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BIG - Basketball in Deutschland
Ludwigsburg verspielt Big Point gegen Oldenburg

Ludwigsburg verspielt Big Point gegen Oldenburg

Nach der Niederlage in Bayreuth am vergangenen Wochenende hat die EnBW Ludwigsburg am Sonntagabend die nächste Großchance im Kampf um die Playoffs verstreichen lassen. Die Mannschaft von Head Coach Markus Jochum musste sich trotz mehrfacher zweistelliger Führungen in der Arena Ludwigsburg mit 89:96 (51:49) geschlagen geben und kassierte somit die erste Heimniederlage im Jahr 2011. Alle anderen direkten Konkurrenten sammelten derweil fleißig Punkte und verdrängten die Barockstädter am 29. Spieltag auf den neunten Tabellenplatz.
Er war von der ersten Sekunde an zu spüren, dieser absolute Wille zum Erfolg. Toby Bailey schnappte den Gästen den verlorenen Sprungball vor der Nase weg und zog mit unglaublicher Entschlossenheit zum Korb um bereits nach wenigen Sekunden die ersten Punkte ersten Ludwigsburger Punkte zu erzielen. Damit waren auch die Zuschauer prompt im Spiel und die Gelben Riesen starteten mit sechs Zählern in Serie furios in die Partie. Die Gastgeber sorgten mit ihrer Intensität bereits zu diesem frühen Zeitpunkt für großen Jubel von den Rängen, wobei sich Bailey weiterhin extra Applaus verdiente. Der mit 35 Jahren älteste EnBW-Spieler ging mit bestem Beispiel voran und zeigte sich für sieben der ersten neun Punkte zum 9:2 nach zwei Minuten verantwortlich. Nach einem Dunking von Aron Baynes und einem Dreier von Rickey Paulding kam Oldenburg zwar so langsam ins Spiel, die Hausherren blieben dank Alex Harris jedoch am Drücker, sodass Gästertrainer Predrag Krunic nach vier Minuten seine erste Auszeit nehmen musste. Anschließend drehte Ludwigsburg dann allerdings erst so richtig auf, begann doch nun die Show des Donatas Zavackas. Der litauische Power Forward markierte in teils spektakulärer Art und Weise acht Punkte in Serie um damit den 13-0 Lauf der Gäste zur 25:9 Führung Mitte des ersten Viertels zu komplettieren. Es waren die wohl besten ersten zehn Minuten der laufenden Saison und so ging es nach einem Dreier von Alex Harris mit einem sensationellen 34:17 Vorsprung in den zweiten Abschnitt.

Wie so oft im Basketball hatte jedoch auch diese frühe Führung nicht lange Bestand. Nachdem Rick Rickert und David McCray den Abstand in den Anfangsminuten des zweiten Viertels noch konstant hielten, kam Oldenburg langsam aber sicher ins Rollen und konnte durch Distanztreffer von Luka Bogdanovic, Mindaugas Lukauskis und Louis Campbell, sowie fünf Punkten von Nationalspieler Christopher McNaughton auf 46:40 verkürzen. Die Donnervögel waren in dieser Phase nun nicht mehr zu kontrollieren und so sorgte ein weiterer 8-0 Run zum Ende des ersten Durchgangs schließlich für den 51:48 Halbzeitstand, sodass der furiose Beginn in der Pause schon fast in Vergessenheit geraten war.

Das dritte Viertel begannen die Hausherren dann wieder so, wie sie es auch zu Beginn der Partie gemacht hatten. Mit großem Einsatz und viel Energie startete man einen 14-2 Zwischenspurt zum 65:51 nach vier Minuten und auch dieses Mal zeigte sich Routinier Toby Bailey mit sieben Zählern als treibende Kraft im EnBW-Team. Nach einer Auszeit der Gäste brachten fünf Punkte von Bankspieler Daniel Hain die Baskets jedoch wieder ins Spiel, ehe Luka Bogdanovic und Rickey Pauldung mit zwei Treffern von der Dreierlinie nachlegten und Oldenburg den Abschnitt mit einem 7-0 Lauf beendete um auf 72:68 zu verkürzen.

Nachdem die Jochum-Truppe bereits zum zweiten Mal eine deutliche Führung verspielt hatte, gewannen die Gäste mehr und mehr die Oberhand und gingen zu Beginn des Schlussviertels prompt mit 73:72 in Front. Es war die erste Führung im gesamten Spielverlauf und der Ludwigsburger Head Coach nahm sofort seine zweite Auszeit. Anschließend stoppten Rick Rickert und David McCray den 12-0 Run der Oldenburger und Toby Bailey besorgte sechs Minuten vor dem Ende per Dreier einen 81:78 Vorsprung. Es kündigte sich also wieder einmal ein Krimi an in der Arena Ludwigsburg. Dabei hatten die Gastgeber dank Punkten von Alex Harris und Jerry Green zunächst noch alle Trümpfe in der Hand, ehe ein Dunking von Aron Baynes und ein Dreier von Mindaugas Lukauskis die Baskets mit 87:85 in Führung brachten. Anschließend sorgte John Bowler von der Freiwurflinie für den Ausgleich, nach einem erfolgreicher Dreier von Luka Bogdanovic hatte Oldenburg jedoch wieder die besseren Karten. Eine Minute vor dem Ende antwortete erneut Bowler per „Korb mit Foul“, der Bonusfreiwurf verfehlte allerdings sein Ziel und so konnte Bogdanovic im darauffolgenden Angriff die 3-Punkte Führung der Gäste wiederherstellen. 39 Sekunden waren nun noch zu spielen und wie schon gegen Berlin und Bremerhaven übernahm auch dieses Mal wieder Kapitän Jerry Green Verantwortung. Der am heutigen Tag durch Foulprobleme etwas gehandicapte Aufbauspieler hielt mit seinem Versuch von der Dreierlinie den Ausgleich in den Händen, blieb letztendlich jedoch erfolglos, sodass Eddie Gill wenige Sekunden später von der Freiwurflinie für die Entscheidung zu Gunsten der Donnervögel sorgen konnte. Die 89:96 Niederlage war die erste im Jahr 2011 und beendet eine Serie von fünf Heimsiegen hintereinander. Im Kampf um die Playoff-Platzierungen war die Pleite ein herber Rückschlag für die Gelben Riesen, hat die direkte Konkurrenz am 29. Spieltag doch allesamt gewonnen um Ludwigsburg vorübergehend auf Platz 9 zu verdrängen.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Gratulation an Predrag und seine Mannschaft. Ich denke wir haben heute ein gutes Basketballspiel mit vielen tollen Aktionen gesehen. Wir sind mit einer sehr hohen Intensität ins Spiel gegangen, am Ende hat uns jedoch etwas die Kraft gefehlt. Oldenburg hat letztlich die wichtigen Würfe alle getroffen, deshalb mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Trotz der Niederlage gehe ich jetzt zuversichtlich in die kommenden Spiele.“

Headcoach EWE Baskets Oldenburg Predrag Krunic:
„Gratulation an meine Jungs. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und einen noch wichtigeren Sieg eingefahren. Wir haben schlecht angefangen und in Ludwigsburg zu gewinnen ist ohnehin nicht einfach, letztlich war der Sieg aber verdient. Wir haben einen starken Gegner besiegt, daher bin ich natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“

Die Viertel im Überblick: 34:17 17:32 21:19 17:28

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Harris (20), Bailey (17, 7 Rebounds, 3 Steals), Zavackas (16), McCray (11), Bowler (11), Rickert (10), Green (4, 7 Assists), Lischka (0), Vene (0), Bekteshi (n.e.), Koch (n.e.), Maier (n.e.)

Scorer Oldenburg:
Bogdanovic (23), Paulding (20), Lukauskis (18, 4 Steals), Baynes (8), Stevic (6, 6 Rebounds), Gill (6), Hain (5), Campbell (5), McNaughton (5), Smeulders (n.e.), Njei (n.e.)

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