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Sechster Sieg in Folge

Sechster Sieg in Folge

Für Tigers-Cheftrainer Igor Perovic war es das erwartet schwere Spiel. „Wir haben uns seit dem Ulm-Spiel auf Düsseldorf vorbereitet. Wir wussten, dass es schwer wird, da Düsseldorf trotz des schlechten Tabellenstandes immer kämpft und hart spielt“, sagte der Tübinger Übungsleiter nach dem Spiel. Tatsächlich bedurfte es eines starken Chris Oliver sowie eines starken dritten Viertels, um die Gäste aus dem Rheinland niederzuringen. Am Ende war jedoch der verdiente sechste Sieg in Folge unter der Dach und Fach, der Kontakt zu den Playoff-Plätzen ist weiterhin da.
Die Tigers benötigten etwas Zeit um ins Spiel zu finden und gewährten den Rheinländern viele offene Würfe und zahlreiche Offensivrebounds, die die Gäste allerdings nicht konsequent nutzten. So mussten sich beide Teams nach knapp vier Minuten mit jeweils vier mageren Pünktlein begnügen. Die Perovic-Truppe hatte den Gegner sicherlich nicht unterschätzt – dafür hat Igor Perovic schon gesorgt, aber irgendwie fanden sie nicht so richtig ins Spiel und wirkten gehemmt. Nach knapp sechs Minuten hatte Düsseldorf schon stolze 13 Mal auf den Tigers-Korb geworfen (sechs Offensivrebounds haben das möglich gemacht), aber trotzdem nur sechs Punkte erzielen können. Nach zwei Kashirov-Freiwürfen stand es 10:6 für die Hausherren, die weiter sehr unkonzentriert agierten. Eine Minute vor dem Ende des Viertels ging Düsseldorf nach einem Fastbreak mit 13:12 in Führung und Perovic nahm sich seine Jungs in einer Auszeit zur Brust - er predigte seiner Mannschaft, dass dieses Spiel nicht auf „Sparflamme“ gewonnen werden kann. Während die Tübinger im gesamten Viertel aufgrund zahlreicher Ballverluste nur acht Mal auf den Düsseldorfer Korb werfen konnten, gewährte man dem Gegner stolze 21 Wurfversuche. Ein wilder Buzzerbeater von Patrick Pope brachte Düsseldorf mit 16:15 in Führung.

Zwei schöne Aktionen von Oliver brachten die Tigers jedoch umgehend wieder in Front. Da die Hausherren zudem deutlich bissiger in der Verteidigung zu Werke gingen, konnten sie sich erstmals ein kleines Polster herausspielen (21:16, 12. Minute). Oliver hatte bis dahin schon zehn Zähler erzielt. In der Folge plätscherte das Spiel allerdings wieder vor sich hin. Die Tigers nahmen sich in der Verteidigung wieder deutlich zurück und gestatteten den Gästen zahlreiche einfache Würfe. Dass die Tigers dennoch mit einer Führung (30:28) zur Halbzeitpredigt gehen konnten, verdankten sie nicht etwa der eigenen starken Leistung, vielmehr waren die Giants noch schlechter. Nach den zuletzt starken Leistungen der Tigers in den letzten Spielen mussten die Zuschauer eine ganz herbe Basketball-Magerkost ertragen.

Der Start ins dritte Viertel war dann etwas schwungvoller – fünf schnelle Punkte binnen einer Minute und die Tigers lagen mit 35:28 in Front. Die Hausherren verschärften nun das Tempo. Bei Oliver klappte am heute Tag ohnehin beinahe alles, aber auch seine Mitspieler – vor allem Dane Watts und Joe Herber (zehn Punkte im dritten Spielabschnitt) - kamen nun besser in Fahrt. In der 24. Minute unterbrach Giants-Coach Murat Didin beim Stand von 41:32 für die Tiger das Spiel und erbat sich eine Auszeit. Zwei Dreier von Patrick Wischnewski hielten Düsseldorf aber weiter im Spiel. Gegen Ende des Viertels wurden die Kräfteverhältnisse dann immer klarer. In der 27. Minute wuchs nach einem Herber-Korb der Tübinger Vorsprung in den zweistelligen Bereich (49:38), allerdings ohne dass die Tigers wirklich glänzen mussten. Mit einer deutlichen 57:41-Führung ging es dann in das letzte Viertel.

Herber eröffnete den Schlussabschnitt mit einem weiteren Dreier. Kurz darauf kam auch Neuzugang Mladen Lukic zu seinem ersten Einsatz im Tigerkäfig und erkämpfte sich gleich mit viel Einsatz einen Offensivrebound. Die Tigers waren nun aber wieder etwas unkonzentriert in der Verteidigung, sodass die Düsseldorfer bis auf 62:47 herankamen (33.). Perovic wollte den kleinen Lauf direkt mit einer Auszeit unterbrechen, aber die Unkonzentriertheit im Angriff ließen die Gäste weiter herankommen. Vor allem Bane Ratkovica hatte das Pech an den Fingern kleben und wurde folgerichtig vier Minuten vor dem Ende beim Stand von 66:56 durch Clifford Crawford ersetzt. Düsseldorf witterte nun die Chance und spielte eine Ganzfeldpresse, mit der die Tigers richtig Probleme hatten, sodass Ratkovica kurz darauf doch wieder aufs Feld geschickt wurde. Im Angriff kam tatsächlich etwas Ruhe rein, sodass der Vorsprung über die Runden gebracht wurde. Am Ende stand ein unter dem Strich verdienter 75:60-Sieg in einem nicht sonderlich ansehnlichen Spiel. Aber wie heißt es so schön: Wer in die Playoffs will, muss auch solche Spiel gewinnen.
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