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Muli Katzurin ist neuer Cheftrainer der Albatrosse

Muli Katzurin ist neuer Cheftrainer der Albatrosse

ALBA BERLIN hat einen Nachfolger für den beurlaubten Luka Pavicevic für den Cheftrainerposten verpflichtet: Der Israeli Muli Katzurin (56) ist ab sofort der neue Head Coach der Albatrosse. Katzurin, der für ALBA seinen Job als Sportdirektor des israelischen Basketballverbandes kündigte, erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Er ist bereits heute aus Tel Aviv nach Berlin gereist und wird heute Abend das erste Training mit der Mannschaft leiten. Sein Debüt an der Seitenlinie gibt er am Donnerstag beim Eurocup-Heimspiel gegen Panellinios Athen (27.1., 20 Uhr, o2 World).
ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi: "Mit Muli Katzurin konnten wir in kurzer Zeit unseren Wunschkandidaten verpflichten. Jetzt gilt es, sich schnellstmöglich neu auszurichten und zu attackieren, mit dem Ziel, das Beste aus unseren Möglichkeiten herauszuholen."

Muli Katzurin: "Ich freue mich sehr auf Berlin und meine Aufgabe bei ALBA. Ich verfolge den Verein seit vielen Jahren, ALBA ist eine der führenden Organisationen in Basketball-Europa. Es ist eine große Herausforderung für mich, den Club zum Erfolg zu führen."

Vita Muli Katzurin
Der am 30. November 1954 in Tel Aviv geborene Muli Katzurin schlug schon in jungen Jahren als Assistenztrainer von Hapoel Tel Aviv (1978/79), Maccabi Ramat Gan (1979 – 1981) und Beitar Tel Aviv (1981/82) die Trainerlaufbahn ein. 1982 trat er bei Maccabi South Tel Aviv, einem Kooperationspartner von Maccabi Tel Aviv, im Alter von 27 Jahren sein erstes Engagement als Cheftrainer an, zwei Jahre später debütierte er mit Maccabi Ramat Gan in der ersten israelischen Liga. Seine größten Erfolge in Israel feierte er 1994 und 1995 als Head Coach von Maccabi Tel Aviv mit dem zweifachen „Double“. Star seines Meisterteams 1994 war dabei kein Geringerer als die spätere ALBA-Legende Wendell Alexis. 1999 trat der inzwischen auch zum israelischen Nationaltrainer ernannte Muli Katzurin (in seine Amtszeit fielen zwei neunte EM-Plätze und Platz 7 bei der EM 2003) in Polen bei Slask Wroclaw sein erstes Traineramt im Ausland an. Mit dem damaligen polnischen Meister traf er im Herbst 2003 auch zum ersten Mal in der Europaliga auf ALBA, was für die Albatrosse zu einer sehr schmerzvollen Angelegenheit wurde: Weder fand die Berliner eine Antwort auf Wroclaws Match-up-Zone, noch konnte die Defensive das von den Polen perfekt ausgeführte Pick&Roll stoppen. ALBA verspielte mit zwei Niederlagen gegen die Polen alle Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde.

Nach einer zweijährigen Auszeit, die er in Israel unter anderem als TV-Kommentator verbrachte, kehrte Muli Katzurin 2006 als Head Coach von CEZ Nymburk auf die europäische Basketballbühne zurück. Er führte auf Vereinsebene den tschechischen Serienmeister bis unter die besten acht Teams im Eurocup und fungierte nebenbei auch noch zwei Jahre als polnischer Nationaltrainer. Im Sommer 2010 übergab er sein Traineramt in Nymburk an seinen langjährigen Assistenten Ronen Ginzburg, um in seine Heimat zurückzukehren und beim israelischen Verband als Sportdirektor zu arbeiten. So richtig füllte der neue Job den Vollbluttrainer aber offensichtlich nicht aus: Muli Katzurin kündigte den Fünfjahresvertrag mit dem Verband bereits nach einem halben Jahr, um den Cheftrainer-Posten bei ALBA BERLIN zu übernehmen.

Stationen als Head Coach
1982 – 1984 Maccabi South Tel Aviv
1984 – 1985 Maccabi Ramat Gan
1985 – 1987 Hapoel Holon
1987 – 1992 Hapoel Galil Elyon
1992 – 1993 Hapoel Herzliya
1993 – 1995 Maccabi Tel Aviv
1995 – 1997 Bnei Herzliya
1997 – 2004 Nationaltrainer Israel
1998 – 1999 Ironi Ramat Gan
1999 – 2000 Slask Wroclaw
2003 – 2004 Slask Wroclaw
2006 – 2010 CEZ Nymburk
2007 – 2009 Nationaltrainer Polen

Erfolge als Head Coach
2x israelischer Meister mit Maccabi Tel Aviv (1994 und 1995)
3x israelischer Pokalsieger (1988 und 1992 mit Galil Elyon, 1994 mit Maccabi Tel Aviv)
1x polnischer Meister mit Slask Wroclaw (2000)
1x polnischer Pokalsieger mit Slask Wroclaw (2004)
4x tschechischer Meister und Pokalsieger mit CEZ Nymburk (2007 – 2010)
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