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Mit Niederlage ins neue Jahr gestartet

Mit Niederlage ins neue Jahr gestartet

Die Negativserie der LTi GIESSEN 46ers ist auch im noch frischen neuen Jahr nicht gerissen. Die 76:92 (18:19/34:43/59:65)-Heimschlappe gegen Phoenix Hagen war für die Mittelhessen die zehnte Niederlage in Folge. Vor 3460 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost lieferten die LTi 46ers im letzten Hinrundenspiel abermals eine schwache Verteidigungsleistung ab.
Geschäftsführung und Gesellschafter der LTi 46ers werden sich nun mit dem Trainerteam zusammen setzen, um die Entwicklung der Mannschaft in der ersten Saisonhälfte zu analysieren.

Die Truppe von Cheftrainer Vladimir Bogojevic gab am Sonntagnachmittag in der Anfangsphase der Partie den Ton an. Die LTi 46ers waren darauf bedacht, den gegnerischen Korb zu attackieren und die eigene lange Garde in Szene zu setzen – und hatten damit zunächst Erfolg. Nach sechs Minuten führten die Gastgeber mit 14:8, Power Forward Zachery Peacock hatte bis dahin bereits zehn seiner am Ende 27 Punkte gesammelt.

Der Gast aus Hagen, der seine letzten sieben Beko BBL-Spiele verloren hatte, fand jedoch die richtige Antwort. Die Hagener Verteidigung stellte sich in der Folge besser auf die Angriffsbemühungen der Gastgeber ein, die in der Endphase des ersten Viertels auf die schiefe Bahn gerieten. Phoenix-Guard David Bell sowie Forward Jacob Burtschi mit jeweils drei erfolgreichen Dreipunktewürfen in Halbzeit eins waren die Hauptverantwortlichen dafür, dass Hagen in der zehnten Minute erstmals in Führung lag (17:16) und diesen Vorsprung über die Stationen 25:22 (14.) und 35:26 (16.) auf 13 Punkte Differenz (43:30/19.) ausbaute.

Bis zur Pause verkürzte das Gießener Team auf 34:43. Abgesehen von ein, zwei Situationen hatten die LTi 46ers bis dahin zwar die Vorgabe erfüllt, den Defensivrebound zu kontrollieren und auch Zach Peacock (18 Punkte in Hälfte eins) hatte unter dem Hagener Brett immer wieder für Wirbel sorgen können, doch bedenklich stimmte die Tatsache, dass der Gegner auf Kurs in Richtung einer Endpunktzahl von mehr als 80 Punkten steuerte.

Der Start ins dritte Viertel machte nur wenig Hoffnung. Zu einfach kamen die Volmestädter phasenweise zu ihren Punkten, nach einem Drei-Punkte-Spiel von Phoenix-Center Bernd Kruel, der nach einem Hagener Einwurf von der Gießener Grundlinie alleine gelassen worden war, stand es aus Gießener Sicht 42:53 (24.). Die Hausherren mochten zwar nicht aufstecken, suchten weiterhin ihre langen Kerls und kämpften sich bis auf fünf Punkte (52:57/28.) und dann sogar bis auf vier Punkte (59:63/30.) an Hagen heran.

Der geringer gewordene Punkteabstand und der Umstand, dass die Gießener Fans in dieser Phase lautstark hinter ihrem Team standen, störte die Mannschaft von Coach Ingo Freyer bei ihrem Tun jedoch nur kurzzeitig. Innerhalb von vier Minuten verschlechterte sich die Ausgangslage der LTi 46ers nachhaltig, der Rückstand war in der 34. Minute nach einem weiteren Dreier von Burtschi wieder auf 13 Zähler angewachsen (62:75). Wenig später traf David Bell sogar aus achteinhalb Metern zum 66:79 (36.). Bis zur Schluss-Sirene schafften es die 46ers nicht, diesen Rückstand geringer werden zu lassen.

Über das gesamte Spiel hinweg traf das Gießener Team 34 seiner 61 Zweipunkteversuche, so viele wie noch nie zuvor in dieser Saison. Elvir Ovcina schrammte mit 16 Punkten, 14 Rebounds und 9 Assists nur knapp an einem seltenen Triple Double vorbei. Dafür fand kein Dreier der Hausherren (bei allerdings auch nur sechs Versuchen) den Weg in den Gästekorb. Die Gäste brachten 62 Prozent ihrer Zweierversuche im Korb unter, zudem standen für Phoenix am Ende auch wesentlich mehr Freiwurfversuche als für das Gießener Team zu Buche (Hagen 22, davon 17 getroffen; Gießen 9, davon 8 getroffen).

Für Coach "Vladi" Bgojevic die entscheidenden Faktoren für die Niederlage. „Die Dreier von Hagen waren ganz sicher nicht entscheidend. Elf Dreier sind zwar jede Menge, aber statistisch gesehen hat Hagen von der Dreierlinie genau das getroffen, was wir erwartet haben. Das, was uns auf jeden Fall weh getan hat, sind die 62 Prozent, die Hagen aus dem Zweierbereich getroffen hat. Das war der Knackpunkt, dass fast jede Penetration durch die Zone auch zum Korb ging und zum Ende hin auch einige Dinger mit Foul rein fielen. Das ist dann, zusammen mit den elf Dreiern, die Hagen getroffen hat, tödlich. Man sieht auch an der Freiwurfstatistik, dass Hagen viel aggressiver zum Korb gegangen ist, obwohl das unsere Devise war. Wir haben es in den Phasen, in denen Zack (Peacock) den Ball bekommen hat, gut gemacht, gerade am Anfang des Spiels, aber eben nicht über die 40 Minuten.“

Gefragt dazu, wie es jetzt weitergeht und ob Rücktritt für ihn ein Thema wäre, antwortete Bogojevic: „Die Hinrunde ist jetzt vorbei, ich bin ganz sicher, dass wir einige Dinge analysieren müssen. Zurückzutreten wäre wie aufzugeben. Und ich gebe nicht auf. Ich habe mich mit dem Gedanken auseinander gesetzt, aber das wäre gegen alles, woran ich glaube.“

Hagens Coach Ingo Freyer sagte: „Ich bin froh darüber, dass wir ein wichtiges Spiel gewonnen haben und über die Art und Weise, wie wir hier aufgetreten sind. Wir waren über die gesamten 40 Minuten konzentriert. Ganz wichtig war, dass wir Gießen auf null von sechs Dreiern gehalten haben. Wir wissen, wie gut Smith und Chase (Griffin) Dreier treffen können. Heute haben wir draußen alles zu gemacht. Da stört es dann auch nicht, dass Peacock unter dem Korb 27 Punkte macht.“
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