FB Twitter Instagram YouTube Google+
Nach zwei aufeinander folgenden Spielen gegen den Mitteldeutschen BC stehen für ALBA BERLIN auch in dieser Woche zwei Spiele gegen denselben Gegner auf dem Programm: Dem Nachholspiel des 2. Spieltages am Mittwoch (12. Januar, 20 Uhr) bei Phoenix Hagen folgt nur vier Tage später am Sonntag das reguläre Spiel des 19. Spieltages in der Berliner O2 World.
Für die Berliner sind die beiden Spiele gegen die von Ex-Albatros Ingo Freyer (1991 – 1995) trainierten Westfalen eine gute Gelegenheit, um Schritt für Schritt die um den Jahreswechsel verletzungs- oder krankheitsbedingt ausgefallenen Stammspieler sowie den Neuzugang Heiko Schaffartzik ins Team zu integrieren. Mit einem Sieg im Nachholspiel am Mittwoch rückt ALBA zudem in der Tabelle an Frankfurt vorbei auf den zweiten Rang vor.

ALBA-Coach Luka Pavicevic plagen in Hagen immer noch Verletzungssorgen, aber zumindest auf Julius Jenkins und Yassin Idbihi wird er wieder zurückgreifen können. Beide sind allerdings gerade erst nach ihrer Grippe ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Immer noch geschont werden muss dagegen aller Voraussicht nach Tadija Dragicevic aufgrund seiner Kapselzerrung. Dass man die Hagener dazu in ihrer renovierten Heimstätte (einst "Ischeland-Halle", jetzt „Enervie Arena“) indes nicht mit links besiegen kann, erfuhren erst am Wochenende die Tigers Tübingen, die nach ihren Heimsiegen über ALBA und Bonn mit stolzer Brust zum Tabellendreizehnten reisten, dort aber mit 99:91 eine Abfuhr erhielten.

Wie schon viele andere Bundesligisten zuvor fanden auch die Tübinger keine Antwort auf das schnelle und aggressive Spiel der 2009 in die Beko BBL aufgestiegenen Hagener, das in seiner extremen Ausführung an den in früheren Jahren vom damaligen Aufsteiger BG Göttingen praktizierten Guard-Terror erinnert. Die EWE Baskets Oldenburg wurden in Hagen gar 89:62 überrollt.

Mit dem 34-jährigen Hagener Urgestein Bernd Kruel (der „Storch“ spielt seine 17. Bundesligasaison und ist damit der dienstälteste Akteur der Liga) als einzigem echten Center unter den Körben gehandicapt, macht Trainer Ingo Freyer dabei aus der Not eine Tugend und versucht dieses Handicap mit umso schnellerem und intensiverem Spiel seiner kleinen Leute zu kompensieren.

Die Hagener setzen den gegnerischen Spielaufbau von der ersten Sekunde an enorm unter Druck und münzen die dadurch gewonnenen Bälle über Schnellangriffe ohne Zögern in eigene Korberfolge um, was sich in diversen Statstiken niederschlägt.

So verzeichnen die Hagener nicht nur die meisten Ballgewinne pro Spiel (7,5) in der Beko BBL, sondern erzielen im Schnitt auch die meisten Punkte (84,9). Dass die Westfalen umgekehrt auch die meisten Punkte in der Liga kassieren (85,0 pro Spiel), vermittelt einen Eindruck davon, wie rasant es bei den Hagener Spielern hin und her geht.

Angesichts einer Vielzahl guter Schützen suchen die Hagener auch mehr als andere Bundesligisten Würfe aus der Distanz (25 pro Spiel). Treffen sie die dann so gut wie am Sonntag gegen Tübingen (15/31 = 48 Prozent), wird es doppelt schwer, sie zu bezwingen. Über die gesamte Saison gesehen belegen die Hagener in der Dreierstatistik der Beko BBL mit 37,6 Prozent den fünften Rang.

Unter den zehn besten Dreierschützen der Beko BBL rangieren mit dem zweiten Spielmacher David Bell (2,7 pro Spiel / 2. in der Liga) und den beiden Forwards Jacob Burtschi (2,3 / 4.) und Zygimantas Jonusas (2,1 / 10.) gleich drei Hagener. David Bell hält mit seinen am 4. Spieltag in Bremerhaven erzielten 9/10 Dreiern sogar den Bundesliga-Saisonrekord.

"Die haben immer vier oder sogar fünf gefährliche Schützen auf dem Feld, von denen unsere Verteidigung keinen offen lassen darf", sieht ALBA-Trainer Luka Pavicevic sein Team speziell auswärts in Hagen vor einer sehr schweren Aufgabe: "Umgekehrt dürfen wir uns nicht von deren wilder Spielweise anstecken lassen, müssen unsere eigenen Angriffe geduldig ausspielen und sie so zwingen, in der Verteidigung mehr und länger zu arbeiten als ihnen lieb ist."

Phoenix Hagen: Resultate der letzten fünf Wochen
11.12. Hagen - Skyliners Frankfurt 85:90 (N) 13. Spieltag Beko BBL
18.12. Hagen – NYP Braunschweig 81:92 (N) 14. Spieltag Beko BBL
26.12. Hagen – BG Göttingen 76:85 (N) 15. Spieltag Beko BBL
29.12. Artland Dragons – Hagen 111:92 (N) 16. Spieltag Beko BBL
02.01. LTi Gießen 46ers – Hagen 76:92 (S) 17. Spieltag Beko BBL
09.01. Hagen – W. Tigers Tübingen 99:91 (S) 18. Spieltag Beko BBL

ALBAs Bilanz gegen Phoenix Hagen
2 Spiele – 2 Siege in der BBL 2009/2010
(90:64 in Berlin und 83:50 in Hagen)

Die Wechselbörse 2017/18

Immer auf dem aktuellen Stand!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport