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Phoenix in Gießen lange gleichwertig: Zu wenig Substanz im letzten Viertel

Phoenix in Gießen lange gleichwertig: Zu wenig Substanz im letzten Viertel

Das Ende der Negativserie war zum Greifen nah, doch letztlich stand Phoenix Hagen wieder mit leeren Händen da. Bei den LTi GIESSEN 46ers gestalteten die Feuervögel die Partie fast über die gesamte Zeit ausgeglichen, um letztlich mit 75:86 (37:40) zu unterliegen.
Als Tristan Blackwood, mit 19 Zählern Topscorer von Phoenix Hagen, in der 35. Minute einen Dreipunktewurf zum 69:64 für die Gäste versenkte, schien der zweite Auswärtssieg der Saison möglich. Doch der Personalstand reduzierte sich jetzt fast im Minutentakt. Blackwood, Jordan Hasquet und T.J. Carter mussten mit fünf Fouls raus. Weil Carter beim Stande von 78:73 für Gießen neben seinem fünften Foul auch noch ein Technisches Foul kassierte und die Hagener auch sonst die Uhr stoppten, fiel das Ergebnis am Ende durch eine Reihe von Freiwürfen noch deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergab.

Die ersten Minuten erinnerten an den schwachen Start zuletzt gegen Frankfurt. Auf 8:0 zogen die Gießener davon, weil Barry Stewart sicher traf (3.). Sechs Bälle gingen allein im ersten Viertel verloren. Doch Phoenix hielt sich damit nicht weiter auf und spielte mit viel Herz und Engagement.

T.J. Carter übernahm die Verantwortung und erzielte nicht nur die ersten Hagener Punkte, sondern sorgte auch für die zwischenzeitliche 17:12-Führung der Mannschaft von Ingo Freyer. Die Partie blieb jederzeit offen. Beide Mannschaften ließen die eine oder andere Chance liegen, sich abzusetzen. So ging es mit einem knappen 40:37 für Gießen in die Halbzeit. Carter steuerte dazu 16 Punkte für Hagen bei – dabei sollte es bis zum Spielende allerdings auch bleiben.

Auch das dritte Viertel brachte keinen nennenswerten Vorteil für eines der beiden Teams. Hagen kam durch Brando Brooks und Tristan Blackwood besser in die zweite Hälfte (42:45, 24.), die Gießener um den immer stärker werdenden Maurice Jeffers antworteten zum 56:50 (29.). „Da haben wir einfach eine Reihe von schlechten Entscheidungen getroffen“, haderte Ingo Freyer nach der Partie. Nach einer Auszeit legten die Gäste allerdings wieder einen Zwischenspurt hin. Brandon Brooks sorgte für die 61:56-Führung (32.).

Diesen Vorsprung verteidigten die Hagener noch einige Minute, doch der letzte Lauf gehörte dann den Gießenern. Mit sicher verwandelten Freiwürfen und mit einem starken Jeffers, dem alleine im letzten Viertel zwölf Punkte gelangen, siegten sie mit 86:75. In der Schlussphase hatten die Hagener auch aufgrund der hohen Foulbelastung (21:31 Fouls) nicht mehr genug Substanz, um den möglichen Sieg einzufahren. „Das ist sehr schade, wir waren dran. Allerdings hatten wir heute auch Ausfälle auf dem Feld und die vielen Fouls haben uns zugesetzt. Tristan Blackwood hat ein gutes Spiel gemacht. T.J. Carter ist nach dem Wechsel leider abgetaucht. Wir brauchen jetzt dringend einen Aufbauspieler, das ist die wichtigste Aufgabe“, so Freyer.

Trainerstimmen:

46ers-Coach Björn Harmsen: „Es war von Anfang an klar, dass dies ein schwieriges Spiel wird. Hagen wollte alles investieren. Wir haben einen guten Start erwischt aber dann die Intensität reduziert. Zudem haben wir falsch geholfen. Offensiv haben wir zwischendurch nicht clever agiert. Wir haben nicht konstant innen angegriffen und zu viele Schüsse von außen genommen.“

Phoenix-Coach Ingo Freyer: „Wir hätten heute gewinnen können. Wir haben fünf Minuten vor Schluss geführt und haben es nicht geschafft. Ich bin immer noch sehr aufgebracht. Wir hatten am Ende Leute auf dem Feld, die heute einfach schlecht waren. Gießen hat mehr Glück gehabt und verdient gewonnen.“

LTi GIESSEN 46ers: Jeffers (26/1), Stewart (19/2), Ovcina (12), Archibong (8), Oehle (7), Bernard (4), Prewitt (4), Zazai (4), Pilcevic (2), Perl, Nikagbatse.

Phoenix Hagen: Blackwood (19/3), Brooks (18/1), Carter (16/3), Jonusas (11/1), Kruel (8), Constantine (3), Hasquet, Spohr, Rockmann.

Stationen: 10:11 (5.), 21:20 (10.), 32:26 (15.), 40:37 (20.), 44:45 (25.), 56:56 (30.), 64:69 (35.), 86:75 (40).

Zuschauer: 3.580

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