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Sensationserfolg nach Verlängerung zum Heimfinale

Sensationserfolg nach Verlängerung zum Heimfinale

Was für eine Stimmung, was für eine Erleichterung! Spätestens nach dem Dreier von Pete Campbell zum 76:70 in der 43. Minute war klar, dass der BBC das Spiel gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS gewinnen will. Mit viel Kampf und Herz wurde der Tabellenzweite, der sich sechs Sekunden vor Spielende mit einem Dreier in die Verlängerung rettete, besiegt. 3.350 Fans waren aus dem Häuschen und feierten das Team noch lange nach Spielende.
Durch den Erfolg – und den zeitgleichen Niederlagen des Mitteldeutschen BC (57:79 gegen Tübingen) und der LTi GIESSEN 46ers (53:63 gegen Trier) hat die Mannschaft von Trainer Andreas Wagner den Klassenerhalt vor Augen und vor allem in eigenen Händen. Notwendig ist „nur“ ein Sieg am Sonntag um 18 Uhr bei den Gloria GIANTS Düsseldorf, die trotz eines 79:66 Sieges über Ulm als erster Absteiger in die Pro A feststehen.

Schon lange vor Spielende füllte sich die Oberfrankenhalle, in der eine Stimmung wie schon lange nicht mehr herrschte. Jeder war sich der besonderen Konstellation bewusst und so wurde das 2:0 von Marcus Ginyard genauso bejubelt wie kurz darauf das 6:2 (3.) von Jared Reiner. In der sechsten Minute traf Frankfurts Roger Powell zweimal und holte dabei beim 6:7 die erste Führung der DEUTSCHE BANK SKYLINERS. Diese konnten die Gäste durch einen Dreier von Jimmy McKinney sowie Zähler von Marius Nolte in der achten Minute gar auf 7:12 ausbauen, Jaivon Harris jedoch hielt den BBC mit einem Dreier im Spiel. Nach dem Ausgleich von Jared Reiner traf Danny Gibson in der neunten Minute einen Freiwurf zum 13:12, erneut war es dann Jimmy McKinney auf Seiten der Gäste, der mit einem Dreier das 13:17 (10.) markierte.

Abschnitt zwei begann mit einem Dreier von Simon Schmitz, der die erneute BBC-Führung bedeutete. Doch die SKYLINERS trafen ebenfalls aus der Distanz, Pascal Roller und Jevohn Shepherd markierten das 18:23, was eine BBC-Auszeit zur Folge hatte. Zurück auf dem Spielfeld verwandelte Danny Gibson ein Dreipunkt-Spiel ehe Jaivon Harris zum 23:23 (13.) Ausgleich traf. In den folgenden beiden Minuten trafen dann nur die Gäste. Kimmo Muurinen und DaShaun Wood holten vier Punkte, dann vergab Ekene Ibekwe zwei Freiwürfe. Für die Skyliners machten Jimmy McKinney und erneut der MVP der Saison, DaShaun Wood, einen 0:8 Lauf zum 23:31 perfekt. Der BBC steckte jedoch nicht auf und kam, nach einer weiteren Auszeit in der 19. Minute, durch Pete Campbell sowie zwei Sekunden vor der Pause durch Jaivon Harris zum 31:35.

Erneut war es ein BBC-Dreier, der das dritte Viertel eröffnete. Diesmal war es Danny Gibson, der den Rückstand verringerte. In der 23. Minute traf DaShaun Wood zunächst aus der Distanz, dann aus der Nähe, 36:42 stand es zu diesem Zeitpunkt für die Gäste. Nach einem Dreier von Marcus Ginyard zogen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS dann davon. Mit einer Balleroberung erzielte DaShaun Wood mit einem Dunking in der 25. Minute gar das 39:49. Wer nun dachte, der BBC fällt in alte Verhaltensmuster zurück, der sah sich schon kurz darauf getäuscht. Vor den Augen des langjährigen BBC-Spieler Christoph Tetzner kam das Team nämlich schnell ins Spiel zurück. Zwischen der 26. Und 28. Minute erzielten Drew Neitzel fünf und Danny Gibson drei Punkte, nur noch 49:51 stand es. In der letzten Minute wurde Simon Schmitz dann beim Dreier gefoult, sicher verwandelte er alle drei Freiwürfe zum 52:53.

Nichts für schwache Nerven war das letzte Viertel, in dem der BBC durch Freiwürfe von Marcus Ginyard die Führung kurzzeitig zurückeroberte. Doch ein Dreipunkt-Spiel von Jehvon Sheperd sorgte dafür, dass die SKYLINERS die Nase wieder vorne hatten, Roger Powell legte in der 34. Minute gar das 55:58 nach. Doch schon wenig später war das Spiel wieder ausgeglichen, Drew Neitzel traf von jenseits der 6,75 Meter. Eine Minute später gab es ein erfolgreiches Dreipunkt-Spiel von Danny Gibson zu bejubeln. In der 38. Minute glich zunächst DaShaun Wood zum 63:63 aus, ehe die nächsten fünf Bayreuther Punkte an der Freiwurflinie fielen. Auf Seiten der Gäste spürte man hier Unkonzentriertheit, gleich vier Freiwürfe gingen daneben. Und so führte der BBC 20 Sekunden vor Spielende mit 67:63. Mit schnellen Punkten verkürzte Roger Powell um zwei Zähler, dann musste Pete Campbell an die Freiwurflinie. Er vergab einen Versuch und so hatten die Skyliners noch 13 Sekunden Zeit. Hier wurde zunächst verpasst, DaShaun Wood zu foulen und so konnte dieser völlig unbedrängt einen Dreier zum 68:68 verwandeln. Als dann auch noch der Ball nicht den Mitspieler suchte und die SKYLINERS sechs Sekunden vor dem Ende nochmals den Ball in Händen hielten war das Spiel schon fast verloren, doch ein Korberfolg sollte nicht mehr gelingen – Verlängerung.

Hier traf zunächst wieder Roger Powell ehe Ekene Ibekwe mit dem fünften Foul vom Feld musste. Für den BBC war dann Jared Reiner erfolgreich, er hängte dem am Abend unauffälligen Quantez Robertson sein fünftes Foul an, traf auch den Freiwurf zum 71:70. In der 43. Minute war es dann Pete Campbell, der den vergebenen Freiwurf wettmachte und per Dreier zum 76:70 einnetzte. Dies war die Vorentscheidung, denn auf jeden schnellen Korberfolg der Hessen wusste der BBC die passende Antwort. 56 Sekunden vor Spielende traf DaShaun Wood einen Freiwurf zum 82:77 doch mit dem nächsten Angriff machte Danny Gibson alles klar. Der Aufbauspieler drückte 31 Sekunden vor dem Ende aus der Distanz ab und ließ Spieler und Fans jubeln. Die Sensation war geschafft, nach Verlängerung holt der BBC einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt!

Dieser könnte schon am Sonntag gefeiert werden. Um 18 Uhr beginnt das Spiel bei den Gloria GIANTS Düsseldorf, die seit Freitagabend als Absteiger feststehen. Und das, obwohl die letzten beiden Spiele gewonnen wurden. Beim 79:66 über ratiopharm Ulm war einmal mehr DeAndre Haynes (19 Punkte) bester Werfer der Mannschaft. Mit durchschnittlich 12,1 Zählern führt er das Teamscouting an, gefolgt vom nachverpflichteten Esmir Rizvic (10,0) und Laimonas Kisielius (9,3). Das Spiel, zu dem viele BBC-Fans nach Düsseldorf reisen werden, wird ab 17:30 Uhr live auf Radio Mainwelle übertragen.

Trainerstimmen:

Gordon Herbert (DEUTSCHE BANK SKYLINERS): „Gratulation nach Bayreuth. Sie haben sehr kampfbetont gespielt. Die Stimmung in der Halle und die Atmosphäre waren wie in den Playoffs. Ich habe das erste Mal hier gespielt und bin beeindruckt. Im dritten Viertel waren wir mit zehn Punkten vorne, Bayreuth ist aber zurückgekommen und hat auf den Ausgleich gedrängt. Am Ende sind wir mit etwas Glück in die Verlängerung gekommen, mein Team hat zu keinem Zeitpunkt aufgegeben.“

Andreas Wagner (BBC Bayreuth): „Es war heute eines der unglaublichsten Heimspiel der Saison. Wahrscheinlich auch das Beste, sonst hätten wir Frankfurt nicht schlagen können. Ich möchte mich bei den Fans für die Atmosphäre bedanken, unglaublich wie sie uns nach vorne gepusht haben. Sie haben uns in der ganzen Saison unterstützt! Wir haben mit viel Herz gespielt, offensiv sehr gut gespielt, defensiv leider teilweise nicht so gut. Aber wir hatten den Willen und Kampf, um zurück zu kommen. Der Dreier zur Overtime darf nicht passieren, wir hätten foulen müssen. In der Verlängerung sind wir gut aufgetreten, mich freut vor allem der Dreier von Pete Campbell aus der Ecke. Ich kann der Mannschaft ein großes Lob aussprechen, wir müssen uns nun sammeln und das Spiel in Düsseldorf gewinnen, was kein Selbstläufer wird.“

BBC Bayreuth – DEUTSCHE BANK SKYLINERS
86:79 (15:17;16:18;21:18;16:15;18:11) n.V.

BBC Bayreuth: Gibson 22, Neitzel 14, Reiner 13, Ginyard 10, Harris 8, Campbell 8, Schmitz 6, Ibekwe 5, Schmidt 0, Wachalski 0. Dreier: Gibson 3, Ginyard 1, Schmitz 1, Campbell 1, Harris 1, Neitzel 1.

DEUTSCHE BANK SKYLINERS: Wood 29, Powell 17, Shepherd 8, McKinney 8, Muurinen 6, Robertson 4, Roller 3, Nolte 2, Moss 2. Dreier: Wood 2, McKinney 2, Shepherd 1, Roller 1.

Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 48% (28 von 59), Frankfurt 39% (28 von 72)
Dreierquote: Bayreuth 40% (8 von 20), Frankfurt 20% (6 von 30)
Freiwurfquote: Bayreuth 69% (22 von 32), Frankfurt 68% (17 von 25)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 32 (29/3), Frankfurt 46 (33/13)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 12/11/4/2, Frankfurt 14/6/1/2
Fouls: Bayreuth 24, Frankfurt 29

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