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Starker Neuling kommt am Sonntag: Trotzreaktion gegen Würzburg?

Starker Neuling kommt am Sonntag: Trotzreaktion gegen Würzburg?

Für besinnliche Stunden bleibt Phoenix Hagen so kurz vor Weihnachten kaum Zeit. Die letzten fünf Spiele gingen verloren, was die Feuervögel auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschen ließ. Edward Seward fehlt verletzt, dafür ist inzwischen Adam Constantine da. Der Vertrag mit Jason Crowe wurde aufgelöst. Ein Nachfolger für den Aufbauspieler wird noch gesucht. Kaum gelegen kommt da der starke Aufsteiger s.Oliver Baskets Würzburg, der am Sonntag um 17 Uhr Station in der ENERVIE Arena machen wird.
Trainer John Patrick kam vor der Saison aus Göttingen und brachte seinen guardlastigen Spielstil mit nach Unterfranken. Sieben Siege aus zwölf Spielen feierten die sehr ausgeglichen besetzten Würzburger seitdem. Dabei profitierten sie vor allem von ihrer Heimstärke. Sechs der sieben Heimspiele wurden gewonnen. Auswärts gab es hingegen vier Niederlagen in fünf Partien.

Sieben Würzburger Spieler erzielen im Schnitt zwischen 7,4 und 11,3 Punkte und stehen dabei zwischen 19 und 30 Minuten auf dem Feld. Top-Scorer sind die US-Guards Chris Kramer (kam aus Puerto Rico) und Ricky Harris (je 11,3 Punkte). Unterstützung im Backcourt erhalten sie von John Little (ebenfalls Göttingen), Rookie Chester Frazier und Routinier Ben Jacobson (aus Frankreich). Und wenn es die fünf kleinen Amerikaner mal nicht richten, sind mit ihren Landleuten Ivan Elliott (vom Mitteldeutschen BC) und Jason Boone (aus Göttingen) ja noch zwei schlagkräftige Lange da.

Die sieben Amerikaner erhalten Entlastung von einem deutschen Trio, das aus den Forwards Robert Tomaszek (aus Zgorzelec/Polen), Alex King (ehemals Bonn) sowie Oliver Clay (aus Trier) besteht. Insgesamt besticht die Würzburger Mannschaft durch ihre Homogenität und die für einen Neuling große Erfahrung. „Bei Würzburg hatte man von Beginn an das Gefühl, dass sie die erste Liga anders angehen als bei ihrem letzten Abstieg“, sagt Phoenix-Coach Ingo Freyer. Das war in der Saison 2004/2005.

Nach fünf Niederlagen und dem unglücklichen 75:86 in Gießen arbeiten die Feuervögel an einer Trotzreaktion. „Die Stimmung ist wechselhaft. Hin und wieder kommt der Frust der Niederlagen noch durch. Gerade in Gießen war einfach mehr drin, das ist uns bewusst“, so Freyer. Die Enttäuschung der eigenen Fans kann der Hagener Trainer, insbesondere nach den Heimspielen gegen Tübingen und Frankfurt, verstehen: „Das ist doch klar, dass die Leute nicht zufrieden sind. Aber wir stecken mitten im Abstiegskampf und in dem können wir nur gemeinsam bestehen.“

Auch Mannschaftskapitän Zygimantas Jonusas zeigt die Ernsthaftigkeit der Situation noch einmal auf: „Das ist gerade eine sehr schwierige Situation für uns. Wir brauchen dringend einen Sieg, um wieder Selbstbewusstsein zu tanken. Gegen Würzburg sind wir sicher der Außenseiter. Wir müssen das Spiel und den Kampf annehmen, um als Team zurückzukommen. Dazu brauchen wir aber auch etwas Glück.“

Veränderungen im Phoenix-Kader wird es bis Sonntag nicht geben. Gesucht wird weiter ein Aufbauspieler. Doch das ist nicht so leicht, berichtet Freyer: „Das hat durchaus etwas mit dem verspäteten NBA-Start zu tun. In Europa ist der Markt an geeigneten Kandidaten leer und in den USA laufen bis Weihnachten und zum Beginn der NBA viele Camps, an denen ungezählte Spieler teilnehmen“, so Freyer. Eines ist aber klar: Ein Aufbauspieler soll möglichst bald kommen.
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