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Oberfranken stehen unter Druck

Oberfranken stehen unter Druck

Bei einem Club der Beko BBL darf man schon jetzt relativ zufrieden mit der laufenden Saison sein. Denn die TBB Trier spielt eine gute Saison, ist potentieller Play Off-Kandidat und musste im Saisonverlauf keine Nachverpflichtung tätigen. Großen Anteil daran hat ...
image_1299851550724.jpeg... Trainer Henrik Rödl, der am Sonntag, 13. März, mit seinem Team in der Oberfrankenhalle gastiert.

In bisher 25 Spielen ging die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz 14 Mal als Sieger vom Parkett. Aktuell ist man Tabellensiebter, konnte zuletzt Siege in Bonn und gegen Ludwigsburg feiern. Eine der elf Saisonniederlagen musste die TBB in der eigenen Halle gegen den BBC hinnehmen, der am 12. November beim 61:71 seinen ersten Sieg in der Ferne feiern durfte.

Neben Trainer Henrik Rödl, den viele für den Erfolg in Trier ausmachen, sticht vor allem einer hervor: Philip Zwiener (Small Forward, 25, 201 cm). Ihn brachte Rödl von ALBA BERLIN mit und Zwiener dankt es mit durchschnittlich 14,1 Punkten und 5,2 Rebounds. Damit zählt er zu den besten deutschen Spielern der Liga. Mit 12,3 Zählern sowie 5,4 Assists folgt Dru Joyce (Point Guard, USA, 26, 182 cm).

Fünf Spieler im Team haben im Schnitt um die sieben Punkte: Shooting Guard Barry Stewart (USA, 23, 193 cm) mit 7,7 Zählern, der ebenfalls aus Berlin gekommene Power Forward (Serbien, 35, 204 cm) mit 7,4 Punkten und George Evans (Center, USA, 30, 203 cm) mit 7,2 Zählern. Den gleichen Wert erreicht mit Centerkollege Mike Zirbes (21, 208 cm) ein weiterer, talentierter deutscher Spieler. John Redder Bynum (Point Guard, 33, 196 cm) kommt auf 6,8 Zähler. Er spielte im Vorjahr mit den Crailsheim Merlins in der Pro A gegen den BBC.

Den Kader komplettieren Shooting Guard Oskar Faßler (22, 198 cm), der im Schnitt für 5,5 Punkte gut ist, Power Forward Oliver Clay (23, 206 cm) mit 2,5 Zählern und der Luxemburger Samy Picard (22, 195 cm), der 1,8 Punkte beisteuert. Nur einige Kurzeinsätze konnte weiterhin Shooting Guard Kosta Karamatskos (25, 195 cm) für sich verbuchen, in denen er bislang zwei Punkte erzielte.

Im Lager des BBC hieß es nach den beiden letzten Niederlagen Wunden lecken. „Die Stimmung ist verständlicherweise nicht die Beste“, sagt BBC-Trainer Andreas Wagner. „Wir haben auch im Artland eine ordentliche erste Halbzeit gespielt, in der zweiten war wieder unser altes Problem da. Wir haben einige schnelle Punkte bekommen, dann den Kopf hängen lassen und Angst bekommen. Gegen Trier wollen wir an die ersten Halbzeiten in Hagen und Quakenbrück anknüpfen und diese Leistung über das gesamte Spiel abrufen.“ Die zuletzt angeschlagenen Danny Gibson und Simon Schmitz sind wieder vollständig fit, dafür steht hinter Marcus Ginyard und Philipp Heyden ein Fragezeichen: „Marcus liegt mit einer Erkältung im Bett, Philipp laboriert an einer Zerrung im Oberschenkel, die ihn schon im letzten Spiel außer Gefecht setzte“, so der BBC-Trainer weiter.

Tickets für das am Sonntag, 11. März um 17 Uhr beginnende Heimspiel gegen die TBB Trier gibt es im Vorverkauf beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60), an der Theaterkasse (Opernstraße 22) sowie online unter tickets.bbc-bayreuth.de. Am Fanshop im Foyer der Oberfrankenhalle gibt es ab dem Spiel gegen Trier 25% Rabatt auf ausnahmslos alle Fanartikel, gleiches gilt ab Montag, 14. März auch für den Fanartikelshop im Modehaus Becher in der Friedrich-von-Schiller-Straße 5.

"Wir werden alle Hände voll zu tun haben"

TBB Trier

Am 12. November gelang Aufsteiger BBC Bayreuth einer von bisher nur fünf Saisonsiegen. Mit einem 61:71-Erfolg gegen die TBB Trier konnten die Wagnerstädter wichtige Punkte aus der Arena entführen und sicherten sich den ersten von zwei Auswärtssiegen.

image_1299843614571.jpegZum damaligen Zeitpunkt – es waren gerade neun Spieltage absolviert – stuften viele Experten Trier und Bayreuth in die gleiche Gruppe von Mannschaften ein: als potenziell abstiegsgefährdete Teams ohne jegliche Playoff-Chancen.

Nachdem mittlerweile mehr als zwei Drittel der Saison absolviert sind, hat sich diese Einschätzung nur zum Teil bewahrheitet: Bayreuth belegt als aktuell Siebzehnter tatsächlich einen Abstiegsplatz und wird bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Die TBB Trier hat ein komfortables Punktepolster angesammelt und sich mit sieben Siegen aus den letzten zehn Partien auf den siebten Tabellenplatz vorgekämpft, der die Mannschaft von Head Coach Henrik Rödl sogar zur Teilnahme an den Playoffs qualifizieren würde.

Während Bayreuth zuletzt fünf Niederlagen in Folge einstecken musste, können die Trierer mit breiter Brust nach Nordbayern aufbrechen. Mit knappen Siegen in Bonn und gegen Ludwigsburg wurden wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten eingefahren.

Dennoch mahnt Rödl zur Vorsicht und weiß um die Gefährlichkeit der Heimmannschaft: „Wir spielen gegen einen Gegner, gegen den wir in eigener Halle große Schwierigkeiten hatten und eine Mannschaft, die kämpfen wird ohne Ende, weil sie im Abstiegskampf steckt. Wir werden also alle Hände voll zu tun haben.“

Schon das Hinspiel hat gezeigt, dass die von Andreas Wagner trainierten Bayreuther ein ganz unangenehmer Gegner sein können und insbesondere die Starting Five um den ehemaligen Trierer Drew Neitzel, Danny Gibson, Marcus Ginyard, Center-Routinier Jared Reiner und den nachverpflichteten Ekenechukwu Ibekwe hat es in sich. Vor allem der extrem athletische Ibekwe, der die Saison bei den Artland Dragons begann, dort allerdings aufgrund nicht näher spezifizierter Ungereimtheiten die Koffer packen musste und der Beko BBL- und NBA-erfahrene Reiner (2,11 Meter, unter anderem auch schon in Bamberg und Bremerhaven unter Vertrag) sind echte Hausnummern, die es zu kontrollieren gilt, was auch Rödl bestätigt: „Mit Reiner und Ibekwe sind die Bayreuther unter dem Korb sehr stark. Das sind große, athletische Spieler und im Hinspiel haben alle Spieler auch sehr gut geworfen, was zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringt.“

Mit einem bärenstarken Double-Double (17 Punkte, 13 Rebounds) sorgte BBC-Topscorer Reiner (13,8 Punkte pro Spiel) bereits in Trier für einen Sieg seines BBC und brennt nun darauf, dieses Kunststück zu wiederholen. Die TBB wird unter dem Korb womöglich auf Kapitän Dragan Dojcin verzichten müssen, was Rödl zusätzliche Kopfschmerzen bereitet: „Dragan Dojcin ist fraglich, weil er einen entzündeten Zeh hat, und ich bin mir nicht sicher, ob er am Sonntag spielen wird“, so der jüngst zum Trierer „Trainer des Jahres“ gekürte Ex-Nationalspieler.

Aufbauspieler Danny Gibson (11,6 PpG), Marcus Ginyard (11,4 PpG) und Ekene Ibekwe (11,2 PpG) sind weitere drei Spieler, die für Bayreuth im Durchschnitt im zweistelligen Bereich punkten. Hinzu kommen neben Scharfschütze Pete Campbell (48% Dreierquote bei 129 Versuchen aus der Distanz) mit Point Guard Simon Schmitz und Center Stefan Schmidt (beide 21 Jahre alt) auch zwei junge Deutsche regelmäßig zum Einsatz und sind fester Bestandteil von Wagners Rotation. Es warten also eine Menge Aufgaben auf die Trierer Mannschaft, die versuchen will, mit einem Sieg in Bayreuth ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte zu festigen.

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Quelle: TBB Trier

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