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Milde Gaben oder Schrottwichteln: Hagens Weihnachtsspiel steigt in Ludwigsburg

Milde Gaben oder Schrottwichteln: Hagens Weihnachtsspiel steigt in Ludwigsburg

Der Spielplan der Beko BBL kennt nur wenig Erbarmen. Drei Partien stehen zwischen dem 22. Dezember und dem 2. Januar an. Erster Konkurrent für Phoenix Hagen ist die EnBW Ludwigsburg. Sprungball in der Arena Ludwigsburg ist am Donnerstag um 20 Uhr.
Glücklich ist der Saison für die ambitionierten Baden-Württemberger bisher nicht verlaufen. Acht der zwölf Spiele gingen verloren. In eigener Halle gab es zuletzt drei Herzschlag-Pleiten (69:70 gegen Braunschweig, 76:77 gegen Ulm, 83:84 gegen Bonn). Zu allem Überfluss kündigte jetzt auch noch Hauptsponsor EnBW nach zehn Jahren sein Ausscheiden zum Saisonende an. Trainer Markus Jochum: „Wir haben nicht viel Zeit, das alles zu verarbeiten.“ Das nächste Spiel gegen Hagen wartet nämlich schon, und dessen Bedeutung ist groß: Beide Mannschaft liegen auf Augenhöhe.

Der Schlüssel zum Erfolg ist für Ludwigsburg die Defensive. Bei den vier Siegen ließen sie nur knapp 67 Punkte im Durchschnitt zu. Mit Donatas Zavackas (13,3 Punkte, 5,3 Rebounds) und John Bowler (11,2 Punkte, 5,3
Rebounds) stehen zwei starke Innenspieler zur Verfügung, die Unterstützung von ihrem Centerkollegen Kurt Looby erhalten. Zu den Leistungsträgern gehören weiterhin A2-Nationalspieler Johannes Lischka (10,5 Punkte) und Alex Harris (10,6 Punkte).

Zwei Personalien auf den kleinen Positionen sind für Phoenix besonders interessant. Da wäre zunächst einmal Aufbauspieler Jerry Green. Der US-Guard verpasste die letzten drei Spiele mit einer Sprunggelenksverletzung, saß gegen Bonn aber schon wieder auf der Bank und nahm zumindest am Aufwärmprogramm teil. Und dann ist da natürlich noch „Mr. Fantastic“ Mark Dorris. Der Ex-Hagener kommt bisher auf 9,4 Punkte und 3,2 Assists. Er sieht die Situation in seinem neuen Team gespalten: „Wir haben großes Talent. Aber dies als Mannschaft zu nutzen, ist der schwerste und wichtigste Teil. Daran müssen wir arbeiten. Ich habe bisher nicht so gut gespielt. Aber ich weiß, dass meine harte Arbeit sich noch auszahlen wird.“ Gemischt sind die Gefühle auch vor dem Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen: „Es wird merkwürdig sein, gegen Jungs wie Zygimantas Jonusas, Bernd Kruel oder Edward Seward zu spielen.“

„Durchatmen“ ist derweil bei Phoenix Hagen angesagt. Der 73:70-Erfolg gegen Würzburg am Sonntag war gleichermaßen überraschend wie überlebenswichtig. Als Hypothek bleibt allerdings der vorletzte Tabellenplatz. Gesucht wird weiterhin ein Aufbauspieler, außerdem verpasste Brandon Brooks aufgrund von Problemen mit der Achillessehne das Spiel gegen Würzburg. Dafür gab Edward Seward ein verheißungsvolles Comeback.

Der 14. Tabellenplatz der Ludwigsburger überrascht Phoenix-Coach Ingo Freyer ziemlich: „Es wundert mich, dass wir auf Augenhöhe sind. Die Mannschaft ist sehr routiniert, die wenigste Erfahrung hat noch Mark Dorris. Sie sind gut in die Saison gestartet und hatten zuletzt Probleme. Woran das liegt, kann ich nicht sagen.“ Für Donnerstag will er daraus nicht zu viel ableiten: „Wir werden sehen, wie die Reaktion der Ludwigsburger Mannschaft auf die Situation ausfällt.“

T.J. Carter, Matchwinner gegen Würzburg, hat nach dem vierten Saisonsieg jedenfalls neuen Mut geschöpft: „Wir haben einen tollen Erfolg gegen eine gute Würzburger Mannschaft im Rücken und haben jetzt natürlich ein besseres Gefühl. Wir sind aber lange noch nicht da, wo wir hin wollen. Ludwigsburg wird ein weiterer Test für uns und ich erwarte, dass wir dort schnell und mit viel Energie spielen - und vor allem qualitativ hochwertigen Basketball bieten, der in der Defensive beginnt.“

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