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Starkes drittes Viertel ebnet den Weg zum Sieg

Starkes drittes Viertel ebnet den Weg zum Sieg

Nach der deprimierenden zweiten Niederlage gegen Gießen in der Vorbereitung gaben nicht viele Tübinger Fans etwas auf das diesjährige Team. Bestätigt schienen sie sich zu fühlen nach den sechs Niederlagen am Stück zu Beginn der Saison. Doch die stetige Steigerung des Teams, sicherlich zu großen Teilen dem Tübinger Trainergespann um Igor Perovic und Radisa Zdravkovic geschuldet, gipfelte am Sonntagabend vor 2914 Zuschauern mit der 82:59-Revanche für die beiden Niederlagen gegen das Urgestein der Liga.
Ein bockstarkes drittes Viertel ebnete den Weg für den Sieg, entsprechend froh war Perovic nach dem Spiel: „Wir haben eine exzellente zweite Halbzeit gespielt, vor allem Lou Campbell war heute einfach stark. Er war ein Leader in der Offensive und in der Defensive. Auch Reggie Redding und Vaughn Duggins haben eine super zweite Halbzeit gespielt. Besonders freue ich mich, dass die Mannschaft eine tolle Entwicklung in dieser Saison zeigt“. Bleibt zu hoffen, dass diese Entwicklung auch in den Spielen nach der kurzen Weihnachtspause weiter geht.

Die Tigers starteten gut ins Spiel und erzielten nach einem Offensivrebound von Tyrone Nash durch Vaughn Duggins die ersten Zähler des Spiels (1. Minute). In den nächsten knapp drei Minuten brachten beide Teams nicht Zählbares zustande. Die Gastgeber verteidigten stark, hatten aber offensiv Probleme mit dem Abschluss. Pavelas Cukinas und Tyrone Nash erhöhten für die Tiger auf 6:0, ehe die Gäste nach knapp vier Minuten in Form von Maurice Jeffers erstmals die Tübinger Reuse trafen. Fortan entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Neckarstädter nach fünf Minuten mit 12:7 in Front lagen. Für die Gießener Zähler war bis dato einzig Jeffers zuständig. Die Hausherren gaben weiter das Tempo vor, ohne dass sie sich jedoch abzusetzen vermochten – zwar warfen die Tigers hochprozentig, kamen aber aufgrund der vielen Ballverluste zu wenig Wurfversuchen. Mit einer 16:13-Führung ging es in die erste Viertelunterbrechung.

Zu Beginn des zweiten Abschnittes glichen die Gäste durch ein Dreipunktspiel aus. In der Folgezeit blieb es dann auch knapp. Während die Tigers weiterhin auf ihr Spiel in der Zone vertrauten, versuchten die Hessen ihr Glück aus der Distanz. Weiterhin brachten sich die Raubkatzen mit vielen Ballverlusten und nun auch zunehmend Unkonzentriertheiten beim Rebound selbst in Schwierigkeiten, sodass fünf Minuten vor der Halbzeitsirene Perovic beim Spielstand von 24:26 seine erste Auszeit nahm. Danach wurde es gleich auch besser: Josh Young holte einen Offensivrebound und kurz darauf erzielte Duggins den ersten Dreier der Tübinger an diesem Abend. Und als kurz darauf Reggie Redding einen Barry Stewart beim Dreier blockte, war zum ersten Mal ein wenig Stimmung in der Paul Horn-Arena. Den Rückenwind nutzten die Schwaben, um sich bis zur Sirene wieder minimal abzusetzen. Mit einem verdienten 37:34 ging es in die Kabinen.

Tübinger überrennen Gießen im dritten Viertel

Die Gäste starteten etwas wacher in die zweite Halbzeit und konnten sich binnen einer Minute die Führung zurück erobern (38:37). Beim Stande von 41:41 zogen die Hausherren das Tempo deutlich an: Fünf schnelle Duggins-Punkte, zwei weitere von Campbell und die Hausherren führten in der 25. Minute mit 48:41. Die Schwaben nahmen nun so richtig Fahrt auf. Plötzlich lief es auch von außen: Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Redding und Campbell sorgten für vorweihnachtliche Stimmung auf den Rängen. 46ers-Trainer Björn Harmsen hatte nun genug gesehen und bat beim Stande von 54:43 (26.) aus Sicht der Tübinger zur Auszeit. Was die Tigers in dieser Phase taten, sollte ihnen gelingen. Erst in der 28. Minute konnte Stewart den 15:2-Lauf der Tiger unterbrechen. Dem Tübinger Spiel tat dieser Treffer aber keinen Abbruch. Nach fünf weiteren Zählern von Redding und Campbell nahm Gäste-Coach Harmsen beim Stand von 61:46 eine weitere Auszeit (29.). Mit stehenden Ovationen ging es nach einem Zauberviertel (28:12) mit einer 65:46-Führung ins Schlussviertel.

Und weiter ging das intensive Spiel der Tigers im Schlussabschnitt. Trotz fast 20 Punkten Führung kämpfte das ganze Team und die Spieler gaben keinen Ball verloren. Der Lohn war teilweise Szenen-Applaus der Fans. Dennoch sollte nicht mehr alles gelingen wie noch im dritten Abschnitt. So pendelte sich die Führung um 15 bis 20 Zähler ein. Anbrennen sollte jedoch nichts mehr. Für die Highlights bis zum Ende sorgte dann vornehmlich Young, der sich ein ums andere Mal zur Freude der Tübinger Fans den Offensivrebound sichern konnte. Ein Weihnachtsgeschenk hatte dann auch noch Perovic parat und schickte Julian Albus zu seinem Debüt auf das Parkett des Dschungels. Punkten konnte er zwar nicht mehr, aber der 82:59-Sieg war dennoch ein schönes vorweihnachtliches Fest für die Tübinger Tigers.

Dschungelgeflüster:

Spion: Der Co-Trainer des nächsten Tigers-Gegners EWE Baskets Oldenburg – Ralph Heldt – war heute unter den Zuschauern. Ob er allerdings Sorgenfalten angesichts der starken zweiten Tigers-Hälfte und des exzellenten Auftritts des Ex-Oldenburgers Lou Campbell mit in die Heimat nimmt, ist nicht bekannt.

Leader Campbell: Dass Tigers-Kapitän Campbell auch außerhalb des Platzes seine ihm angedachte Rolle als Leader der jungen Tigers-Truppe angenommen hat, zeigt sich darin, dass er und seine Frau alle Mannschaftskameraden zu einem traditionell amerikanischen Weihnachtsessen am ersten Weihnachtsfeiertag eingeladen haben – So sehen Leader aus!

Papa Duggins: Vaughn Duggins war gegen die Hessen zwar nicht Topscorer, doch spielte der 24-jährige US-Amerikaner groß auf. 19 Punkten standen am Ende auf dem Statistikzettel. Grund hierfür könnte die Ankunft seines Vaters Curtis gewesen, der am Samstagmorgen in Stuttgart ankam und am Sonntagabend seinen Sohn lautstark anfeuerte.

Premiere: Angesichts der komfortablen Führung stand Tigers-Youngster Julian Albus heute das erste Mal in dieser Saison auf dem Bundesliga-Parkett. In 73 Sekunden sammelte er einen Rebound, einen Turnover, vergab jedoch einen Dreierversuch mit einem Airball.

Vorsichtsmaßnahme: Nico Simon war wegen einer Schleimbeutel-Entzündung (Bursitis) am Kniegelenk aus dem Spiel in Göttingen nicht im Kader, sondern wurde für die nächsten Spiele geschont. Eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Passive Hilfe: Tigers-Betreuer Jochen Schmid konnte im Spiel gegen die 46ers nicht seine gewohnten Tätigkeiten als Mann für alle Hilfe der Tigers-Spieler ausüben. Vor einer Woche wurde der langjährige Betreuer der Tübinger am Kreuzband operiert und wird noch wochenlang ausfüllen. Trotz der schweren Verletzung lässt der 30-Jährige sein Team nicht im Stich und unterstützt zumindest mental.

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