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Mit Händen und Füßen gegen Bamberg gewehrt

Mit Händen und Füßen gegen Bamberg gewehrt

Die Enttäuschung darüber, dem derzeit besten Team Deutschlands unterlegen zu sein, wich rasch einer realistischen Einschätzung der eigenen Leistung. "Bamberg hatte das Spiel zu jeder Zeit im Griff. Trotz dem bin ich stolz auf den Kampfgeist, den meine Mannschaft gezeigt hat", so Head Coach Mike Taylor. Wenngleich die Ulmer gegen den amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger - der in dieser Beko BBL-Saison bisher erst einmal verloren hatte - letztlich unterlagen, zollte Gästecoach Chris Fleming der Heimmannschaft seinen Respekt. "Ulm spielt derzeit auf einem hohen Niveau, was sicher damit zusammenhängt, dass Mike seinen jungen Spielern sehr viel Vertrauen gegeben hat", sagte der Meistercoach.
Und die Ulmer begannen das Duell der ungleichen Gegner tatsächlich ohne zu zögern. Ein Abtasten gab es nicht, denn die ersten 10 Minuten begannen in Höchstgeschwindigkeit. Dabei gehörten die ersten Szenen ganz klar Big John, der zunächst Nationalspieler Tibor Pleiß austanzte (2:0), um dann John Goldsberrys Wurfversuch brachial in die zweite Reihe zu blocken. Bis zur 6. Minute konnten die Ulmer (10:13) das Spiel ausgeglichen gestalten, ehe Pedrag Suput und Kyle Hines ihr Team mit einer Serie von Punkten zur Viertelpause mit 14:23 in Front warfen.

Der Beginn des zweiten Viertels gehörte dann erneut den Ulmern. Nach zwei Dreiern (Humphrey, Benzing) brachte Travis Walton ratiopharm Ulm in der 13. Minute bis auf 22:23 heran, ehe Humphrey mit seinem zweiten Dreier ausglich (25:25). Nun zeigte Rocky Trice sein ganzes Können. Beispiel gefällig: Erst angelte er sich einen Rebound, den er in der Offensive zum 30:32 ablegte, bevor er auf der anderen Seite des Feldes Anton Gavels Wurf abräumte. Doch zum Feiern blieb keine Zeit, denn die Gäste sprinteten - dank zweier Dreier von Casey Jacobson - bis zur 18. Minute auf 31:40 davon. Bis zur Halbzeit betrug der Rückstand gar 34:48. Allerdings war es nicht allein die Bamberger Offensive, die mit einem 10:0-Lauf entscheidend war - auch die Verteidigung der Franken war exzellent und gestattete den Ulmer zur Halbzeit lediglich eine Trefferquote von 38 Prozent.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Bamberger dann jene Klasse aus, dank derer sie in der EuroLeague europäische Topteams wie Olympiakos Piräus besiegten. Das 40:60 (25) war ein Beleg dafür. Wenngleich die Roten in der 26. Minute bereits ihren 9. Dreier versenkten (14 Versuche), steckten die Gastgeber zu keiner Sekunde auf: Sie reboundeten, kämpften und verdienten sich wie Per Günther in der 27. Minute ihre Punkte von der Freiwurflinie (48:63). Die 3.000 Zuschauer belohnten den Kampfgeist mit "Steht auf, wenn ihr Ulmer seid"-Sprechchören. Und die Unterstützung zeigte Wirkung: Mit drei Freiwürfen erzielte Benzing das 53:63 (29.).

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts wurde jeder Bamberger Pass attackiert, kein Ball verloren gegeben und die letzten Kraftreserven mobilisiert. Und die Ulmer belohnten sich selbst für ihre harte Arbeit: Sebastian Betz legte in der 32. Minute zum 59:66 ab. In den folgenden Minuten zeigte sich allerdings, dass die Aufholjagt "Körner" gekostet hatte. Die sich zwangsläufig ergebenden Fehler nützte Bamberg radikal aus und zog vorentscheidend auf 59: 74 (34.) davon.

Doch neben den anerkennenden Worten von Chris Fleming gab es nach Spielende noch einen weiteren Grund zur Freude: Paride Foddis überreichte einen Scheck über 5.000 Euro, den er bei einem Sieg über Bamberger der Ulmer Nachwuchsabteilung in Aussicht gestellt hatte, dennoch an Dr. Thomas Stoll. "Wir sind Herrn Foddis sehr dankbar, dass er mit seiner mutigen Wette vor dem Spiel gegen Bamberg für noch mehr Spannung gesorgt hat", so Stoll. "Dass er nun trotz der Niederlage die 5.000 Euro an den Ulmer Nachwuchs spendet, ist sensationell und findet hoffentlich viele Nachahmer", so der Ulmer Manager.

Für Ulm spielten
Günther (12), Betz (8), Walton (4), Sonderleiter (4), M. Wenzl, Benzing (11, 4 Assists), Humphrey (9), Trice (10, 8 Rebounds), Collins (6), Bryant (5, 9 Rebounds).

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