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Mit Rückenwind zur Revanche nach Hagen

Mit Rückenwind zur Revanche nach Hagen

Es war der 02. Oktober des letzten Jahres. Die WALTER Tigers Tübingen starteten mit einem Heimspiel gegen Phoenix Hagen in die Beko BBL-Saison 2010/2011 und die Tübinger Mannschaft sowie deren Anhänger erwarteten einen Auftakterfolg im heimischen Dschungel in der siebten aufeinander folgende Spielzeit im deutschen Basketball-Oberhaus. Doch weit gefehlt.
Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen bestätigten ihre guten Ergebnisse aus der Vorbereitung und sorgten für ein böses Erwachen auf Tübinger Seite. Mit schnellem Teambasketball setzte die Mannschaft von Phoenix-Trainer Ingo Freyer den - an diesem Tag - zahnlosen Raubkatzen immens zu und gewann ihr Auftaktspiel in der Fremde völlig verdient mit 89:76. Gleich sechs Spieler der Hagener konnten zweistellig punkten und waren somit hauptverantwortlich für den Sieg in der Neckarstadt. Am kommenden Sonntag (09.01. - 17 Uhr - Enervie-Arena) haben die Mannen von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic nun die Möglichkeit, sich für diese Auftaktpleite zu revanchieren.

Bis zum Jahresende musste man sich um die Schwaben noch größere Sorgen machen. Nach einem schlimmen Dezember (fünf Niederlagen in sechs Spielen) rutschten die Perovic-Schützlinge immer weiter in Richtung Tabellenkeller. Fünf Siege standen zehn Niederlagen gegenüber und die Spiele zum Jahresauftakt gegen ALBA BERLIN und die Telekom Baskets Bonn stellten gewaltige Brocken dar und versprachen nichts Gutes. Doch die Neckarstädter konnten sich gegen beide Favoriten durchsetzen und zeigten ordentlichen Teambasketball. An die zuletzt gezeigten Leistungen wollen die Tübinger nun auch in Hagen anknüpfen, nachlegen und eine kleine Serie starten.

Jacob Burtschi: Von der US Air Force nach Hagen

Doch dieses Unterfangen dürfte nicht leicht werden, denn der Gastgeber ist das offensivstärkste Team in der Beko BBL. Durchschnittlich 84,7 Punkte bedeuten Rang eins vor Tabellenführer Brose Baskets Bamberg (80,4) sowie den beiden Drittplatzierten ratiopharm Ulm und Artland Dragons (79,8). Jedoch bekommen die Hagener auch die meisten Punkte (84,1) und sind das schwächste Defense-Team der Liga. Nach einem guten Saisonstart mit vier Siegen aus den ersten sechs Begegnungen rutschte die Freyer-Truppe zuletzt jedoch deutlich ab. In sieben der letzten acht Spiele verließ man als Verlierer das Spielfeld. Am vergangenen Sonntag gelang mit einem souveränen 92:76 Auswärtserfolg bei den LTi Gießen 46ers der lang erhoffte Befreiungsschlag. Bester Werfer war dabei der US-Amerikaner David Bell mit 25 Punkten. Der 29-Jährige ist mit 14,3 Punkten auch Topscorer des kommenden Tigers-Gegners. Ebenso gut, nämlich zweistellig punkten Jacob Burtschi (14,2), Mark Dorris (13,7), Quentin Pryor (12,7) und Zygimantas Jonusas (11,7). Jener Burtschi hat zudem eine hochinteressante Vita vorzuweisen. Nachdem ihm 2007 der Sprung in die NBA versagt geblieben war, ging er zur US Air Force. Im letzten Jahr hatte der 26-jährige Power Forward die Möglichkeit, wieder professionell Basketball zu spielen und entschied sich für den Wechsel nach Hagen. Und dieser Schritt hat sich für Burtschi gelohnt. Der US-Amerikaner ist wohl der gefährlichste Akteur des unmittelbaren Tabellennachbarn der Schwaben. Mit einer Erfolgsquote von 49,4% ist er brandgefährlich jenseits der 6,75 Meter Linie und packt sich zudem noch gute 6,1 Rebounds. Damit ist er bester Rebounder im Team. Ergänzt wird die Mannschaft von Center Bernd Kruel und Andreas Büchert. Edward Seward fällt verletzungsbedingt noch länger aus.

Die Tübinger stehen also erneut vor einer hart zu knackenden Nuss. Dies sieht auch Perovic so: "Wir haben am eigenen Leib erfahren, wie gut Hagen spielen kann. Wir müssen ihre Schlüsselspieler Burtschi, Bell, Dorris und Pryor in den Griff bekommen, dann haben wir eine Chance erfolgreich zu sein. Sie werfen gut von außen und spielen sehr schnell. Wichtig ist auch, dass wir ihre „transition offense“ stoppen können", so der Tübinger Cheftrainer einen Tag vor der Abfahrt nach Hagen. Trotz der schwierigen Aufgabe reisen die Schwaben einerseits personell in Bestbesetzung und andererseits mit viel neuem Selbstvertrauen nach Hagen.

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