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Phoenix mit starkem Comeback: ALBA verglüht im Hexenkessel

Phoenix mit starkem Comeback: ALBA verglüht im Hexenkessel

Dank einer fantastischen Mannschaftsleistung ist Phoenix Hagen die Sensation geglückt: In der Beko Basketball Bundesliga besiegten die Feuervögel den deutschen Vizemeister ALBA BERLIN mit 98:91 (81:81, 45:43) nach Verlängerung. 3.004 Zuschauer machten die ENERVIE Arena mit zunehmender Spielzeit zu einem echten Hexenkessel.
Es war am Ende auch ein Sieg des unbändigen Willens. Als Marko Simonovic einen Dreipunktewurf zum 68:54 für die Gäste verwandelte, schien es neun Minuten vor dem Ende nur noch eine Frage der Höhe des Sieges von ALBA BERLIN zu sein. Doch aufzugeben war keine Option für die Feuervögel. Nicht an diesem Abend. Bryce Taylor musste nach einem Technischen Foul vom Feld (32.). Zygimantas Jonusas, Tristan Blackwood und der blendend aufgelegte T.J. Carter schenkten den Albatrossen drei Dreier ein – und plötzlich stand es nur noch 68:73 (34.).

Das Publikum tat sein Übriges dazu, um einmal mehr zu belegen: Die ENERVIE Arena ist mitunter ein undankbares Pflaster für die Gegner. Unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Hagener Anhänger glich Jason Crowe per Dreier zum 75:75 aus (37.). Eddie Seward sorgte wenig später für die 79:77-Führung. Fast wäre die Überraschung schon in der regulären Spielzeit perfekt gewesen. Fünf verbleibende Sekunden zeigte die Uhr, als Carter den zum Korb stürmenden DaShaun Wood beim Stande von 81:79 mit einem brachialen Block abräumte. Aus dem Baseline-Einwurf heraus verschafften die Berliner jedoch ihrem Besten die Wurfposition zum Ausgleich: Kyle Weaver rettete sein Team mit einem Sprungwurf in die Verlängerung.

Ein Schock war das mitnichten für die Mannschaft von Ingo Freyer. Alle in der Halle hatten das Gefühl: Die Hagener haben die Verlängerung erreicht, nicht die Berliner. Und dieses oft zitierte Momentum trug die Gastgeber durch die Overtime. Während T.J. Carter mit seinen Halbdistanzwürfen mehr und mehr zum ALBA-Albtraum wurde, hielt auf der Gegenseite Heiko Schaffartzik die Partie mit zwei Distanzwürfen zum 89:87 und zum 93:90 offen. Doch Phoenix blieb bemerkenswert kämpferisch und cool. Jason Crowes Freiwürfe zum 97:90 sicherten den Sieg endgültig.

Neben einer über die gesamte Spielzeit homogenen und konzentrierten Teamleistung war es der fulminante Endspurt in aufgeladener Atmosphäre, der die Entscheidung brachte. Phoenix gewann die letzten 14 Minuten mit 44:23 und sorgte so für sonntägliche Euphorie im Hagener Fan-Lager. Die Humba gehört inzwischen zum guten Ton, bevor ein freudentrunkenes „Zieht den Bayern die Lederhosen aus...“ als Hinweis auf die nächste Partie durch die ENERVIE Arena donnerte. Man muss die Feste eben feiern, wie sie fallen. Auch, wenn der Weg nach München vielleicht schon am nächsten Morgen wieder ein ganzes Stück weiter erscheint...

Trainerstimmen:

Ingo Freyer:  "Das war eine sehr, sehr starke Leistung von uns. Nicht, weil wir gegen ALBA BERLIN gespielt haben, sondern weil wir über 45 Minuten konzentriert waren. Wir hatten mehr Würfe als Berlin und haben den Rebound gewonnen. Außerdem hatten wir sehr wenige Ballverluste. Das war eine starke Teamleistung, da kann man keinen einzelnen Spieler hervorheben. Auch Dominik Spohr und Max Rockmann haben uns sehr geholfen. Die Center haben prima gearbeitet, Eddie Seward hatte am Ende wichtige Offensivrebounds. Was soll ich noch sagen: Wir haben gewonnen!"

Gordon Herbert: "Glückwunsch an Hagen. Sie haben sehr engagiert und motiviert gespielt. Die Atmosphäre in der Halle war großartig. Im dritten Viertel haben die Hagener einige sehr wichtige Dreier getroffen und sind so zurück gekommen. Das alles ist sehr enttäuschend für uns, aber das soll die Leistung der Hagener nicht schmälern."

Phoenix Hagen: Carter (33/2, 7 Reb.), Brooks (20/1, 8 Reb.), Jonusas (15/3), Seward (8, 9 Reb.), Kruel (8), Blackwood (6/2), Crowe (5/1), Hasquet (3), Spohr, Rockmann.

ALBA BERLIN: Weaver (22), Wood (14/1, 9 Ass.), Francis (13, 9 Reb.), Allen (13), Taylor (9), Schaffartzik (9/3), Simonovic (7/1), Schultze (2), Idbihi (2), Staiger.

Stationen: 13:16 (5.), 23:24 (10.), 35:30 (15.), 45:43 (20.), 51:55 (25.), 54:63 (30.), 70:75 (35.), 81:81 (40.), 98:91 (45.).

Zuschauer: 3.004
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