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Playoff-Momente: Emotionen und Adrenalin pur

Playoff-Momente: Emotionen und Adrenalin pur

25. Mai 2004, keiner gibt vor dem fünften Playoff-Halbfinale einen Pfifferling auf Außenseiter GHP Bamberg. Zu übermächtig erscheint der Gegner aus Berlin. Doch dann explodiert ein 23-jähriges Talent und führt die Franken ins Finale und am Ende zum Gewinn der deutschen Vize-Meisterschaft.
1307899627/img_Wolfgang_Heyder_Brose_Baskets_4.jpgDie Rede ist von Steffen Hamann. Der 1,90 Meter große Spielmacher zeigt mit 25 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists eines seiner besten Bundesligaspiele.

Der Vater des Bamberger Basketballs, Wolfgang Heyder, erinnert sich an diesen und weitere emotionale Playoff-Momente der Franken.

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„Ich bin überhaupt nicht ruhiger geworden“

Dabei gesteht der Geschäftsführer, der selbst über langjährige Erfahrung als Klub- und Verbandstrainer verfügt und der mit den Brose Baskets zum zehnten Mal in Folge in den Playoffs der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) steht, dass auch jahrelange Erfahrung im Profigeschäft das Playoff-Adrenalin nicht dämpfen kann:

1307899717/img_Wolfgang_Heyder_Brose_Baskets_1.jpg„Ich bin überhaupt nicht ruhiger geworden. Playoffs sind immer wieder von Neuem eine Herausforderung. Wir arbeiten ein ganzes Jahr von Anfang bis Ende darauf hin.

Das geht los bei der Erschließung der finanziellen Möglichkeiten, die Sponsorenverträge, die Entwicklung des Gesamtprogramms, die Rekrutierung der Spieler, die intensive Zusammenarbeit mit der sportlichen Leitung – all das schafft ganz viel Adrenalin. Am Ende arbeitet man ja nur auf diese Playoffs hin.“ Und er kann nicht verhehlen, dass er vor jedem Playoff-Spiel noch genauso so nervös sei wie zu Beginn unseres Erfolges. „Dieser Hype, diese Begeisterung, die Spannung, die dabei entsteht, auch dieses Medienecho, das auf die Playoffs folgt: Darauf kann sich jedes Sportlerherz nur freuen. Da ist so viel Spannung und Begeisterung drin. Das tut uns unglaublich gut und ist absolut toll für unsere Sportart.

„Jedes Jahr ist anders“

1307900536/img_Wolfgang_Heyder_Brose_Baskets_2.jpgJedes Jahr hatte etwas Besonderes. Ich fange mal mit dem Negativen an. Das schlimmste Jahr für uns – und auf das ich gerne verzichtet hätte – war das letzte Jahr (Saison 2007/2008, Anm. d. Red.) von Dirk Bauermann in Bamberg.

Nachdem Dirk entscheidend zur Qualität des Programms Bamberg beigetragen hatte, war es sehr schade, dass wir in dem Jahr die Qualität und die Leistung einfach nicht mehr abrufen konnten und eben im Viertelfinale ausgeschieden sind. Das war sicher die schmerzlichste Erfahrung.

„Höchste Emotionalität in jeder Serie“

1307900351/img_Wolfgang_Heyder_Brose_Baskets_3.jpgMein persönliches Highlight ist das legendäre Halbfinale in Berlin in der Spielzeit 2003/2004. Damals hat keiner damit gerechnet, dass wir uns im fünften Spiel in Berlin durchsetzen würden. Ich werde nie vergessen, wie Steffen Hamann da komplett explodiert ist. Diese Erinnerung verursacht bei mir noch heute eine Gänsehaut.

Dann aber natürlich auch jede Meisterschaft für sich. Der zweite Anlauf gegen Frankfurt 2005 war ein echtes Herzschlagfinale. Oder das nächste Herzschlagfinale 2007 im Artland. Und auch vergangenes Jahr, als keiner damit rechnen konnte, dass wir das Double gewinnen würden: Auch da war es wieder sehr, sehr knapp und hätte gut und gerne auch anders ausgehen können. Es gibt kein Jahr, in dem nicht höchste Emotionalität geboten war.“

„Emotionen sind nötig und wichtig“

1307900488/img_Wolfgang_Heyder_Brose_Baskets_5.jpgApropos Emotionalität. An der Seitenlinie läuft der Manager gerne heiß, und das hat nicht nur sportliche Gründe: „Natürlich ist es so, dass man das ganze Adrenalin, das man die Woche und übers Jahr aufbaut, auch mal ausleben will.

Für mich ist so ein Spieltag ein Hardcore-Arbeitstag mit vier bis fünf Vorträgen in Logen und ebenso vielen weiteren Terminen. Am Ende muss dann die Emotion auch mal raus.

Ich bin ein emotionaler Mensch, und für mich ist das ein bisschen auch ein Ausgleich. Ich denke, für mich wäre es schädlich, wenn ich ab und zu nicht emotional reagieren könnte.“


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