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Siebter Sieg im achten Beko BBL-Heimspiel gegen die TBB Trier

Siebter Sieg im achten Beko BBL-Heimspiel gegen die TBB Trier

Vorweihnachtszeit hin oder her: Die Bayern verteilen vor 5.600 Zuschauern im stimmungsvollen Audi Dome keine Geschenke, bezwingen die TBB Trier mit 76:70 (36:33) und wahren den Anschluss zur Tabellenspitze.
Die Bayern-Fans standen und warteten in schöner Tradition auf den ersten Treffer der Münchner, doch nach zwei Minuten gab es immer noch keinen Grund zum Platznehmen, schon eher zum Augenreiben: Den weitaus besseren Start in diese Beko BBL-Begegnung des 13. Spieltages erwischten nämlich die Rheinland-Pfälzer - Spielstand 0:8. Doch die Bayern ließen sich durch die schnelle Führung der Gäste überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, zwei Dreier von Demond Greene und Robin Benzing stellten den Anschluss wieder her (6:8 nach drei Minuten). Ein weiterer Dreier von Nationalspieler Robin Benzing verkürzte auf 10:11, und die Bayern-Fans trieben ihre roten Riesen frenetisch nach vorne. Doch die Gäste aus Trier erwiesen sich als bestens eingestellt von ihrem Coach Henrik Rödl und dachten erst gar nicht daran, hier freiwillig die Führung abzugeben. Die Bayern kamen nicht recht in Tritt und mussten den Gegner wieder wegziehen lassen (12:20/8. Min.). Bayern-Coach Dirk Bauermann wechselte durch, um die schlagkräftigste Besetzung auf dem Feld zu ermitteln. Ein Drei-Punkte-Wurf von Philipp Schwethelm verkürzte zum 17:23-Zwischenstand nach zehn Spielminuten. Auffällig war das Wurfpech der Münchner aus dem 2-Punkte-Bereich: Keiner der sechs Würfe fand im ersten Viertel den Weg in den Korb! Das konnte nur besser werden. Und es wurde besser!

Die Trierer setzten die Gastgeber mit ihrer variablen und aggressiven Verteidigungsarbeit allerdings weiter schwer unter Druck, doch die Münchner blieben dran und konnten nach knapp sieben Minuten durch einen frechen Dreier von Philipp Schwethelm zum 29:29 ausgleichen. Von den über 150 angereisten Gästefans war plötzlich nichts mehr zu hören. Obgleich bis zu diesem Zeitpunkt bei weitem noch nicht alles klappte in der Offensive der Bayern, wurden immerhin die Dreier relativ zielsicher und hochprozentig im Korb der TBB Trier untergebracht. 36:33 zur Halbzeit.

Das Spiel war zu Beginn des dritten Viertels nicht besonders ansehnlich, weil beide Teams extrem hart verteidigten und jeglichen Spielfluss zu unterbinden suchten. In dieser Phase fühlten sich aber die kantigen Kerle der Bayern besonders wohl: Chevon Troutman und Jared Homan fighteten unter den Körben, dass es eine wahre Freude war – und über acht Minuten lang waren es in diesem Spielabschnitt nur diese beiden Münchner, die für den Aufsteiger punkteten. Zeit für Jonathan Wallace, sich von jenseits der Drei-Punkte-Linie bemerkbar zu machen: 53:47. Wenig später traf Jonathan Wallace zwei Freiwürfe und stellte somit den 56:49-Zwischenstand nach dem dritten Viertel sicher.

Der Auftakt des letzten Viertels war vielversprechend: Ein Dreier von Ben Hansbrough nach einem klugen Pass von Jonathan Wallace und ein eleganter Fade-Away-Sprungwurf an der Grundlinie von Robin Benzing stellten erstmals einen zweistelligen Vorsprung her: 61:51 (33. Min.). Doch danach taten sich die Münchner aus unerfindlichen Gründen erneut schwer und ließen die Gäste nicht nur herankommen, sondern zum Entsetzen der Fans sogar ausgleichen: 61:61. Dann ging aber der von den Rängen ersehnte Ruck durch die Mannschaft, der Druck in der Verteidigung wurde wieder erhöht, und vorne übernahm insbesondere Jonathan Wallace das Kommando. Er brachte den Ball souverän nach vorne und traf einen wunderschön herausgespielten und enorm wichtigen Dreier zum 66:61 (noch 2:50 auf der Uhr). Trier versuchte nun noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, doch die Bayern erwiesen sich als gewitzt und zur Erleichterung der Fans als relativ treffsicher von der Freiwurf-Linie. Die letzten Minuten stand der Audi Dome und fieberte mit. Demond Greene verwandelte elf Sekunden vor dem Ende beide Freiwürfe zum 76:70-Endstand.

Henrik Rödl, Trainer der TBB Trier, meinte nach der Begegnung: „Glückwunsch an Dirk und seine Mannschaft. Sie haben einen Weg gefunden das Spiel zu gewinnen. Bayern hat in der entscheidenden Phase weniger Fehler gemacht und auch sehr gute Wurfquoten gehabt. Wir hatten zu viele Fehler in der entscheidenden Phase, um zum Sieg zu kommen. Trotzdem bin ich sehr stolz wie sich die Mannschaft hier präsentiert hat. Wir haben Bayern München in einem unfassbaren Ambiente alles abverlangt.“

FCB-Coach Dirk Bauermann sagte nach dem Sieg seiner Mannschaft: „Man muss Henrik Rödl und seiner Mannschaft gratulieren. Trier hat uns in der Tat alles abverlangt. Sie haben viel von dem weggenommen was uns im Angriff ausmacht. Sie haben mit viel Feuer, viel Energie gespielt und sie waren in der ersten Halbzeit auch die defensiv aggressivere Mannschaft. Für uns war wichtig, dass wir uns von dem rostigen Start erholt haben und einen Rhythmus gefunden haben. Als das Spiel noch einmal hätte kippen können, haben wir die Contenance bewahrt.“

Bereits am kommenden Dienstag (20.12., 20 Uhr) bestreiten die Bayern im Audi Dome das sechste und letzte Spiel in der Eurocup-Gruppe G. Zu Gast ist das Team von Cedevita Zagreb, das in der vergangenen Saison zu den vier besten Eurocup-Teams zählte. Dirk Bauermann zeigte sich vor dem Spiel kämpferisch: „Wir werden nun alles tun, um das letzte Spiel der Gruppe gegen Zagreb zu gewinnen. Wir wollen uns mit einem Erfolgserlebnis aus dem Eurocup verabschieden.“ Nach den Weihnachtstagen gilt die Vorfreude dann dem letzten Heimspiel des Jahres 2011. Das Spiel gegen den BBC Bayreuth am 29. Dezember um 18 Uhr ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt restlos ausverkauft – einem gebührenden Jahresausklang steht also nichts mehr im Wege.

Für den FC Bayern München spielten: Jonathan Wallace (18 Punkte/2 von 2 Dreier/12 von 12 Freiwürfe), Chevon Troutman (18/1 Dreier/9 Rebounds), Robin Benzing (15/3), Philipp Schwethelm (8/2), Jared Homan (7), Demond Greene (5/1), Ben Hansbrough (3/1), Steffen Hamann (2), Jan-Hendrik Jagla, Aleksandar Nadjfeji, Darius Hall (dnp) und Bogdan Radosavljevic (dnp).

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