FB Twitter Instagram YouTube Google+
Pokalqualifikation ist perfekt

Pokalqualifikation ist perfekt

Die New Yorker Phantoms sind erfolgreich ins Jahr 2011 gestartet. Die Braunschweiger feierten am Sonntagnachmittag nach einer kämpferischen Meisterleistung im zweiten Spielabschnitt einen am Ende verdienten 75:73 (26:39)-Heimerfolg über die Telekom Baskets Bonn und haben sich damit für den Pokalwettbewerb qualifiziert. Vor der Saison-Rekordkulisse von 3877 Zuschauern war erneut Brandon Thomas mit 19 Punkten bester Werfer in der Volkswagen Halle.
Die langen Schlangen vor dem Eingang der Heimspielstätte hatten bereits angedeutet, dass sich Braunschweigs Fans nach der Weihnachtszeit auf das letzte Spiel der Hinrunde freuten. Phantoms-Center Kyle Visser gewann dann auch den ersten Jump im neuen Jahr. Doch die mit fünf Siegen in Serie angereisten Gäste erwischten klar den besseren Start. Tony Skinns ehemaliger Collegekamerad Folarin Campbell markierte das 8:2 (6.) für die Magentafarbenen und war auch in der Folgezeit im Bonner Trikot nicht zu bremsen (insgesamt 26 Zähler). Die Braunschweiger präsentierten sich zunächst übernervös und bekamen vor allem gegen Bonns 2-1-2 Zonenverteidigung unter dem Brett massiv Probleme.

Die Telekom Baskets Bonn bauten den Vorsprung weiter aus – 2:14 stand es nach sieben Minuten. Frischen Schwung kam ins Spiel, nachdem die Routiniers Marcus Goree und LaMarr Greer (17 Punkte) auf dem Parkett standen. Zwei Dreier von Brandon Thomas ließen unter dem Beifall des Publikums den Vorsprung der ehemaligen Hauptstädter zwischenzeitlich schmelzen, aber dennoch: Mit einem 8-Punkterückstand ging es in die erste Viertelpause (10:18).

Die Rheinländer präsentierten sich weiter mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und kamen zu einigen allzu leichten Korberfolgen. Mitte des zweiten Abschnitts leuchtete immer noch ein 20:32 auf den beiden seitlichen Leinwänden und dem Mediawürfel. Jason Cains erfolgreicher Korbleger von rechts mit Foul ließ die Phantoms hoffen, doch der Abstand wollte einfach nicht kleiner werden, so dass es mit einem 13-Zähler-Rückstand in die Kabine ging.
Braunschweigs Skinn eröffnete die zweiten 20 Minuten mit einem erfolgreichen Dreier, Thomas legte ebenfalls von jenseits der 6,85 Meter-Linie nach. Gorees Dunking ließ die Parkettherren auf 34:42 (24.) verkürzen. Ein Ruck ging auch in der Verteidigung durch die Mannschaft von Sebastian Machowski. Greers zwei Punkte ließen die Braunschweiger auf 41:49 (28.) herankommen und die Stimmung war in der Volkswagen Halle am Brodeln. Die Braunschweiger fighteten jetzt um jeden Ball: Greers Notwurf mir Ablauf der Shotclock aus gut und gerne acht Metern ließ Marcus Goree & Co. auf zwei Zähler herankommen, der Ausgleich fiel durch Skinn (52:52/30.).

Erstmalig nach dem 2:0 führten die Löwenstädter wieder, als Cain per Dreier traf (31.). Ein Ausrufezeichen war auch der Block Skinns gegen Baskets-Aufbau Nic Wise auf Ringniveau. Die jetzt hochklassige Partie war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Bonn – nur sechs Rebounds nach der Pause – führte wieder knapp, doch die New Yorker Phantoms blieben dran: 2:49 Minuten vor dem Ende ließ Greer das orangene Leder erneut im Netz zappeln: 68:66. Cains Punkte zum 70:66 bedeuteten die Vorentscheidung, Kevin Hamilton vergab 9,9 Sekunden vor dem Ende den zweiten Freiwurf, holte sich aber selbst den Offensivrebound. Greer stellte endgültig den zehnten Saisonsieg sicher.

Trainerstimmen zum Spiel

Sebastian Machowski (New Yorker Phantoms): Das Publikum half uns nach den Startproblemen in Fahrt zu kommen. In der ersten Halbzeit fehlte uns einfach die mentale Stärke. Wir haben vor allem zu viele Fastbreakpunkte zugelassen. Dann kämpften wir uns zurück. Vor allem die Zonenverteidigung und die vielen Rebounds in der zweiten Hälfte waren ausschlaggebend dafür. So wie wir nach der Pause gespielt haben, müssen wir auch in den folgenden Partien auftreten. Wir haben uns die Teilnahme am Pokal hart erkämpft.

Michael Koch (Telekom Baskets Bonn): Erstmal Glückwunsch zum Sieg. Wir sind mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gestartet und haben auch gut angefangen. In der zweiten Hälfte sind uns jedoch Fokus, Intensität und Konzentration verloren gegangen. Wir haben zu langsam gespielt, nur sechs Rebounds geholt und keine Fastbreakpunkte mehr gemacht. Unsere mentale Verfassung war im Keller.

New Yorker Phantoms: Skinn 9, Thomas 19 (4 von 6 Dreier), Mittmann 5, Visser 3, Cain 9, Greer 17 (3 Dreier), Hamilton 7, Goree 6 (2 Blocks)

Telekom Baskets Bonn: Ensminger 9, Hunt 11, King, Campbell 26 (5 Assists), Thülig, Wise 14 (6 Assists), Jaaks 7, Flomo, Ohlbrecht 4, Tyndale 2
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport