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Nationalspieler kommt zurück zu ALBA

Nationalspieler kommt zurück zu ALBA

Ein bekanntes Gesicht verstärkt die Albatrosse auf der Aufbauposition: Der Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft Heiko Schaffartzik (27) wechselt mit sofortiger Wirkung vom türkischen Erstligisten Türk Telekom Ankara zurück in seine Heimatstadt.
Der 1,83 m große gebürtige Berliner, der bereits von 2002 bis 2004 im ALBA-Kader stand, unterschrieb heute einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2011/2012.

ALBA-Cheftrainer Luka Pavicevic: „Heiko hat das Potential ein wertvoller Spieler für ALBA zu werden. Deshalb waren wir schon im Sommer daran interessiert, ihn zu uns zu holen. Damals entschied er sich jedoch für eine andere Option. Da er nun wieder frei wurde, ergab sich für uns die Möglichkeit, ihn zu verpflichten. Es ist gut, dass solch eine Persönlichkeit bei unserem Club spielt. Heiko ist der Richtige für uns und wir sind die Richtigen für Heiko.“

Heiko Schaffartzik: „Ich freue mich sehr, wieder in meiner Heimatstadt zu spielen und zu leben. Es ist für mich eine große Herausforderung, bei so einem erfolgreichen Club zu spielen. Mein Ziel ist es, der Mannschaft schnellstmöglich bei der Erreichung ihrer Ziele zu helfen.“

Vita Heiko Schaffartzik
Heiko Schaffartzik, am 3. Januar 1984 in Berlin geboren, begann seine Basketball-Laufbahn bei ALBA-Kooperationspartner TuS Lichterfelde. Als 13-Jähriger an Leukämie erkrankt, besuchte ihn das ALBA-Team bei der traditionellen Weihnachtsfeier in der Kinderkrebsstation des Virchow-Klinikums. Nach einem Gespräch mit Jörg Lütcke, der bei den gleichen Trainern wie er mit dem Basketball begonnen hatte, stand für Heiko fest: „Basketball wird mein Leben sein.“ Nach seiner Gesundung avancierte Heiko Schaffartzik trotz seiner für den Basketball geringen Körpergröße schnell zu einem der größten Talente seines Jahrganges. Mit TuSLi gewann er in der C- bis A-Jugend vier deutsche Meisterschaften. Im Jahre 2000 unterschrieb er einen vierjährigen Vertrag bei ALBA, in dessen Trikot er mit 18 Jahren am 1. Dezember 2002 in Bonn sein Debüt in der 1. Bundesliga erlebte und 2002/03 die deutsche Meisterschaft feierte. Darüber hinaus glänzte er als Kopf und Punktesammler der Zweitligamannschaft von TuSLi.

Auf der Suche nach möglichst viel Erstliga-Spielzeit und neuen Erfahrungen spielte Schaffartzik von 2004 an bei mehreren Bundesliga-Clubs: 2004/05 für die Gießen 46ers, 2005/06 für sellbytel Nürnberg, 2006/07 für die EWE Baskets Oldenburg, 2007/08 für EnBW Ludwigsburg, 2008/09 erneut für Gießen und 2009/10 schließlich bei den New Yorker Phantoms Braunschweig. Bei der Europameisterschaft 2009 feierte er als Topscorer der deutschen Auswahl ein sensationelles Debüt im Nationalteam, das ihn europaweit ins Rampenlicht rückte. Bei der Weltmeisterschaft 2010 bestätigte er diese starke Leistung. Kurz darauf wurde er vom türkischen Erstligisten Türk Telekom Ankara verpflichtet. Nachdem Ankara Ende Dezember aus dem EuroChallenge ausgeschieden war und Schaffartzik aufgrund der Ausländerregelung in der türkischen Liga mit eingeschränkter Spielzeit rechnen musste, einigte er sich mit dem Club auf die vorzeitige Auflösung seines Vertrages. Damit machte er den Weg frei für die Rückkehr in seine Heimatstadt.

Heiko Schaffartzik ist in einer Basketballer-Familie aufgewachsen. Sein Vater Walter Schaffartzik war selbst mehrere Jahre beim ALBA-Vorgänger DTV Charlottenburg als Spieler und Trainer in der Bundesliga aktiv. Heute steht er als Ärztlicher Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin weiterhin im regelmäßigen Kontakt mit den Albatrossen, u. a. bei den Behandlungen der tragischen Verletzungen von Matej Mamic und Demond Greene. Heikos jüngerer Bruder Kevin Schaffartzik spielt derzeit am Odessa Junior College in den USA.

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