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Ohne Verschnaufpause ins Playoff-Halbfinale gegen Frankfurt

Ohne Verschnaufpause ins Playoff-Halbfinale gegen Frankfurt

Nach dem furiosen 99:68 im fünften und entscheidenden Viertelfinalspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg geht es für die Basketballer von ALBA BERLIN im Playoff-Progamm unvermittelt weiter: Schon am Mittwoch (18. Mai, 20 Uhr, live auf Sport1) startet in der Frankfurter Ballsporthalle die Halbfinalserie gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS.
Die Frankfurter, nach einer starken Punktrunde als Zweiter mit dem Heimvorteil in der Halbfinalserie best-of-5 ausgestattet, haben im Viertelfinale mit 3:0 gegen den Siebten Göttingen keine Umwege gemacht und gehen nach einer neuntägigen Spielpause im Gegensatz zu den Berlinern, die am Dienstag nach einer Trainingseinheit in den Main fliegen, ausgeruht in die nächste Playoff-Serie.

„Die Frankfurter spielen zu Hause und hatten mehr Zeit, das Halbfinale vorzubereiten“, ist ALBA-Trainer Muli Katzurin die bessere Frankfurter Ausgangsposition sehr wohl bewusst. Überbewerten will er sie gleichwohl aber nicht: „Bei uns ist nach der Serie gegen Oldenburg dafür der Adrenalinspiegel hoch und wir können den Schwung aus Spiel fünf mit nach Frankfurt nehmen. Ich denke, dass es unter dieses Umständen gar nicht so schlecht sein muss, auswärts in die Serie zu starten.“

Galten die Berliner im Viertelfinale gegen Oldenburg noch als Favorit, sieht Katzurin das Feld der vier Halbfinalisten jetzt auf Augenhöhe: „Die vier besten Teams stehen im Halbfinale und es ist alles offen.“ So offen, dass ALBA auch in Frankfurt gewinnen kann? „Warum nicht, das wird zwar alles andere als leicht, aber in der Punktrunde ist uns das schließlich auch schon gelungen!“

Dass der vom Kanadier Gordon Herbert trainierte Vizemeister aus Frankfurt in dieser Saison in der Beko BBL noch souveräner als im letzten Jahr durch die Punktrunde marschiert ist, verdanken die Skyliners in erster Linie ihrem neuen Spielmacher DaShaun Wood, der von den Experten kürzlich beinahe einstimmig zum „wertvollsten Spieler“ (MVP) der Liga gekürt worden ist.

Im vorigen Sommer nach einer einjährigen Verletzungspause von Benetton Treviso nach Frankfurt geholt, galt der US-Amerikaner als riskante Verpflichtung, die sich jedoch als Volltreffer erwiesen hat. Mit einer in der Bundesliga, wenn überhaupt, nur selten gesehenen Schnelligkeit hat der Frankfurter Point Guard in dieser Saison mit seinen pfeilschnellen Zügen zum Korb und präzisen Würfen aus der Distanz fast jede gegnerische Verteidigung schwindelig gespielt.

Mit im Schnitt 19 Punkten beendete DaShaun Wood die Punktrunde als Topscorer, behielt aber als zweitbester Passgeber der Beko BBL (5,8 Assists pro Spiel) auch stets seine Mitspieler im Auge – allen voran den athletischen Power Forward Roger Powell, der mit im Schnitt 13 Punkten Frankfurts zweiterfolgreichster Werfer ist.

Insgesamt stellen die Skyliners, bei denen Ersatzcenter Marius Nolte mit seinen 2,06 m, schon der größte Spieler ist, das kleinste Team im Halbfinale, das aber auch das schnellste und athletischste ist, wobei speziell die Center und Power Forwards sich darauf konzentrieren, ihren zumeist größeren Gegenspielern mit sachlicher, aber auch kompromissloser Härte den Schneid abzukaufen.

Im Backcourt hat sich an der Seite von Wood und dem routinierten Pascal Roller in dieser Saison auf der Position des Shooting Guards Dominik Bahiense de Mello mit guter Verteidigung und gefährlichern Dreiern einen Stammpatz in der Startformation verdient. Neben dem defensivstarken Quantez Robertson komplettiert mit Jimmy McKinney ein vielseitiger Amerikaner die Guard-Rotation, der sich – wie schon in der letzten Saison - nach einer eher unauffälligen Punktrunde mit im Schnitt 13 Punkten im Viertelfinale anschickt, in den Playoffs erneut so richtig aufzublühen.

DEUTSCHE BANK SKLYLINERS: Resultate der letzten fünf Wochen
15.04. BBC Bayreuth - Skyliners 86:79 (N) 32. Spieltag Beko BBL
17.04. Skyliners – Telekom Baskets Bonn 78:60 (S) 33. Spieltag Beko BBL
23.04. EnBW Ludwigsburg - Skyliners 79:94 (S) 34. Spieltag Beko BBL
30.04. Skyliners – BG Göttingen 77:58 (S) 1. Playoff-Viertelfinale
04.05. BG Göttingen – Skyliners 67:76 (S) 2. Playoff-Viertelf. (in Kassel)
08.05. Skyliners – BG Göttingen 82:59 (S) 3. Playoff-Viertelfinale

Gesamtbilanz gegen Frankfurt
30 Siege – 19 Niederlagen (in Berlin 18–7)
BBL: 16-8 / Playoff: 11-9 / Pokal 3-2
Höchster Sieg: 83:49 am 21. Februar 2007 in Berlin (Pokal)
Höchste Niederlage: 82:103 am 12. März 2005 in Frankfurt (BBL)

Spiele der Punktrunde gegen Frankfurt
28.11.10: ALBA – Skyliners 81:77 (Allen 17, Jenkins 14 – Wood 32, Bucknor 17)
30.03.11: Skyliners – ALBA 70:79 (Wood 18, Robertson 15 – Allen 17, McElroy 14)

Frühere Playoff-Serien gegen Frankfurt (Bilanz 3:2 für ALBA)
2001 Viertelfinale: ALBA (1) – Skyliners (8) 3:1 (86:80, 75:87, 85:66, 63:56)
2002 Halbfinale: Skyliners (1) – ALBA (5) 0:3 (76:85, 71:99, 76:93)
2003 Viertelfinale: ALBA (2) – Skyliners (7) 3:2 (94:74, 69:71, 82:76, 74:87, 91:73)
2005 Halbfinale: ALBA (1) – Skyliners (4) 1:3 (64:80, 94.85, 76:77, 68:70)
2010 Viertelfinale: ALBA (2) – Skyliners (7) 1:3 (71:76, 63:76, 87:76, 58:69)

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