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Playoff-Momente: Party mit 20.000 Fans

Playoff-Momente: Party mit 20.000 Fans

Fünftes Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft am 23. Juni 2005 zwischen GHP Bamberg und den OPEL SKYLINERS. Ort: JAKO Arena Bamberg. In einer packenden Begegnung drückt der damals 23-jährige Steffen Hamann dem Spiel mit 16 Punkten seinen Stempel auf und ...
1307611910/img_Steffen_Hamann_GHP_Bamberg.jpg... feiert seine erste Deutsche Meisterschaft. Ein unvergesslicher Moment, der bei Hamann immer einen festen Platz in seinem Herzen haben wird.

Der Spielmacher von Beko BBL-Aufsteiger FC Bayern München erinnert sich an diesen und andere Playoff-Momente ...

image_1288779294890.png.

Am 21. April 2002 schnupperte der Point Guard der deutschen Nationalmannschaft erstmals Playoff-Luft, in der Serie zwischen dem TSK uniVersa Bamberg und den Telekom Baskets Bonn. Der Beginn einer ganz besonderen Beziehung zwischen dem heute 29-Jährigen und den Rheinländern. „Die Bonner mögen mich nicht so“, weiß Hamann und lächelt.

„Das ist aber okay, so eine Atmosphäre motiviert mich besonders. Deswegen habe ich immer gerne in Bonn gespielt.“ Negativer Höhepunkt der hitzigen Playoff-Schlachten zwischen Bamberg und Bonn war das zweite Viertelfinalspiel am 4. Mai 2006, das als „The Brawl“ in die Geschichte einging. Nach einer Massenschlägerei in der 13. Minute wurden 14 Spieler, darunter auch Hamann, disqualifiziert.

Bamberg musste die restlichen 27 Minuten mit nur vier Spielern bestreiten, Bonn gewann das Spiel mit 75:64 und glich die Serie zum 1:1 aus.

Hamann wurde damals für vier Spiele gesperrt und musste 3.500 Euro Strafe zahlen. Bamberg gewann auch ohne den Spielmacher die Serie mit 3:1 und zog ins Halbfinale ein; als nächster Gegner wartete RheinEnergie Köln.

Nadjfeijs Dreier mitten ins Bamberger Herz

1307611897/img_Steffen_Hamann_ALBA_BERLIN.jpgBis zur letzten Sekunde der fünften Playoff-Partie gegen die Domstädter sollte es dann dauern, bis Steffen Hamann und ganz Bamberg den wohl bis heute bittersten Playoff-Moment hinnehmen mussten.

Just zu diesem Zeitpunkt spielte sich nämlich die eingangs beschriebene Szene ab: Aleksandar Nadjfeij warf Köln mit einem Dreier ins Finale, in dem RheinEnergie später gegen ALBA BERLIN triumphieren sollte.

„Keine Frage, der Dreier war der schlimmste Moment, den ich in den Playoffs bisher erfahren musste“, erinnert sich Hamann, „der Ball schien gefühlte fünf Minuten in der Luft zu sein. Besonders bitter war es, weil es in unserer eigenen Halle passierte. Danach habe ich nichts als Leere gefühlt.“

Vergangene Saison führte das Basketball-Projekt „FC Bayern München“ einige der Protagonisten von damals zusammen; Nadjfeij und Hamann standen auf einmal im selben Team und führten die Bayern zusammen mit Robert Garrett und Coach Dirk Bauermann, die vor fünf Jahren bei dieser denkwürdigen Partie ebenfalls dabei waren, in der vergangenen Saison zum Aufstieg in die Beko BBL. „Klar, dass da ein paar Sprüche fallen“, grinst Hamann etwas gequält – gerne wird er nicht an diesen Playoff-Moment erinnert.

Zwei Deutsche Meistertitel und Party mit 20.000 Fans

1307611935/img_Steffen_Hamann_GHP_Bamberg3.jpgDann schon lieber an seine erste Deutsche Meisterschaft, die er 2005 mit GHP Bamberg feierte.

Im fünften und entscheidenden Playoff-Spiel gelang den Franken ein 68:64-Sieg über die Opel SKYLINERS, Hamann selbst lieferte mit 16 Punkten bei 86-prozentiger Trefferquote eine hervorragende Vorstellung ab.

„Die erste Meisterschaft ist etwas Besonderes, sie bleibt immer im Herzen – was den zweiten Titel 2007 aber nicht schmälern soll!“

Zwei Jahre später durfte sich Hamann erneut die Meister-Zigarre anzünden, im Finale hieß es 3:1 gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück.

Es war die Hoch-Zeit von „Freak City“, ganz Bamberg war im Basketball-Rausch. „Es ist einfach ein überragendes Gefühl, wenn 20.000 Menschen mit dir zusammen in der Stadt feiern“, schwärmt der gebürtige Bamberger. Die Brose Baskets hatten damals ob ihrer physischen Spielweise den Titel „Bad Boys“ verpasst bekommen – eine Bezeichnung, die das Team durchaus als Auszeichnung empfand.

Die „Bad Boys“ aus Franken

1307611922/img_Steffen_Hamann_GHP_Bamberg2.jpg„Wir waren stolz darauf. Wir waren eine Mannschaft, die extrem physisch, aber niemals unfair gespielt hat. Die Bezeichnung `Bad Boys´ haben wir vor allem als Respekt für unsere aggressive Defense aufgefasst.“

2008 sucht Steffen Hamann eine neue Herausforderung – und findet sie bei ALBA BERLIN.

Ähnlich wie bei den Bonner Fans gilt der Nationalspieler auch bei den Anhängern der „Albatrosse“ zunächst nicht unbedingt als Sympathieträger, doch Hamann verschafft sich durch seine bekannte engagierte Defensivarbeit und emotionale Art schnell den Respekt und die Zuneigung der Fans. Allein, es reicht nicht, um mit ALBA einen Meistertitel zu gewinnen.

Im Halbfinale 2009 scheitert der amtierende Meister in fünf dramatischen Spielen gegen Bonn, 2010 ist bereits im Viertelfinale gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS Endstation. Der Pokalsieg im Jahr 2009 ist da nur ein schwacher Trost, gemessen an den Ansprüchen des Klubs und seines Spielmachers.

1307611947/img_Steffen_Hamann_GHP_Bamberg4.jpgMit seinem aktuellen Klub, dem FC Bayern München, will Steffen Hamann in der kommenden Saison nun wieder in den Playoffs mitmischen.

Spiele gegen seine ehemaligen Arbeitgeber Bamberg und Berlin sowie gegen seinen „Lieblingsverein“ Telekom Baskets Bonn werden besondere Spiele für Hamann werden – und vielleicht auch wieder besondere Playoff-Momente liefern.

Zur Person:
Steffen Hamann wurde am 14. Juni 1981 in Bamberg geboren. Die größten Erfolge des 113-maligen Nationalspielers sind zwei Deutsche Meister-Titel mit Bamberg (2005 und 2007), zwei deutsche Vizemeister-Titel mit GHP Bamberg (2003 und 2004), ein Pokalsieg mit ALBA BERLIN (2009) sowie die Teilnahme an zwei Weltmeisterschaften (2006, 2010) und an den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

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