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Sieben Minuten ohne Feldkorb kosten Siegchance

Sieben Minuten ohne Feldkorb kosten Siegchance

Das Erreichen der diesjährigen Playoffs rückt für die Telekom Baskets Bonn in immer weitere Ferne. In einer Nachholpartie des 19. Spieltags in der Beko Basketball Bundesliga haben die Bonner Basketballer mit 63:73 (13:16, 15:14, 19:23, 16:20) bei der BG Göttingen verloren. Über drei Viertel agierten beide Teams auf Augenhöhe, ehe die Gäste im letzten Abschnitt über sieben Minuten ohne Feldkorb auskommen mussten. Die „Veilchen" - ihres Zeichens die ligaweit aggressivste Mannschaft am offensiven Brett - profitierten nicht zuletzt in dieser Phase von ihren insgesamt 14 Offensiv-Rebounds. Zum Baskets-Topscorer avancierte Nic Wise mit 19 Punkten.
Es war keine Viertelstunde her, dass Casey Jacobsen als Kapitän der Brose Baskets den Beko BBL-Pokal in Empfang genommen hatte, da schritten Punkt 19:00 Uhr in der 290 Kilometer von Bamberg entfernten Lokhalle die fünf Starter der Telekom Baskets Bonn aufs Parkett. Gleich im ersten Angriff setzte Chris Ensminger ein Ausrufezeichen, griff sich den vergebenen Wurf eines Mitspielers und vollstreckte unmittelbar in Brettnähe. Es sollte bis Mitte des ersten Viertels jedoch der einzige Treffer aus dem Feld für die Rheinländer bleiben, ehe Ensminger erneut zuschlug - bis dahin hielten sich die Baskets mit Freiwürfen über Wasser (10:9, 5. Minute). Daran änderte sich auch bis Ende des Auftaktabschnitts nichts, denn außer dem Center traf kein weiterer Bonner einen Wurf aus dem Feld. Dank guter Verteidigung wurde den Niedersachsen jedoch nicht gestattet, sich zu weit abzusetzen (16:13).

Im zweiten Spielabschnitt sollte sich das Bild zunächst wandeln. Die Gäste schienen in Rekordzeit die miese Trefferquote des ersten Viertels ausbügeln zu wollen. Nic Wise und Fabian Thülig vollstreckten zur Führung (16:17, 12. Minute), welche Göttingen kurz darauf zurück eroberte. Als die Niedersachsen weiter zu enteilen drohten, griff Michael Koch zur taktisch kluge Auszeit, aus welcher heraus die Gäste mit einem Dreier durch Mark Tyndale antworteten (27:26, 18. Minute). Es war der erste erfolgreiche Distanzwurf für die Baskets, nachdem bereits neun Versuche das Ziel verfehlt hatten. Die „Veilchen" konnten den knappen Vorsprung verteidigen, ehe es in die Kabine ging (30:28).

Nach dem Seitenwechsel waren es zwei Göttinger Offensiv-Rebounds mit anschließendem Abschluss, die Koch zur nächsten Auszeit zwangen (38:30, 14. Minute). Aus der kurzen Lagebesprechung kam Bonn defensiv wacher und offensiv fokussierter zurück aufs Feld. Mit einem 12:2-Lauf übernahmen die Baskets die Führung und schafften es durch einen Dunking von Tim Ohlbrecht gar, dass es in der Lokhalle etwas ruhiger auf den Rängen wurde (40:42, 27. Minute). Göttingen, das im Saisonmittel 12,0 Rebounds am offensiven Brett (Bestwert in der Beko BBL) abgreift, attackierte vehement den Bonner Korb - mit Erfolg. Nach drei absolvierten Vierteln hatten die Niedersachsen bereits das Dutzend Offensiv-Rebounds voll (53:47). Offensiv lief nach wie vor nicht viel bei den Telekom Baskets. Besonders Jeremy Hunt wurde ein wenig der Pechvogel des Spiels. Der Bonner „Shooter" wurde besonders wegen seiner Fähigkeiten von jenseits der Dreierlinie dringend gebraucht, hatte von Coach Michael Koch auch die Erlaubnis es immer wieder zu versuchen, doch Hunt, der beim Hinspielsieg im Telekom Dome noch 20 Punkte (vier von fünf Dreier) machte, hatte in der Lokhalle einen rabenschwarzen Tag erwischt. Nur ein Treffer bei acht Versuchen war die magere Ausbeute des Bonner Schützen.

Die Ansage Kochs vor dem Schlussabschnitt war klar: Der eigene Korb muss besser beschützt werden. Dies gelang den Baskets auch, doch trafen sie weiter im Angriff zu wenig. Lediglich Patrick Flomo und Mark Tyndale sorgten an der Freiwurflinie für Zählbares (58:51, 37. Minute). Göttingen gelang es, so gut zu verteidigen und taktisch klug zu foulen, dass die Gäste erst nach über sieben Minuten zu ihrem ersten Feldkorb kamen - einem schon so oft gesehenen Fadeaway von Nic Wise (60:53, 38. Minute). Bonn rannte die Zeit davon, und das den Baskets den ganzen Abend über treue Wurfpech von jenseits der 6,75m-Linie ließ sich nicht ins Gegenteil umkehren. Bei nur drei von 20 Dreiern reichte die Feuerkraft von „Downtown" nicht aus, um auf den letzten Metern die Wende zu erzwingen.

Damit die Telekom Baskets Bonn weiter von den Playoffs träumen dürfen, sollten vier der verbleibenden fünf Hauptrundenspiele gewonnen werden. Dass es dabei gegen alle vier Teilnehmer des diesjährigen TOP FOUR Turniers geht, macht die Sache nicht einfacher. Zunächst jedoch müssen die Baskets am kommenden Freitag bei den Giants in Düsseldorf antreten. Zwei Tage später wird dann der amtierende Deutscher Meister und frischgebackene Pokalsieger aus Bamberg im Telekom Dome erwartet.

Telekom Baskets Bonn:
Hauer (0), Ensminger (8, 8 Rebounds), Hunt (3/1 Dreier), King (2), Thülig (2), Wise (19), Jaacks (0), Flomo (5), Ohlbrecht (12/1), Tyndale (12/1)

BG Göttingen:
Scott (8/1), Kulawick (0), Bailey (19/2, 6 Assists), Little (5/1), Dale (0), Tetzner (0), Meeks (0), Boone (14), Anderson (27/2, 11 Rebounds), Rafington (0), Jordan (0)

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