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Neue Leitlinien zur Stärkung der Kultur des gegenseitigen Respekts

Neue Leitlinien zur Stärkung der Kultur des gegenseitigen Respekts

Mit neuen Leitlinien, die in der aktuellen Euroleague-Saison erstmals zur Anwendung kommen und die in die Richtung der in der nordamerikanischen Profi-Liga NBA bereits praktizierten Handlungsempfehlungen gehen, möchte die Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) das ...
1319096663/img_Beko_BBL-Schiedsrichter_1.jpg... Spiel noch zuschauerfreundlicher gestalten. „Die Zuschauer kommen in die Arenen, um ein schnelles, attraktives, unterhaltsames und nach Möglichkeit spannendes Basketball-Spiel zu erleben – und nicht, um den am Spiel Beteiligten dabei zuzusehen, wie diese Entscheidungen der Schiedsrichter mitunter in nicht angemessener Weise kommentieren und diskutieren“, erklärt der Leiter Sport der Beko BBL, Jens Staudenmayer.

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Natürlich sei die Kommunikation auf dem Parkett ein wichtiger Bestandteil, und selbstverständlich wisse man um die emotionale Komponente, die durch das Zusammenspiel von Zuschauern, Spielern, Trainern und Schiedsrichtern entstehe. Gleichwohl dürfe das nicht dazu führen, dass das Spiel durch Handlungen, Gesten oder Kommentare von seiner Attraktivität einbüße und deswegen der Fokus auf das eigentliche Geschehen verloren gehe.

Die Leitlinien, die das Schiedsrichterreferat der Beko BBL auf Basis der internationalen Vorgaben Anfang September dieses Jahres an die Unparteiischen, Headcoaches und die Verantwortlichen der Beko BBL-Klubs herausgegeben hat, sollen dazu beitragen, dass die Unparteiischen, Trainer und Spieler trotz aller Hektik und Emotionalität kooperativ, respektvoll und angemessen miteinander umgehen.

„Dass Schiedsrichter nicht fehlerfrei agieren, steht außer Frage. Es geht vielmehr darum, wie man mit einer Entscheidung umgeht – unabhängig davon, ob diese Entscheidung richtig oder falsch war“, so Staudenmayer weiter. Dies gelte im Übrigen für beide Seiten.

1319096794/img_Beko_BBL-Schiedsrichter_3.jpgNach den ersten vier Spieltagen, so Staudenmayers Beobachtungen, laufe es hier und da noch nicht so, „wie wir uns das gewünscht hätten“; jedoch bedürfe es, wie bei jeder Neuerung, einer gewissen Zeit, bis sich alles eingependelt hätte. Ein „normaler Anpassungsprozess“, wie es Staudenmayer nennt.

„Die Handlungsempfehlungen sind zwar klar formuliert, am Ende kommt es aber auf die konkrete Situation an. Hierbei vertrauen wir auf das Urteilsvermögen und das Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter. Unsere Erwartungen sind zudem, dass die Unparteiischen mit dem Ermessensspielraum, der trotz der Empfehlungen entstehen kann, verantwortungsvoll und mit Augenmaß umgehen und nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Kritische Situationen werden von uns darüber hinaus umgehend per Video aufgearbeitet. Dadurch sind wir sehr schnell in der Lage, Feinjustierungen vorzunehmen.“

Kernelement der Leitlinien:

Despektierliche oder respektlose Kommunikation zwischen den Spielbeteiligten ist zu unterbinden – Vergehen sind von den Schiedsrichtern zu ahnden.

Was wird geahndet?

- Deutlich sichtbare Gestiken, gepaart mit Kommentaren oder Bemerkungen über eine getroffene Schiedsrichterentscheidung,
- Gesten, die eindeutig schlechtes Verhalten oder Benehmen darstellen,
- Aktionen, die die Bewegungsfreiheit der Schiedsrichter einschränken,
- Alles, was dazu führt, dass das Spiel nicht zügig fortgesetzt werden kann,
- Verunglimpfungen oder aber Proteste von Coaches außerhalb der Coachingbox,
- Überzogenes Demonstrieren durch die Nutzung der Schiedsrichtersignale oder Gestiken, die eindeutig darauf hindeuten, dass man mit einer getroffenen Entscheidung nicht einverstanden ist. Das gilt insbesondere für das ‚ins Spiel bringen’ der Zuschauer durch den Headcoach, den Assistenztrainer, die Spieler oder den Mannschaftsbegleiter.

Alle aufgeführten Situationen erfordern eine sofortige Reaktion der Schiedsrichter, im Regelfall durch ein Technisches Foul. Das Mindeste ist jedoch eine deutliche Verwarnung gegenüber der verantwortlichen und handelnden Person. Die Schiedsrichter sind zudem instruiert, solche Situationen durch ihr eigenes Verhalten nicht noch zusätzlich aufzuladen.

Zwei Hände am Gegenspieler ziehen immer ein Foul nach sich

1319096823/img_Jens_Staudenmayer_Leiter_Sport_Beko_BBL.jpgWas hat sich im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit im operativen Bereich verändert? Oder anders gefragt: Welche Handlungen werden entsprechend sanktioniert?
Jens Staudenmayer: „Zweiter großer Schwerpunkt, aber inhaltlich gegenüber dem Vorjahr nicht neu, ist das Thema ‚Clean the Game’. Hierbei handelt es sich um die Ahndung des regelwidrigen Gebrauchs der Hände beim Zug zum Korb oder beim Post Play im Centerbereich. Auch hier gibt es grundlegende Dinge, die man wissen sollte: Zwei Hände am Gegenspieler ziehen immer ein Foul nach sich. Gleiches gilt für einen ausgestreckten oder angelegten Unterarm, wenn dadurch die Bewegungsfreiheit des Angreifers eingeschränkt wird – sei es durch Abdrängen oder das Reduzieren der ursprünglichen Geschwindigkeit. Dieses Thema ist deswegen ambivalent, da ein Schiedsrichter schnell der Gefahr unterliegt, seine Messlatte zu hoch oder zu niedrig zu legen. Aktuell beobachten wir in einigen wenigen Begegnungen die Tendenz, einen Pfiff mehr als zu wenig zu nehmen – was sich aber einfacher korrigieren lässt. Mit dem Mut, mit dem Pfiff ein wenig zu warten und zu sehen, was sich aus dem Kontakt entwickelt, sollte sich auch dies zügig einpendeln.“

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