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Oldenburg alles abverlangt

Oldenburg alles abverlangt

Angetrieben vom überragenden Per Günther (26 Punkte) hat ratiopharm Ulm gegen die EWE Baskets Oldenburg bis zum Schluss eine Siegchance und verliert dennoch mit 86:91 (40:42).
Mike Taylor war erleichtert. Sein Team hatte soeben mit 86:91 gegen den Deutschen Meister von 2009 verloren und Taylor war dennoch erleichtert. "Nach der enttäuschenden Niederlage in Düsseldorf vom Freitag, bin ich heute sehr zufrieden mit dem Kampfgeist meiner Mannschaft", erklärt der Head Coach von ratiopharm Ulm. "Besonders Per Günther hat mit sehr viel Herz und Energie ein Zeichen gesetzt." Und ganz nebenbei 26 Punkte erzielt. Aber auch Sebastian Betz hatte in gewohnter Manier geackert. Und das 31 Minuten lang (8 Punkte, 7 Rebounds). Und das, obwohl er sich vor dem Spiel übergeben musste (verdorbener Magen). Dass es gegen Oldenburg letztlich nicht zum Sieg reichte, "lag an der Oldenburger Erfahrung und Abgeklärtheit und an einigen schlechten Entscheidungen von uns", fasst Taylor die actionreiche Partie zusammen.

Dass ratiopharm Ulm dem Tabellenfünfte, der theoretisch immer vom Play-off-Tableau gestrichen werden kann, so gut Paroli bieten würde, war nach den ersten Minuten nicht zu erwarten. Robin Benzing rutschte der Ball durch die Hände, John Bryant wurde geblockt und Oldenburg machte ein Dreipunkte-Spiel nach dem anderen: Der Beginn des vorletzten Heimspiels lief wirklich nicht nach Plan: 4:13 stand es nach gerade einmal vier gespielten Minuten. Eine Minute später sah es nach einem Ulmer 6:0-Lauf zwar besser aus (10:13), doch die Klasse der Norddeutschen erlaubte keine Fehler (10:19, 8.). Wenngleich den Ulmern in den ersten 10 Minuten vier Ballverluste unterliefen, hielt sich der Rückstand in Grenzen (18:25).

Zwei schmerzhafte, weil vermeidbare Tunrover später, wies die Anzeigetafel die Oldenburger Überlegenheit in Zahlen aus: 18:29 (12.). Dass ratiopharm Ulm sich bei seinem vorletzten Heimspiel nicht einfach so besiegen lassen wollte, verdeutlichten in der 15. Minute das Nationalspieler-Duo: Erst vollendete Günther ein Dreipunktspiel, dann legte Benzing nach (27:31). Und Günther war es dann auch, der mit fünf Punkten in Folge in der 18. Minute die erste Ulmer Führung herstellte (34:33). Bis zur Pause agierten beide Teams auf Augenhöhe (40:42). Überragend nur Per Günther, der bereits 18 Punkte gesammelt hatte.

Die zweiten 20 Minuten verliefen rasant: Zunächst kassierte der überragende Oldenburger Aron Baynes (13 Punkte) sein viertes Foul, dann warfen beide Teams den offensiven Turbo an: über die Stationen 45:45 (22.), 54:52 (25.), 61:62 (28), 68: 69 (30.) kamen so insgesamt 55 Punkte zusammen.

Ohne Baynes war nun frei Bahn für Big John: Beim Stand von 70:69 hatte der Hüne bereits sein Double-Double voll (11 Punkte/14 Rebounds). Bis zur 35. Minute entwickelte sich dann ein packendender Schlagabtausch auf hohem Niveau (78:78). Mit einer 6:0-Serie sicherte sich Oldenburg allerdings kurz vor der entscheidenden Phase das Momentum (78:84, 37.). Doch ratiopharm Ulm kam noch einmal zurück: Erst verkürzte Captain Lee auf 82:84, dann erzielte Betz sogar die Führung (85:84). Doch Oldenburgs Bogdanovic konterte ebenfalls aus der Distanz und nachdem Günther ein Ballverlust unterlief, erzielte Campbell 8 Sekunden vor dem Ende die Vorentscheidung (85:89).

Für ratiopharm Ulm spielten:
Mason Griffin (3 Assists), Günther (26), Betz (8), Wenzl, Benzing (10), Humphrey (12), Fitzgerald (6), Collins (11), John Bryant (13, 16 Rebounds)

NBBL verliert erstes Play-off-Viertelfinale
Vor rund 150 Zuschauern in der pickepacke vollen Listhalle verlor das Ulmer NBBL-Team sein erstes Viertelfinale gegen den großen Favoriten und amtierenden Champion aus Urspring mit 52:92 (28:39). Während das Team um Deon McDuffie die erste Halbzeit noch offen gestalten konnte, erfolgt im dritten Viertel der Einbruch (11:37). Offensiv gelang gar nichts mehr und die Gäste kamen dank ihrer extrem aggressiven Verteidigung zu leichten Punkten. Spiel zwei steigt nun am 29. April um 18 Uhr in Urspring. Der Gewinner der "Best of three"-Serie qualifiziert sich für das im Final-Four-Format ausgetragenen Endturnier (14. - 15- Mai, Ludwigsburg).

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