecken. Ich denke wir waren am Ende die etwas frischere Mannschaft und konnten unsere Intensität bis zum Schluss hoch halten. Jetzt haben wir nächste Woche in Trier das erste Playoff-Spiel.“

Headcoach Phoenix Hagen Ingo Freyer:
„Es ist schade heute als Verlierer vom Feld zu gehen, haben wir das Spiel doch nicht nur offen gestalten können, sondern wirklich gut gespielt und lange geführt. Am Ende haben dann ein paar wenige Entscheidungen das Spiel zugunsten der EnBW kippen lassen, es hat aber dennoch viel Spaß gemacht hier in Ludwigsburg und ich denke die Zuschauer haben ein schönes Spiel gesehen. Glückwunsch an Markus Jochum zu diesem Sieg.“

Die Viertel im Überblick: 23:29 25:24 19:14 33:25

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Zavackas (21, 6 Rebounds), Harris (19), Green (18, 6 Assists), Rickert (13), Bowler (13, 5 Rebounds), Bailey (9, 6 Rebounds, 5 Assists), McCray (5), Lischka (2), Vene (0), Bekteshi (n.e.), Koch (n.e.), Maier (n.e.).

Scorer Hagen:
Dorris (35, 6 Rebounds, 3 Steals), Bell (12), Pryor (10, 5 Steals), Kruel (9), Jonusas (9), Seward (7, 5 Rebounds), Terwilliger (5, 5 Rebounds), Schwarz (3), Spohr (2), Gentgen (n.e.), Wilkins (n.e.)
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