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Phoenix erst nach der Pause im Spiel: Bayern-Blockade in den Köpfen

Phoenix erst nach der Pause im Spiel: Bayern-Blockade in den Köpfen

Zwei Halbzeiten waren diesmal eine zu viel für Phoenix Hagen. Die Feuervögel unterlagen beim FC Bayern München mit 81:100 (24:52). Vor 5.145 Zuschauern im Audi Dome gelang es den Gästen um den überragenden Jordan Hasquet erst nach dem Wechsel, die Bayern zu ärgern.
Die Mannschaft von Dirk Bauermann trat ohne Darius Hall (Schulterprobleme), aber mit Center-Neuzugang Chevon Troutman (aus Avellino) an. Und das hatte Folgen: Troutman avancierte bei seinem Debüt mit 23 Zählern zum Top-Scorer der Bayern. Doch es lag nicht nur an dem Amerikaner, dass Phoenix genau genommen nur eine Minute in der ersten Halbzeit mithalten konnte, als Edward Seward nach wenigen Sekunden zum 4:0 traf.

Ein sich anschließender 19:0-Lauf der Bayern, angeführt von Steffen Hamann und Je'Kel Foster, traf die Mannschaft von Ingo Freyer bis ins Mark. Neben einer schwachen Wurfquote waren es vor allem 13 Ballverluste in der ersten Halbzeit, die den Feuervögeln jede Chance nahmen. Und die waren nicht nur der guten Verteidigung der Bayern geschuldet, sondern auch vielen eigenen Nachlässigkeiten. 27:11 stand es nach zehn Minuten – und auch im zweiten Abschnitt änderte sich nichts am Spielverlauf. Erst beim leicht deprimierenden Zwischenstand von 41:14 (15.) kam Phoenix besser ins Spiel. Doch da war die Partie bereits gelaufen.

Die Hagener bewiesen nun Charakter und ließen sich vom mehr als deutlichen 52:24-Pausenstand nicht den Mut nehmen. Großen Anteil daran hatte Jordan Hasquet. Der Forward der Feuervögel kam mit heißer Hand aus der Kabine und brachte die Feuervögel im Schlussviertel immerhin bis auf 94:77 heran. Mit 38 Punkten und sieben Dreiern stellte Hasquet einen neuen Rekord in der laufenden Spielzeit auf. Da gönnte sogar Dirk Bauermann seinem Team mal eine Auszeit. An der klaren 81:100-Niederlage konnte das freilich nichts mehr ändern. Das freute am Spielfeldrand auch Edmund Stoiber, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident und Aufsichtsratsmitglied der Bayern, sowie Club-Präsident Uli Hoeneß und dessen Vize Bernd Rauch.

Was bleibt, ist eine Woche nach dem 98:91 gegen ALBA BERLIN der gute Eindruck aus der zweiten Hälfte, die die Hagener mit 57:48 für sich entscheiden konnten und in der nur noch drei Bälle verloren gingen. Das konnte Ingo Freyer allerdings nicht trösten: „Wenn du so deutlich verlierst, dann ist das einfach schlecht. Wir haben uns leider beeindrucken lassen vom großen Namen und von der ganzen Atmosphäre rund um die Marke Bayern München, was allerdings auch wirklich fantastisch war.“

Die vielen Ballverluste verunsicherten die Feuervögel völlig. „Die Köpfe gingen schnell runter und die Körpersprache war schlecht. Die Intensität und Aggressivität, die uns sonst auszeichnen, waren heute nicht zu sehen.
Wir haben zu viel nachgedacht. In der zweiten Hälfte haben wir unseren Wurf-Rhythmus gefunden und gesehen, dass Jordan Hasquet sehr wertvoll für uns sein kann. Trotzdem ist das alles sehr schade, weil wir mit viel Euphorie in die Partie gegangen sind.“
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