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Sechsjährige Tradition fortführen - Telekom Baskets wollen in der Erfolgsspur bleiben

Sechsjährige Tradition fortführen - Telekom Baskets wollen in der Erfolgsspur bleiben

Nur vier Tage nach dem 95:83 bei Phoenix Hagen steht für die Telekom Baskets Bonn in der Beko Basketball Bundesliga auch schon die nächste Prüfung auf dem Plan. Mittwochabend (12.10.2011, 19:30 Uhr) empfängt das Team von Trainer Michael Koch am 3. Spieltag ...
1318320063/img_Jared_Jordan_Telekom_Baskets_Bonn.jpg... der Saison 2011/2012 die LTi GIESSEN 46ers. Wenn der Hochball im Telekom Dome in die Höhe steigt, geht es für die Rheinländer um die Fortsetzung einer Heimserie - Bonn hat im Ligabetrieb seit dem 2.4.2005 nicht mehr vor eigenem Publikum gegen die Hessen verloren. In den vergangenen 15 Jahren konnte Bonn 24 Mal gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied gewinnen, in acht Ligabegegnungen schritt Gießen als Sieger vom Parkett, dreimal auf dem Bonner Hardtberg.

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Der Sommer brachte viel frischen Wind in die personellen Reihen des hessischen Traditionsclubs. Mit Björn Harmsen (kam vom MBC) konnte ein junger Trainer gewonnen werden. Der ausgewiesene Basketball-Fachmann hatte während der Offseason alle Hände voll zu tun, den neuen 46ers-Kader zusammen zu stellen.

Mit Elvir Ovcina, Maurice Jeffers und Mathias Perl haben nur drei Rotationsspieler des Vorjahres den Umbruch überdauert. In Wayne Bernard, Radenko Pilcevic (beide MBC), Barry Stewart (Trier) und Koko Archibong (Bayreuth) fand Coach Harmsen ein talentiertes Quartett, dass sich bereits in der deutschen Beletage auskennt. Die größte Aufmerksamkeit erhielten die 46ers allerdings durch die Verpflichtung von Misan Nikagbatse. Der heute 29-Jährige lief in 69 Spielen mit dem Adler auf der Brust für Deutschland auf und hatte seinen Anteil am Gewinn der WM-Bronzemedaille sowie dem Erreichen des 2. Platzes bei der EM 2005. In den vergangenen zwei Jahren kämpfte der Combo-Guard mit diversen Verletzungen und möchte unter Harmsen nun wieder Fuß in der Beko BBL fassen.

Die ersten beiden Saisonspiele verliefen nicht nach dem Geschmack der 46ers. Zum Auftakt setzte es auswärts ein 56:73 bei der EnBW Ludwigsburg, ehe sich die Hessen am vergangenen Samstag Aufsteiger Würzburg mit 60:85 geschlagen geben mussten. Auch wenn der Mannschaftserfolg bislang ausblieb, so konnte Elvir Ovcina individuell überzeugen. Der Center-Routinier geht mit gutem Beispiel voran und gibt mit durchschnittlich 17,5 Punkten und 7,5 Rebounds in Brettnähe den Ton an. Durchaus ausbaufähig ist dem gegenüber die Dreierquote Gießens mit lediglich 22,9 Prozent.

Dass solche Statistiken nach nur zwei absolvierten Spielen mit Vorsicht zu genießen sind, gibt Michael Koch zu bedenken. „Nach einem Drittel oder der Hälfte der Saison hätten solche Zahlen mehr Wert", so der Baskets-Headcoach. „Gießen hat genug Spieler auf den Außenpositionen, die keine grundsätzlich schlechten Schützen sind." Ebenso wenig möchte sich der Bonner Cheftrainer auf den zwei Siegen gegen München (80:76) und Hagen (95:83) ausruhen. „Wir sind in der Favoritenrolle - diese Position müssen wir bestätigen", konstatiert Koch. „Gießen kommt nach den zwei Niederlagen mit Wut im Bauch zu uns. Wir stellen uns auf eine aggressive Verteidigung, vor der wir den Ball schützen müssen. Auch die Kontrolle der Bretter ist von großer Bedeutung, da müssen wir mit der gesamten Mannschaft gut arbeiten."

Bundesliga-Profis als Vorhut für NBBL-Youngster

Die Beko BBL-Partie ist diese Woche nicht das einzige Spiel mit Gießener Beteiligung im Telekom Dome. Zum Auftakt der Saison 2011/2012 in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) empfängt das Team Bonn/Rhöndorf am Sonntag, den 16.10.2011, um 15:00 Uhr die LTi GIESSEN 46ers Juniors auf dem Hardtberg. Am selben Tag eröffnet zuvor die Bonn/Rhöndorfer JBBL-Mannschaft gegen die Köln 99ers (12:00 Uhr) ebenfalls die neue Spielzeit.

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Quelle: Telekom Baskets Bonn

LTi 46ers gastieren bei noch unbesiegten Telekom Baskets

LTi GIESSEN 46ers

Nur vier Tage nach der 60:85-Heimniederlage gegen die s.OliverBaskets aus Würzburg erhalten die LTi GIESSEN 46ers die Gelegenheit, es besser zu machen. Am 3. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga-Saison 2011/2012 muss das Team aus der Lahnstadt am Mittwoch (12. Oktober) bei den Telekom Baskets Bonn antreten. Sprungball ist um 19.30 Uhr im 6.000 Zuschauer fassenden Telekom Dome. Bereits am Samstag (15. Oktober) steht in der Sporthalle Ost das nächste Heimspiel auf dem Programm, zu Gast sind dann die Artland Dragons.

Die Telekom Baskets haben in der 46. Bundesliga-Spielzeit bislang zwei Siege eingefahren. Zunächst konnte in eigener Halle gegen den FC Bayern München ein 80:76-Sieg nach Verlängerung gefeiert werden, am Samstag kam das im Sommer von Cheftrainer Michael Koch neuformierte Team dann zu einem 95:83-Auswärtserfolg bei Phoenix Hagen. Am Mittwochabend wollen die Bonner ihre Heimsiegesserie gegen die 46ers fortsetzen. Den letzten Erfolg in der ehemaligen Bundeshauptstadt konnte die Gießener Mannschaft im April 2005 (89:76) einfahren.

Bei den LTi 46ers wurde am Montag die Niederlage gegen die s.Oliver Baskets aufgearbeitet. In der Video-Analyse erkannte Cheftrainer Björn Harmsen bei seiner Mannschaft Fehler, die auch schon im ersten Spiel in Ludwigsburg aufgetreten seien. Seine Aufgabe sei es nun, dass sich diese Fehler nicht noch einmal wiederholen. „Wenn man etwas Positives aus dieser Partie ziehen will, dann das, dass wir beim Rebound dagegengehalten haben. Das war okay. In allen anderen Bereichen hatten wir aber Probleme“, war Harmsen vor allem mit dem Fastbreakspiel seiner Truppe nicht einverstanden. „Wir haben Stopps bekommen, sind dann aber nicht nach vorne gesprintet“, so der Headcoach.

Zudem habe sich der Gegner mental sehr stark präsentiert und von Anfang an schwierige Würfe getroffen. „Das hat irgendwann unsere Moral gebrochen“, erklärte der 29-Jährige, der hinzufügte, dass genau das nicht noch einmal passieren dürfe. „In unseren ersten beiden Partien hatten wir beide Male die Chance, in das Spiel zurückzukommen und beide Male haben wir irgendwann nicht mehr daran geglaubt, das Spiel gewinnen zu können und aufgegeben. Dazu darf es nicht kommen, egal wie der Spielstand ist, egal was drumherum passiert. Das ist auch eine Mentalitätsfrage. Darüber haben wir gestern viel gesprochen. Diese Mentalität müssen wir ändern“, sagte Harmsen am Dienstagmittag im Pressegespräch in der Geschäftsstelle der LTi 46ers.

Angesprochen auf die schlechte Stimmung sowie die Unmutsäußerungen von Fans beim Heimspiel gegen die s.Oliver Baskets betonte der Coach, dass er die Frustration der 46ers-Anhänger gerade vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre versteht. Es gehe aber nun darum, für die Zukunft einen gemeinsamen Weg zu finden. „Auf der einen Seite muss ich mich hinterfragen und die Spieler dürfen sich natürlich nicht aufgeben, auf der anderen Seite müssen die Zuschauer in die Halle kommen, um unser Team von Anfang an zu unterstützen und nicht erst damit anfangen, wenn wir vielleicht mit zehn Punkten führen“, wünscht sich Harmsen, dass sein Team bei den kommenden Heimauftritten von Anfang an von den gesamten 46ers-Fans den Rücken gestärkt bekommt, sowie „den Stolz des Publikums darauf, Bundesliga-Basketball in Gießen zu haben, in dem Wissen, dass wir ein kleiner Standort sind, der um den Klassenerhalt kämpft“.

Zurück zum morgigen Spiel: Mit den Telekom Baskets treffen die 46ers auf einen Gegner, der laut Harmsen im Vergleich zur Vorsaison auf einer „komplett anderen Schiene“ fährt und nun einen „europäischen, teamorientierten Basketball“ spielt. Der gebürtige Licher Michael Koch setzt auf eine eher kleine Rotation, doch die hat es in sich. Beim Sieg in Hagen schlossen alle Spieler aus der Bonner Startformation die Partie mit einem zweistelligen Punktewert ab: Angeführt von Point Guard Jared Jordan (21 Punkte, 8 Assists), über die litauischen Flügelspieler Benas Veikalas und Simonas Serapinas, US-Power Forward Tony Gaffney (9 von 9 Zweier) und Center-Routinier Chris Ensminger, der beim Auftaktsieg gegen die Bayern erfolgreichster Punktesammler und Rebounder seines Team war.

Björn Harmsen: „Die Grundidee, mit der wir ins Spiel gehen, ist die, die Bonner mit unserer größeren Rotation müde zu machen und da zu attackieren, wo sie nicht ihre besten Verteidiger haben. Wenn wir uns nicht wieder zu 56 oder 60 Punkten quälen wollen, müssen wir deutlich schneller nach vorne spielen und im Halbfeld deutlich mannschaftsdienlicher agieren als zuletzt.“

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Quelle: LTi GIESSEN 46ers
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