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Spitzenleistung wird mit 95:80-Derbyerfolg über Ludwigsburg belohnt

Spitzenleistung wird mit 95:80-Derbyerfolg über Ludwigsburg belohnt

Was für ein Derby! Die Paul Horn-Arena war picke-picke-voll und die Anhänger der beiden schwäbischen Kontrahenten zeigten lautstark, für wen ihr Herz schlägt. Nach einem 0:9-Fehlstart spielten die WALTER Tigers vor ausverkaufter Kulisse (3132 Zuschauer) eines ihrer besten Saisonspiele und revanchierten sich für die knappe 86:89-Niederlage im Hinspiel. Teambasketball vom Feinsten und viel Kampfgeist führten zu einem deutlichen 95:80 (44:37)-Erfolg – nicht nur die Fans waren restlos begeistert. Auch Tigers-Coach Igor Perovic lobte sein Team in höchsten Tönen: „Wir haben hervorragenden Teambasketball gespielt und gezeigt, dass wir viele Optionen haben. Der Erfolg war hochverdient!“ Gleich fünf Tiger punkteten zweistellig, insgesamt trafen die Tübinger knapp 60 Prozent ihrer Würfe.
Die Gäste aus Ludwigsburg hatten den besseren Start. Die Hausherren erspielten sich in den ersten Angriffen zwar freie Würfe, vergaben diese jedoch leichtfertig. Besser machten es da die Barockstädter, die die ersten drei Angriffe allesamt erfolgreich abschlossen. Angesichts des 0:7-Fehlstarts bat Perovic die Tiger nach nicht einmal zwei Minuten zur ersten Auszeit. Bis auf 0:9 sollten die Gäste aber noch davonziehen, ehe Chris Oliver die ersten Zähler für die Tigers erzielen konnte. Mitte des ersten Viertels kam Tübingen besser ins Spiel. Immer wieder suchten die Hausherren den langen Anatoly Kashirov, der seine Größen- und Schnelligkeitsvorteile gegen John Bowler ausspielen sollte. In der sechsten Minute verkürzte Johannes Herber für die Tiger auf 12:13 – für EnBW-Trainer Markus Jochum nun Grund genug, auch eine Auszeit zu verlangen. Beide Mannschaften hielten das Tempo enorm hoch und zeigten ein derbywürdiges Viertel. Kenny Williams und Herber brachten den Käfig dann vollends zum Beben und erzielten fünf Punkte zum 17:13. Die Gäste zeigten sich nun schwer beeindruckt und erlaubten sich unverständliche Fehler. Bis auf 21:13 zogen die Neckarstädter noch davon, ehe das Team von Jochum wieder Zählbares produzierte. Mit einem hochverdientem 24:17 gingen die Tiger in die erste Viertelpause.

Der zweite Abschnitt begann mit fünf schnellen Punkten von Radovan Markovic. Der Serbe, der letzte Woche in Bonn nicht ins Spiel fand, war beim Derby sofort hellwach und hatte auch das nötige Quäntchen Glück. Sein Distanzwurf zum 32:19 prallte zunächst an den Ring, dann ans Brett und fand schließlich doch das Ziel. Tübingen diktierte weiter das Spielgeschehen, auch wenn die beiden folgenden Markovic-Würfe nicht ihr Ziel fanden. Unter den Körben räumten Dane Watts und Williams alles ab und das Tempo bestimmten ohnehin die Tübinger Guards – allen voran Bane Ratkovica. Was sie auch versuchten, sollte den Tigern, die sich nach jedem Ball warfen, gelingen. Auf Seiten der Gäste waren es vor allem Johannes Lischka und Alex Harris, die dagegen hielten. Kurz vor der Halbzeitpause durfte auch Akeem Vargas aufs Parkett. Eine der besten Tigers-Halbzeiten dieser Saison endete mit einem deutlichen 46:32.
Auch der Start in das dritte Viertel war vielversprechend. Fünf Punkte von Watts und deren zwei von Herber schraubten den Score auf 53:35. Die Fans – zumindest die der WALTER Tigers – waren restlos begeistert. Drei Tübinger Spieler (Herber, Oliver und Watts) waren zu diesem Zeitpunkt schon im zweistelligen Punktebereich. Beim Stand von 57:38 hatte der Ludwigsburger Cheftrainerin der 26. Minute die Faxen dicke und verlangte eine Auszeit. Das Spiel verlor nun angesichts der deutlichen Verhältnisse an Tempo und Intensität, was die Tübinger Fans aber nicht weiter störte. Ratkovicas zehnter Assist verwertete Williams zum 62:42. Kurz darauf blockte Watts einen Korbleger von David McCray posterreif gegen das Brett der Korbanlage. Mit einer 66:48-Führung im Rücken ging es in das Schlussviertel. Die Welle schwappte durch den Tübinger Dschungel und alle waren sich sicher, dass da nichts mehr anbrennen würde.

Nach nur 43 Sekunden Spielzeit gab es auf der Ludwigsburger Bank erneut Gesprächsbedarf und Jochum redete seinen Spielern ins Gewissen. Fünf schnelle Tübinger Punkte zum 71:48 waren der Auszeit vorausgegangen. Die letzten acht Minuten sollten zu einem Schaulaufen der Tübinger werden. Ratkovica griff noch das ein oder andere Mal tief in die Trickkiste, wenngleich ihm nicht alles gelingen sollte. Um kein „Überdrehen“ zuzulassen nahm Perovic sechs Minuten vor dem Ende eine Auszeit und verlangte von seinem Team, die Konzentration aufrecht zu erhalten. „Da haben wir zu einfache Würfe zugelassen. Ich möchte, dass wir das gesamte Spiel konzentriert auftreten!“, so Petrovic nach dem Spiel. Die Gäste aus Ludwigsburg zeigten offensiv nun ihr bestes Viertel und erzielten stolze 32 Punkte, allerdings hielten die Tigers dagegen, sodass der Erfolg zu keiner Zeit mehr gefährdet war. In der letzten Minute forderte der Tübinger Fanblock ein kollektives „Aufstehen“, dem alle Anhänger der WALTER Tigers nachkamen.
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