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Mit Ruhe und Übersicht zum Aufsteiger

Mit Ruhe und Übersicht zum Aufsteiger

Am 6. Spieltag der Saison 2011/2012 in der Beko Basketball Bundesliga treten die Telekom Baskets Bonn auswärts beim letztjährigen ProA-Zweiten aus Würzburg an. Die s.Oliver Baskets haben mit dem Schritt in die 1. Liga eine bemerkenswerte Reise abgeschlossen, die sie binnen kürzester Zeit aus den Niederrungen der Regionalliga zurück auf die deutsche Basketballlandkarte beförderte. Wenn die bis dato ungeschlagenen Rheinländer im Frankenland antreten, treffen sie mit dem Ex-Bonner Alex King zudem auf einen alten Bekannten.
Der variable Flügelspieler stand in den vergangenen drei Spielzeiten im Baskets-Dress auf dem Erstliga-Parkett, ehe er im Sommer nach Würzburg wechselte. Allerdings ist King nicht das einzig bekannte Gesicht, das den Kader der Gastgeber prägt. An der Spitze konnte sich der Aufsteiger in John Patrick die Dienste des zweifachen „Coach of the Year“ sichern. Der Amerikaner hatte bereits in Göttingen bewiesen, dass er mit unkonventionellem Spielstil nicht nur zu überraschen, sondern vor allem zu gewinnen weiß. Ähnlich geht es dieser Tage in Würzburg zu, wobei der gute Start in die Saison - die Franken gewannen drei von fünf Partien - hauptsächlich auf einer aggressiven und kompromisslosen Verteidigung basiert.

Würzburg lässt im Schnitt magere 68,0 gegnerische Punkte pro Spiel zu - nur Doppel-Meister Bamberg (61,8) verteidigt besser. Mit durchschnittlich 11,6 abgegriffenen Offensiv-Rebounds werden dem jeweiligen Kontrahenten zudem wertvolle Ballbesitze weggenommen, was Patricks Mannen vollends in die Karten spielt.

Auf dem Papier mag Würzburg zwar ein Aufsteiger sein, durch geschickte Personalplanung haben sich die s.Oliver Baskets jedoch bestens gerüstet, um den Klassenerhalt - und vielleicht auch noch mehr - in Angriff zu nehmen. Neben Alex King konnten mit Ben Jacobson (10,0 PpS, 3,2 ApS), Jason Boone (9,0 PpS) und John Little drei Akteure verpflichtet werden, die über Bundesliga-Erfahrung verfügen und bereits mit Coach Patrick zusammen gearbeitet haben.

Voll eingeschlagenen haben auch die beiden Guards Chris Kramer (12,8 PpS) und Ricky Harris (13,0 PpS). Letzterer spielte bis 2009 gemeinsam mit Tony Gaffney bei UMass (NCAA) als „Minuteman“ zusammen, nachdem der Bonner Forward 2006 vom Boston College gewechselt war.

Die letzten drei Begegnungen der s.Oliver Baskets:
Artland Dragons - s.Oliver Baskets 87:74
s.Oliver Baskets - BBC Bayreuth 76:46
FRAPORT SKYLINERS - s.Oliver Baskets 80:78

Nach einem idealen Saisonstart mit fünf Siegen aus fünf Spielen reisen die Telekom Baskets Bonn mit breiter Brust gen Würzburg. Allerdings weiß die Truppe von Trainer Michael Koch, dass der Aufsteiger umso mehr in die Waagschale werfen wird, um den aktuellen Tabellenführer zu stürzen. Ausruhen können sie die Rheinländer also nicht, wie auch Simonas Serapinas trotz der weißen Weste bekundet. „Es gibt viele Dinge, die wir noch verbessern müssen - offensiv wie defensiv“, berichtet der Litauer. „Das bedeutet, dass wir in jedem Training hart arbeiten müssen, um uns auf Würzburg vorzubereiten und fokussiert in die Begegnung gehen.“ Besonders die ersten Minuten des Spiels stehen auch bei Michael Koch ganz weit oben auf der Agenda. „Würzburg ist unheimlich heimstark, das hat sich schon letztes Jahr in der ProA gezeigt, hat eine volle Halle im Rücken und gibt von Beginn an Gas“, weiß der Bonner Cheftrainer. „Da müssen wir die Ruhe bewahren und dürfen uns nicht dazu verleiten lassen, unbedingt das hohe Tempo mitzugehen.“

Der Schlüssel wird einmal mehr das mannschaftsdienliche Spiel Bonns sein, das bis dato hervorragend funktioniert hat. In den ersten fünf Saisonspielen ging 59,5 Prozent aller Baskets-Treffer aus dem Feld ein Assist voraus. „Wichtig ist, dass wir uns gegen den defensiven Druck keine Ballverluste leisten und die Verteidigung durch schnelle Pässe viel bewegen“, blickt Koch voraus. „Nur, wenn wir uns so freie Würfe erarbeiten, können wir das Würzburger System aushebeln.“

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