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Schwache Eisbären kommen unter die Räder

Schwache Eisbären kommen unter die Räder

Die Eisbären Bremerhaven haben in der Beko Basketball Bundesliga eine bittere Heimpleite kassiert. Nach der bis dato schlechtesten Saisonleistung verloren die Bremerhavener am Sonntag deutlich mit 58:82 (29:42) gegen ratiopharm ulm. Nur im Auftaktviertel konnten die Eisbären mithalten, lagen sogar knapp vorn. Im Anschluss riss bei den indisponierten Gastgebern komplett der Faden.
„Ulm war klar besser! Sie haben von Anfang an mit der Intensität und Verteidigung gespielt, die in einem solchen Spiel nötig ist. Von der Leistung meiner Mannschaft bin ich tief enttäuscht. Da war kein Feuer drin, kein Willen und kein Herz. Sicher ist Ulm ein starker Gegner. Aber so wie wir heute darf man sich nicht präsentieren. Diesen katastrophalen Auftritt kann und will ich nicht akzeptieren“, sagte Eisbären-Trainer Doug Spradley nach dem Spiel.

Die Eisbären knüpften in Verteidigung zunächst an das gute Schlussviertel beim Auswärtssieg in Frankfurt an. Torrell Martin und Anthony Smith kümmerten sich um die Ulmer Flügelzange Steve Esterkamp und Isaiah Swann. Center Chris McNaughton hielt Toprebounder John Bryant erfolgreich in Schach. Offensiv lief auf Seiten der Gastgeber viel über Martin. Doch auch der Bremerhavener Kapitän und Dauerläufer braucht irgendwann mal eine Pause.

Es mag Zufall sein, dass ratiopharm in Abwesenheit von Martin gleich zwei Gänge hoch schaltete. Was die Eisbären den 3160 Zuschauern nach der ersten Viertelpause boten, war jedoch so gar nicht nach dem Geschmack von Spradley. Ulm dominierte plötzlich das Geschehen, nutzte die Schwächephase der Eisbären gnadenlos aus. Sowohl im Angriff als auch in der Defensive hatte ratiopharm das Heft nun in der Hand. Ein furioser 20:6-Lauf brachte die Gäste bis zur 17. Minute mit 37:24 in Front. Im Unterschied zu den Eisbären brachten die Ulmer Bankspieler jede Menge frischen Wind.

Wer gehofft hatte, dass die Gastgeber nach der Halbzeitpause eine Aufholjagd starten würden, wurde schnell eines Besseren belehrt. Zwar keimte nach 5 Punkten von Jermain Raffington zum 36:46 kurzzeitig Hoffnung auf, doch das sollte sich schnell wieder ändern. Ex-Eisbär Steve Esterkamp antwortete im Gegenzug eiskalt per Dreier, danach war alles wieder beim alten. Ulm bestimmte das Spiel und die taumelnden Eisbären hatten dem nichts entgegenzusetzen. Nach 23 Minuten wechselte Eisbären-Coach Spradley Youngster Tony Canty ein. Ein klares Indiz für die Bremerhavener Hilf- und Harmlosigkeit.

Vor Beginn des Schlussviertels war die Partie längst entschieden. Spradley konnte bringen, wen er wollte. Auf dem Feld änderte sich rein gar nichts. Die Eisbären leisteten sich haarsträubende Ballverluste und schossen besonders aus der Distanz die Lampen aus. Ulm konnte es sich daher erlauben, die letzten 10 Minuten fast komplett mit der zweiten Garde zu bestreiten.

Punkteverteilung Eisbären: Everett 9, Canty 3, M.Smith 2, McNaughton 2, Martin 12, Peacock 10, Raffington 5, A. Smith 10, Brewer 3, Cain 2

Beste Werfer Ulm: Bryant 16, Watts 13, Nankivil 12, Betz 11, Swann, Trice je 10

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