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Mit Charakter und Herz zum Sieg

Mit Charakter und Herz zum Sieg

Beim zweiten Playoff-Halbfinale zwischen ALBA BERLIN und den DEUTSCHE BANK SKYLINERS ging es richtig zur Sache. Das hat man vor allem an den harten Fouls von Frankfurts DaShaun Wood gesehen.
1306225310/img_Ademola_Okulaja_Beko_BBL.jpgEin hartes Spiel an sich ist für mich kein Problem. Aber man muss aufpassen, dass man immer noch zwischen hartem und dreckigem Spiel unterscheidet - für diese Aufgabe haben wir die Schiedsrichter.

image_1288779294890.png.

ALBA überraschte im letzten Viertel des Spiels, nur leider nicht positiv. Ich kann es mir nicht erklären, warum die Mannschaft in den letzten neun Minuten keinen Punkt mehr gemacht hat. Von spannenden Partien sind wir ja ausgegangen, aber der Verlauf dieser Partie war für alle Beteiligten überraschend.

Das Spiel wird jetzt in Berlin sicherlich analysiert werden. Ein negativer 22:5-Lauf im letzten Viertel, wobei vier Punkte noch in der letzten Minute gemacht wurden – so etwas darf nicht passieren. Sie müssen sich fragen, warum sie in den letzten neun Minuten nicht gescored haben. Aber darüber muss sich Muli Katzurin den Kopf zerbrechen.

ALBAs Niederlage war aber nicht allein selbst verschuldet. Frankfurt hat eine exzellente Teamleistung gebracht und es damit den Berlinern nicht leicht gemacht. Die Mannschaft hat Charakter und Herz gezeigt, wie schon das ganze Jahr.

Sie haben das gesamte Spiel über nie an sich gezweifelt und wirklich 40 Minuten lang gekämpft - auch als alle schon gedacht haben, dass Spiel sei gelaufen. Und das hat sich ausgezahlt. Frankfurt hat geackert und so auch verdient am Ende gewonnen.

In der dritten Begegnung dürfen wir uns sicher wieder auf ein spannendes Spiel einstellen. Ich freue mich schon darauf. Es ist eine tolle Sache, wenn die Playoff-Spiele nicht von einer Mannschaft mit 20 Punkten Vorsprung gewonnen werden.

Je knapper die Entscheidungen sind, vielleicht sogar mit Verlängerung, desto besser ist es für uns als Zuschauer.

Euer
Ademola Okulaja

Ademola Okulaja war 13 Jahre eine feste Größe der deutschen Nationalmannschaft. Der Forward nahm an fünf Europa- und zwei Weltmeisterschaften teil, holte 2002 WM-Bronze in den USA. In der Liga spielte er für ALBA Berlin - wo er den Korac Cup 1995 und die Meisterschaft 2000 holte -, in Köln und zuletzt in Bamberg. 2010 erklärte er seine Karriere für beendet. Nun begleitet er für SPORT1 das Geschehen in der Beko BBL als TV-Experte und Kolumnist.
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