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Nächster Streich geglückt!

Nächster Streich geglückt!

38 Minuten lang war die Tübinger Freiwurfquote miserabel (11/23) und dafür verantwortlich, dass ansonsten bärenstark aufspielende Tübinger noch um den Sieg zittern mussten. Die Telekom Baskets Bonn setzten in der engen Schlussphase auf taktische Fouls und hoffte auf weitere Tübinger Fahrkarten von der Linie. Die Tigers – allen voran Chris Oliver wollten aber den Sieg unbedingt und trafen in der Schlussphase plötzlich fast jeden Freiwurf. Am Ende freuten sich die Tübinger Fans über den 79:73 (38:32)-Erfolg. Die Tigers traten als echtes Team auf und überzeugten vor 2610 Zuschauern zudem mit einer starken Defense. „Wir haben das Spiel über 40 Minuten kontrolliert und hätten einfacher gewinnen müssen. Dafür waren wir aber an der Freiwurflinie zu schlecht!“, fasste Tigers-Cheftrainer Igor Perovic das Spiel zusammen. Zufrieden zeigte sich Perovic mit der Einstellung und dem Kampfgeist seines Teams.
Wie in dieser Saison schon mehrfach gesehen, war es Johannes Herber, der die ersten Punkte für Tiger erzielen konnte. Sein Distanzwurf flutschte durch die Bonner Reuse. Kurz darauf war es Dane Watts, der ebenfalls per Dreipunktewurf zum 6:2 einnetzte. Auf Seiten der Gäste fiel in der Anfangsphase vor allem Jeremy Hunt auf, der die ersten fünf Punkte für die mit Chris Ensminger und Tim Ohlbrecht groß aufgestellten Bonner erzielen konnte. Die Schwaben zeigten sich defensiv und offensiv engagiert und auch beim Offensivrebound hellwach. Nach einem Tip-In von Oliver führten die Hausherren in der fünften Minute mit 12:5, kurz darauf erhöhte Bane Ratkovica gar auf 14:5, was Baskets-Cheftrainer Michael Koch zu einer ersten Auszeit zwang. Nach der kurzen Ansprache kam Bonn besser ins Spiel. Die beiden Langen Ensminger und Ohlbrecht erzielten fünf schnelle Punkte zum 14:10, während Watts nach seinem zweiten Foul auf die Bank zitiert wurde. In der achten Minute verkürzte Bonn gar auf 15:14, was Perovic seinerseits zu einer Auszeit bewegte. Bei den Tübingern lief in dieser Phase nicht mehr viel zusammen, weshalb Perovic den foulbelasteten Watts früh ins Spiel zurückbrachte. In die erste Viertelpause ging es mit einem 19:19.
Beide Mannschaften starteten hektisch ins zweite Viertel und erlaubten sich viele Fehler. So gelangen beiden Teams bis zur 13. Minute nur zwei weitere Pünktlein. Ein Dreier von Radovan Markovic brachte Tübingen wieder mit 24:21 in Front. Schwächen am defensiven Brett nutzten die Bonner nun konsequenter aus und kamen immer wieder zu einfachen Punkten. Vor allem Hunt stellte die Tübinger Defense immer wieder vor Probleme. Der US-Amerikaner erzielte in der ersten Halbzeit stolze 14 Punkte. Weil die Tübinger aber weiter geschlossen auftraten, konnten sie die knappe Führung behaupten. Markovic traf aus der Distanz traumwandlerisch sicher, während Ratkovica das Spiel umsichtig leitete. Und Jay Thomas verdiente sich mit seiner bärenstarken Defense ein Sonderlob. Ensminger wurde bei nur einem Rebound gehalten, Ohlbrecht ging in dieser Kategorie gar leer aus. Mit einem 38:32 ging es zum Pausentee.
Das dritte Viertel begann mit einem hellwachen Kenny Williams, der für Anatoly Kashirov in der Startformation stand. Williams erzielte acht Punkte in Folge - nach seinem krachenden Dunking zum 45:34 hatte Koch genug gesehen und zitierte sein Team zu sich an die Bank. Die Tübinger Fans waren inzwischen in Feierlaune. Bonn war nun verunsichert – viele unnötige Fehler und Einzelaktionen ließen Coach Koch verzweifeln. Hinzu kam, dass mit Nic Wise, Hunt und Ohlbrecht gleich drei Akteure der Baskets mit Foulproblemen zu kämpfen haben. Mitte des dritten Viertels kamen die Gäste dann wieder besser ins Spiel. In der 26. Minute erhitzte eine Szene die Gemüter und sorgte für eine kurze Rudelbildung: Bonns Folarin Campbell wurde von Ratkovica beim Fastbreak gefoult und trat dem gefallenen Tübinger Spielmacher anschließend unglücklich auf den Unterleib. Dafür bestraften ihn die Schiedsrichter mit einem unsportlichen Foul. Ratkovica verwarf jedoch beide Freiwürfe… Anschließend wurde dann aber wieder Basketball gespielt. Ein Highlight-Dunk von Oliver brachte Tübingen in der 28. Minute mit 54:41 in Front. Sorgen bereitete Perovic neben der schwachen Freiwurfquote die Tatsache, dass sich sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld unnötigerweise in der 29. Minute das vierte persönliche Foul einhandelte. Bis zum Ende des Viertels schrumpfte so der Vorsprung auf 56:49. Die Tigers, die bis dahin souverän auftraten, mussten wieder zittern. Dem Tiger WALTER zog es angesichts des engen Spiels gar die Schuhe aus.
Im Schlussviertel starteten die Tübinger mit Nico Simon auf der Playmaker-Position. Der Youngster machte seine Sache gut und die Hausherren kamen wieder in Fahrt. Fünf schnelle Punkte zum 61:49 – darunter einmal mehr ein Markovic-Dreier – sorgten wieder für etwas Ruhe im Tübinger Spiel und Lärm im Tübinger Fanblock. Nach einem unnötigen Bonner Offensivrebound kassierte auch  Williams Foul Nummer vier. Dem Tübinger Spiel tat das aber keinen Abbruch. Unbeirrt und konzentriert spielten die Tiger ihr Ding und überzeugten weiter mit einer unglaublichen Defensivleistung. Hunt war in der zweiten Halbzeit kein Faktor mehr, jedoch punktete nun Campbell immer wieder. Oliver erhöhte den Vorsprung sieben Minuten vor dem Ende auf 14 Punkte. Wären die Tübinger Schwächen von der Freiwurflinie nicht so eklatant gewesen, wäre das Spiel längst entschieden gewesen. Bonns Quote von der Linie ließ sich sehen. Selbst Ensminger blieb eiskalt und traf in der 34. Minute zwei Freiwürfe zum 63:54. Vier Minuten vor dem Ende wurde es dann aber wieder richtig eng (67:62) und Perovic brachte Ratkovica zurück auf das Parkett. Glück hatten die Tigers als ein Distanzwurf von Jacob Jaacks kurz in den Tübinger Korb schaute, dann aber doch noch heraus kullerte. Dennoch lief offensiv nichts mehr zusammen. In der 38. Minute meldete sich Hunt zurück und verkürzte gar auf 67:64. Bonn schickte nun Williams an die Linie, dieser traf aber beide Versuche zum 69:64. Nach dem Spiel machte Perovic die Freiwürfe von Williams als eine der Schlüsselaktionen aus. Im Gegenzug griff sich Oldie Ensminger einen ganz wichtigen Offensivrebound und verkürzte erneut für eine Baskets. Das Spiel war nun an Spannung und Intensität nicht mehr zu überbieten. Beide Teams warfen sich nach jedem Ball. Ein unglaublicher Dreier von Campbell (17 Punkte in der zweiten Hälfte) ins Gesicht von Watts sorgte für das 71:69 – eine Minute war noch zu spielen. Bonn blieb sich treu und schickte erneut einen Tiger an die Linie. 47 Sekunden vor dem Ende traf Ratkovica einen Freiwurf zum 72:69 – Bonn war nun in Schlagweite und Perovic brachte Defensiv-Spezialist Thomas. Die Gäste suchten den heiß gelaufenen Campbell, der jedoch etwas übermotiviert zum Korb zog und dabei Herber übersah, der das Offensivfoul annahm. Mit 27 Sekunden auf der Uhr hatten die Tübinger nun alle Chancen den Sack zuzumachen. Die Bonner hielten nun immer wieder die Uhr an und hofften, dass die Tigers Nerven an der Linie zeigten. Doch immer wieder ein in der Schlussphase überragender Oliver sorgte dafür, dass die Tübinger im Jahr 2011 weiter ungeschlagen bleiben. 

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