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Riga war der erste Schritt, folgt Samstag gegen Charleroi der zweite?

Riga war der erste Schritt, folgt Samstag gegen Charleroi der zweite?

Nachdem ALBA BERLIN beim Euroleague-Qualifikationsturnier in Charleroi die erste Hürde mit einem 82:60-Sieg über den lettischen Meister VEF Riga souverän gemeistert hat, wartet am Samstag (1.10., 17 Uhr) die nächste, sicher schwerere Aufgabe: Im Halbfinale treffen die Albatrosse auf den Gastgeber Spirou Charleroi.
Das Halbfinalspiel wird auf dem belgischen Sportsender BE TV Sport 1 übertragen. Außerdem zeigt das Online-Angebot der Euroleague, Euroleague TV, die Partie live mit englischem Kommentar. Das Spiel kostet auf der Online-Platform einzeln 2,90 Euro. Alle Spieler beider Quali-Turniere sind in einem Gesamtpaket für 11,90 Euro buchbar. Mehr Infos: www.euroleague.tv

Der belgische Meister kämpfte am Donnerstag in einem zerfahrenen und hektischen Viertelfinale den ukrainischen Vizemeister BC Donetsk 61:59 nieder und profitierte dabei maßgeblich von seinem Heimvorteil. Wo am ungünstigen Donnerstag-Termin 3.000 Zuschauer ihr Team nach einem 24:34-Rückstand zur 49:45-Führung trieben und in der Crunch-Time den Rücken stärkten, wird Spirou am Wochenende im engen „Spiroudome“ gegen ALBA wohl 6.000 Fans auf die Beine bringen.

„Wir haben gesehen, wie schwer es ist, in dieser Halle zu bestehen“, ist ALBA-Trainer Gordon Herbert sehr wohl bewusst, dass sein Team nun „auswärts“ gewinnen muss: „Wir haben gegen Riga im Vergleich zu unseren letzten Testspielen Fortschritte gemacht. Aber um nun auch Charleroi zu schlagen, werden wir noch besser spielen müssen, denn Spirou ist nicht nur wegen seines Heimvorteils als einer der Favoriten in dieses Turnier gegangen.“

War gegen Riga die gute Verteidigung der gefürchteten drei lettischen Dreierschützen Valters, Janicenoks und Bertans (zusammen nur 3/11) der Schlüssel zum Erfolg, gilt es gegen Spirou noch mehr Schützen zu kontrollieren. Charlerois Spielmacher Demond Mallet, der ALBA schon in früheren Jahren für andere Clubs mit seinen Dreiern das Leben schwer machte, hat nämlich jede Menge Akteure an seiner Seite, die den Dreier genauso gut werfen wie er selber.

Neben dem sogar auf solche Würfe spezialisierten Chris Hill und dem gegen Donetsk mit 3/3 Dreiern entscheidenden Justin Hamilton (gilt normalerweise vor allem als der defensive Schlüsselspieler im Team) muss ALBA sich dabei vor allem vor dem tschechischen Nationalspieler Jiri Welsch (mit 13 Zählern Topscorer gegen Donetsk) in Acht nehmen, der im Sommer nach Charleroi gewechselt ist.

Dass ein solcher technisch extrem versierter und auch in der Defensive starker Star nach vier Jahren in der US-Profiliga NBA und weiteren vier Jahren in der spanischen ACB in die belgische Liga wechselt, verdeutlicht, mit welch großem Aufwand der belgische Meister und sein langjähriger Trainer Giovanni Bozzi die erneute Qualifikation zur Euroleague anstreben.

Die Belgier, die sich im letzten Jahr (nach einem anderen Modus mit 81:77 in Charleroi und 70:70 in Berlin gegen ALBA) für die europäische Königsklasse qualifiziert und dort mit Siegen unter anderem über Real Madrid und Bamberg geglänzt hatten, haben im Sommer alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihr Team noch weiter zu verstärken und das Quali-Turnier nach Charleroi zu holen.

Spürbar stärker als im Vorjahr aufgestellt ist das neue Spirou-Team auch auf den großen Flügelpositionen mit dem georgischen Talent Tornike Shengelia (der erst 19-Jährige zog bei der EM in Litauen viele Blicke der dort versammelten Beobachter auf sich) und dem athletischen US-Amerikaner Caleb Green, der neben spektakulären Aktionen am Brett auch extrem gefährlich aus der Distanz ist. Nicht zum Einsatz kommen wird wohl der französische Nationalspieler Mickael Gelabale, der nach einer starken Europameisterschaft in Litauen verletzt zu seinem neuen Team in Belgien gestoßen ist.

ALBAs Lucca Staiger, mit 15 Punkten gegen Riga ALBAs Topscorer, freut sich sehr über das Erreichen des Halbfinales und die Begegung mit Charleroi, stellt seine eigene Leistung aber in den Team-Kontext: „Dass wir gegen Riga fünf Scorer mit zweistelligen Punktzahlen hatten, deutet auf unsere größte Stärke. Wir haben viele Spieler mit Topscorer-Potenzial im Team und an jedem Abend können andere diese Rolle übernehmen.“

Euroleague-Quali (Charleroi) im Überblick:

ALBA BERLIN – VEF Riga 82:60 (25:20, 19:12, 21:13, 17:15)
ALBA: Wood 13 (4 as), Staiger 15 (4/7 Dreier), Weaver (6 as), Aller 11 (6 rb), Francis 2; Simonovic 11, Idbihi 6, Taylor 6, Schaffartzik 7, Schultze, Ney. – 52 % Wurfquote (7/17 Dreier), 39 Rebounds (9 off), 12 Ballverluste.

VEF: Perry 4, Valters 10, Janicenoks 12 (3 as), Cain 4 (8 rb, 2 bs), Kavaliauskas 4; Bertans 5, Millage 7, Jahovics 1, K. Berzins 10, Sims 3. – 32 % Wurfquote (5/19 Dreier), 30 Rebounds (12 off), 12 Ballverluste

Spirou Charleroi – BC Donetsk 61:59 (10:14, 11:14, 19:15, 21:16)
Spirou: Mallet 1 (5 as), Welsch 13, Hamilton 10 (3/3 Dreier), Shengelia 5, Beghin 8 (9 rb); Green 9 (11 rb), Riddick 5, Broyles 5, Hill 5. – 33 % Wurfquote (7/20 Dreier), 45 Rebounds (15 off), 12 Ballverluste.

Donetsk: Avdalovic 5, Curry 2, Pustozvonov 4, Lee 13, Kravtsov 6 (3 bs); Nelson 8, Radenovic 11 (7/10 Freiw, 8 rb), Gliebov 7, Kovaklenko 3, Saltovets. – 42 % Wurfquote (1/12 Dreier), 34 Rebounds (3 off), 12 Ballverluste.

Freitag, 30. September 2011
18:00: Khimki Moskau (Russland) – Turow Zgorzelec (Polen)
20:45: CEZ Nymburk (Tschechien) – Banvit Bandirma (Türkei)

Samstag, 1. Oktober 2011
17:00: ALBA BERLIN – Spirou Charleroi
20:00: Khimki/Turow – Nymburk/ Banvit

Sonntag, 2. Oktober 2011
19:00: Finale
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