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Ludwigsburg zittert sich gegen Bremerhaven zum Sieg

Ludwigsburg zittert sich gegen Bremerhaven zum Sieg

Die EnBW Ludwigsburg ist weiter auf Playoff-Kurs. Am Freitagabend feierten die Barockstädter einen denkbar knappen 74:70 (30:27) Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven und konnten damit den nächsten direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs in die Schranken weisen. In einer dramatischen Schlussphase war es letztlich Jerry Green überlassen 24 Sekunden vor dem Ende die entscheiden Punkte zu erzielen um die Gelben Riesen zum fünften Heimsieg in Serie zu führen. Topscorer der Mannschaft von Trainer Markus Jochum war Donatas Zavackas mit 19 Zählern.
Wie schon so oft in dieser Saison war es auch am Freitagabend wieder John Bowler überlassen die Gelben Riesen in der Anfangsphase auf Touren bringen und für einen guten Start der Hausherren zu sorgen. Dank sechs schnellen Punkten des EnBW-Centers führten die Barockstädter nach vier Minuten mit 8:2, während die Gäste aus Bremerhaven nur langsam auf Betriebstemperatur kamen. Nationalspieler Schwethelm verwarf seine ersten vier Versuche aus dem Feld, Topscorer Callahan saß zu Beginn nur auf der Bank und die Neuzugänge Brewer und Everett blieben wirkungslos, sodass Ludwigsburg im ersten Viertel die klar bessere Mannschaft war. Allerdings verpasste es die Mannschaft von Head Coach Markus Jochum den schwachen Start der Eisbären entscheidend zu nutzen, daher ging es lediglich mit einem knappen 15:10 Vorsprung aus den ersten zehn Minuten.

Diese Nachlässigkeit rächte sich im zweiten Viertel. Bremerhaven fand immer besser zu seinem Rhythmus und hatte in Callahan einen Spieler, der nun regelrecht heiß lief. Der Gäste-Forward erzielte in kürzester Zeit 15 Punkte und war fast im Alleingang für einen 13-0 Lauf der Nordlichter verantwortlich, der die Eisbären in der fünften Minute mit 27:19 in Führung brachte. Erst die Rückkehr von Bowler ließ Ludwigsburg zurück ins Spiel kommen. Der Publikumsliebling machte mit vier Punkten in Serie den Anfang zu einem 11-0 Zwischenspurt, sodass die Hausherren sich bis zur Halbzeitpause wieder mit 30:27 in Führung bringen konnten. Im Hinblick auf den schwachen Auftritt der Gäste, bei denen sich bis auf Callahan kein Spieler positiv hervortun konnte, ganz klar zu wenig für die Jochum-Truppe.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs führten die Hausherren ihren Lauf zunächst fort und markierten die ersten fünf Punkte des dritten Viertels, nach zwei Bowler-Punkten zum 37:29 drehten dann allerdings die beiden nachverpflichteten Everett und Brewer auf um den Eisbären nach sechs Minuten einen 42:39 Vorsprung zu besorgen. Zwei erfolgreiche Dreier von Zavackas und Green ließen die Führung zwischenzeitlich erneut wechseln, zu viele einfache Fehler und eine schwache Verteidigung verhinderten jedoch, dass Ludwigsburg diesen Vorsprung mit ins Schlussviertel nehmen konnte. Stattdessen lag man zu Beginn der letzten zehn Minuten mit 55:51 in Rückstand.

Im letzten Abschnitt hielt Bremerhaven die Hausherren dann zunächst auf Abstand, ehe sechs Punkte von Craig Callahan die Eisbären bis auf 64:55 enteilen ließen. Gut fünf Minuten vor dem Ende war jedoch noch lange nichts entschieden in der Arena Ludwigsburg und so hauchte Toby Bailey den Gelben Riesen mit einem Treffer von der Dreierlinie neues Leben ein. Anschließend übernahm Kapitän Jerry Green Verantwortung und verkürzte auf 68:65, sodass sich einmal mehr eine spannende Schlussphase anbahnte. Donatas Zavackas wurde anschließend dreimal an die Linie geschickt und markierte mit fünf Treffern bei sechs Versuchen den 70:70 Ausgleich eine Minute vor dem Ende. Keinen der 2.850 Zuschauer in der Arena Ludwigsburg hielt nun noch auf seinen Sitzen. Unter tosend lauten „Defense Defense“-Rufen der EnBW-Fans vergab Craig Callahan schließlich für die Eisbären, ehe Jerry Green das Heft in die Hand nahm und in seiner unnachahmlichen Art zum Korb zog um die viel umjubelten Punkte zum 72:70 zu erzielen. Bremerhaven blieben noch genau 24 Sekunden um noch einmal zu antworten, gegen eine wachsame Ludwigsburger Verteidigung kamen die Gäste jedoch zu keinem kontrollierten Wurf mehr und so konnte Toby Bailey schlussendlich mit zwei Treffern von der Freiwurflinie für den Endstand sorgen. Der wichtige 74:70 Sieg gegen einen direkten Konkurrenten wurde anschließend ausgelassen bejubelt, steht man mit dem Erfolg über die Eisbären nach 27 Spieltagen doch auf Platz 7.

Headcoach EnBW Ludwigsburg Markus Jochum:
„Das Spiel hatte heute mehr als nur einen Hauch an Playoff-Charakter, das war an der Intensität deutlich zu spüren. Bremerhaven hat sehr gut verteidigt und wir sind nur schwer in unsere Plays gekommen. Am wichtigsten war aber, dass wir immer in Kontakt geblieben und nie in größeren Rückstand geraten sind. Am Ende hat es Jerry in die Hand genommen und auch Donatas hat wichtige Punkte erzielt. Wir hatten letztlich die besseren Nerven und auch das entscheidende Quäntchen Glück.“

Headcoach Eisbären Bremerhaven Douglas Spradley:
„Glückwunsch an Markus Jochum und sein Team, Ludwigsburg war am Ende die schlauere Mannschaft. Natürlich hätten wir bei der letzten Aktion gerne den Foulpfiff gehabt aber wir hätten das Spiel schon früher zu unseren Gunsten entscheiden müssen. Am Ende haben wir leider etwas die Nerven verloren.“

Die Viertel im Überblick: 15:10 15:17 21:28 23:15

Statistik:
Scorer Ludwigsburg:
Zavackas (19, 9 Rebounds), Bowler (17, 8 Rebounds), Green (15), Bailey (9, 10 Rebounds, 3 Steals), Harris (8, 4 Assists), McCray (2), Lischka (2), Rickert (2), Bekteshi (n.e.), Maier (n.e.)

Scorer Bremerhaven:
Callahan (27, 7 Rebounds), Brewer (11, 5 Rebounds), Everett (6, 8 Rebounds, 4 Assists), Drevo (5), Allen (5), Schwethelm (5), Denison (5, 4 Assists), Brazelton (4), Shtein (2), Pfeil (n.e.), Pluskota (n.e.)

Am Sonntag zu Gast in Bayreuth

Nach dem Sieg gegen Bremerhaven bleibt für die Gelben Riesen kaum Zeit zu verschnaufen, steht am Sonntag doch schon die nächste Aufgabe in Bayreuth auf dem Programm. Die Wagnerstädter mussten am Freitag eine deutliche 55:83 Niederlage in Bonn einstecken und stehen mit nur sechs Saisonsiegen auf dem 17. Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Andreas Wagner benötigt am Sonntag also dringend ein Erfolgserlebnis um im Kampf gegen den Abstieg nicht völlig den Anschluss zu verlieren, nachdem man nur zwei der letzten elf Spiele für sich entscheiden konnte. Angeführt werden die Oberfranken von den Big Men Jared Reiner (13,7) und Ekene Ibekwe (11,7), während Danny Gibson (11,3) Marcus Ginyard (11,2), Pete Campbell (9,4), Jaivon Harris (7,0) und Drew Neitzel (6,9), für Gefahr von außen sorgen. Vor zwei Wochen besiegte der BBC in heimischer Halle die TBB Trier mit 84:71, Ludwigsburg ist also gewarnt und wird am Sonntag hoch konzentriert in die Partie gehen. Spielbeginn in der Oberfrankenhalle ist um 17.00 Uhr.

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