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So kann das Jahr 2011 weitergehen

So kann das Jahr 2011 weitergehen

Radisa Zdravkovic kündigte es vor dem Spiel noch an: „Wir wollen gewinnen!“ sagte der Co-Trainer der WALTER Tigers selbstbewusst, doch nach den zuletzt mäßigen Leistungen hatten wohl nur wenige der 3000 Fans auch daran geglaubt. Eine tolle Mannschaftsleitung sorgte für einen 74:70-Erfolg gegen ALBA BERLIN. Auch die Tatsache, dass die Hauptstädter ersatzgeschwächt antreten mussten, tat der großartigen Leistung keinen Abbruch.
Erleichtert zeigte sich Tigers-Cheftrainer Igor Perovic nach dem Spiel: „Wir brauchten diesen Sieg unbedingt und haben ihn uns durch großen Kampf auch verdient. Diese Leistung hätte ich mir allerdings auch in den Spielen gegen Ulm, Hagen und den MBC gewünscht."

Zunächst begann das Spiel allerdings nicht gut für die Tigers. Die Zuschauer hatten noch nicht alle Platz genommen, als der erste Dreier – abgefeuert von Marko Marinovic durch den Tübinger Korb flutschte. Die Albatrosse schlossen die beiden ersten Angriffe zum 0:5 erfolgreich ab, während Chris Oliver und Johannes Herber mit ihren Distanzwürfen scheiterten. Nach zwei Minuten war es Oliver, der für das erste Tübinger Erfolgserlebnis sorgte, kurz darauf glich Anatoly Kashirov mit einen Dreipunktspiel aus, ehe Branislav Ratkovica von der Linie das 6:5 erzielen konnte. Jetzt musste man die Führung nur noch über die Zeit retten... Das Spiel von ALBA wirkte in dieser Phase recht ideenlos – ein erfolgloser Distanzwurf folgte auf den anderen. Als Dane Watts nach sechs Minuten das 11:5 erzielen konnte, tanzten die Tübinger Fans vor Freude, während ALBA-Trainer Luka Pavicevic tobte und seine Jungs zur Auszeit bat. Doch es sollte noch bis zur achten Minute dauern, ehe ALBA den Tübinger Korb wieder traf – unglaubliche sieben Minuten gelang den Hauptstädtern gar nichts, während die Tigers einen 13:0-Lauf aufs Parkett legten. Dennoch versäumten es die Tiger, die Berliner Schwäche konsequenter auszunutzen. So ging es mit einer recht knappen 16:12-Führung in die erste Viertelpause.

Das zweite Viertel begann wie das erste: mit einem Dreier von Marinovic. Nach einem Block von Watts an Derrick Allen konnten Ratkovica und Rade Markovic allerdings den Vorsprung wieder leicht ausbauen (23:17, 13.). Und während auf Berliner Seite mehr und mehr Einzelaktionen versucht wurden, spielten die Tigers weiter als Mannschaft. Dass sich die Schwaben dennoch nicht absetzen konnten, lag vor allem an Marinovic, der ein gutes Händchen von der Dreierlinie hatte und seine Mannen mit vier Dreiern in der ersten Halbzeit zumindest in Schlagdistanz hielt. Nico Simon antwortete allerdings aus der Ecke und stellte so wieder eine Fünf-Punkte-Führung her. Drei Minuten vor der Halbzeit-Pause durfte sich auch der zweite Ex-Berliner Herber das erste Mal in die Scorer-Liste eintragen und somit hatten alle acht eingesetzten Tiger gepunktet. Bis auf die Verteidigung der Berliner Distanzwürfe konnte Coach Perovic also mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Kurz vor der Pause sorgte Kenny Williams noch mal für ein Ausrufezeichen, als er seinen Gegenspieler Allen an der Dreierlinie stehen ließ und mit einem Dunking abschloss. Resultat der guten Mannschafts-Leistung war eine verdiente 38:35-Halbzeit-Führung.

97 Sekunden lief das Spiel in der zweiten Hälfte, ehe Perovic sein Team zu sich zitierte. Während Berlin durch Patrick Femerling und Immanuel McElroy zum 38:40 punkten konnte, schlossen die Hausherren überhastet aus der Distanz ab – die Führung war dahin. Berlin wirkte nun entschlossener und attackierte nun erfolgreich den Tübinger Korb. Punkt um Punkt zog Berlin nun davon, während die Tigers bis zur 25. Minute auf die ersten Zähler des dritten Viertels warten mussten. Watts erlöste den Tigers-Anhang mit seinem Korb zum 40:46. Berlin war nicht wieder zu erkennen. Der Ball lief gut und immer wieder wurde der freie Mann gefunden. Bryce Taylor schraubte den Tübinger Rückstand erstmals auf über zehn Punkte. 2:16 hieß bis dahin das Zwischenergebnis des dritten Spielabschnitts – es wurde leiser in der Paul Horn-Arena, während die Tübinger Spieler in Schockstarre waren. Ein Dreipunkt-Spiel von Ratkovica, sowie ein Distanzwurf von Watts unterbrachen den Berliner Lauf und brachten die Tigers in der 28. Minute plötzlich wieder in Schlagweite. Pavicevic nahm beim Stande von 48:53 eine Auszeit. Doch nun waren die Tiger wieder obenauf und verkürzten den Rückstand weiter. Vor Beginn des Schlussviertels hieß es 54:58 – die Zuschauer durften sich auf ein spannendes Finish freuen.

Das Schlussviertel begann mit einem unsportlichen Foul durch Taylor eigentlich viel versprechend für die Tigers. Allerdings sprang nur ein Pünktchen dabei heraus, sodass weiter drei Zähler Rückstand aufzuholen waren. Watts mit einem Dunking nach Pass von Kashirov und Ratkovica eroberten die Führung mit viel Kampf aber doch wieder zurück (59:58, 34.). ALBA BERLIN hatte bis dahin noch keinen Punkt erzielt und Pavicevic nahm wiederum die Auszeit. Gleich im Anschluss traf Sven Schultze seinen zweiten Dreier und Lucca Staiger legte noch einen nach. Sein Kumpel Nico Simon verkürzte allerdings nach einem Offensivrebound wieder und hielt die Tigers weiter im Spiel. Drei Minuten vor dem Ende glich Williams mit einem Dunking mit Ablauf der 24 Sekunden gar wieder aus. Beide Teams agierten nun nervös und verloren mehrfach den Ball bzw. trafen den Korb nicht. Erneut Williams sorgte für die erneute Führung der Hausherren, die Watts eine Minute vor dem Ende auf 68:64 ausbauen konnte. Der heute sehr unglückliche Julius Jenkins spielte den Tigers zudem mehrfach in die Krallen, als er erst einige Ballverluste produzierte und dann ganz untypisch zwei Freiwürfe vergab. Besser machte es Ratkovica auf der Gegenseite, der zumindest einen Freiwurf traf. Ein ganz schneller Dreier von Marinovic zum 69:67 hielt Berlin jedoch 20 Sekunden vor dem Ende weiter im Spiel. Nach der obligatorischen Auszeit schickten die Berliner zweimal Oliver an die Linie, der die Nerven behielt und alle Freiwürfe sicher versenkte (73:67). Erneut Marinovic traf jedoch einen Dreier drei Sekunden vor dem Ende, sodass erst der Freiwurf von Markovic zum 74:70 den endgültigen Sieg bedeutete.

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