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Strategie Geburtstagskind

Strategie Geburtstagskind

Bei den Artland Dragons bekommt es ratiopharm am Samstag (20 Uhr) mit einem weiteren niedersächsischen Play-off-Kandidaten zu tun. Besonders große Hoffnungen setzt Mike Taylor dabei auf Geburtstagskind Per Günther.
Auf dem Papier sieht alles ganz einfach aus. Mike Taylor und sein Assistent Olatunde Adekola haben sich ihre Strategie gegen die Artland Dragons zurechtgelegt.

"Wir wollen das Tempo des Spiels kontrollieren", so der Head Coach von ratiopharm Ulm. Außerdem fordert Taylor möglichst "viele Stopps", also Defensivaktionen, die den Gegner am Korberfolg hindern. "Wenn wir die Phasen, in den wir das Spiel nicht im Griff haben, minimieren, könnte uns eine Überraschung gelingen." Doch auch Taylor weiß nur zu gut, dass das Gastspiel im beschaulichen Artland kein leichter Gang wird. "Die Drachen sind ein sehr, sehr gutes Team mit einem unheimlich tiefen Kader."

Die Säulen der von Coach Stefan Koch geführten Mannschaft sind sicherlich Point Guard Tyrese Rice (15,2 Punkte, 4,5 Assists) und Center Darren Fenn (12,4 Punkte, 6,2 Rebounds). Dazu gesellen sich mit Brian Bailey, Nathan Peavy, Adam Hess, Neuzugang Robert Kurz und Ruben Boumtje Boumtje fünf weitere Top-Spieler der Beko BBL. Die ebenfalls sehr guten Deutschen (Aleksander Seggelke und Johannes Strasser) fallen da fast gar nicht mehr auf. Auffällig ist dagegen die Offensivkraft der Drachen: Immerhin sind die Niedersachsen mit 79,4 Punkten pro Spiel das viertbeste Team der Liga. Dieses Biest in der Drachenhöhle zu stoppen, wird also immens schwer.

"Vor allem die Verpflichtung von Robert Kurz zeigt, in welchen Dimensionen die Drachen denken", erklärt Taylor. "Für uns geht es darum, junge Spieler zu entwickeln und Schritt für Schritt besser zu werden. Dort wird mit Kurz ein Spieler mit NBA-Erfahrung geholt", so der ratiopharm-Cheftrainer über die unterschiedlichen Ausgangssituationen. Denn wenngleich die Drachen als derzeit Tabellenvierter voll im Zielkorridor liegen, sind die Verantwortlichen nicht vollauf zufrieden. Nach der jüngsten Niederlage in Oldenburg (72:84) war Trainer Stefan Koch sogar stinksauer. "Zu verlieren, weil die anderen den Sieg mehr wollten als wir, hasse ich ganz besonders", so Koch gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Auch um diesem Schlendrian Einhalt zu gebieten, haben die Drachen noch einmal einen Spieler nachverpflichtet. Robert Kurz (2,06 Meter, 25 Jahre, Forward) heißt der Mann, der in der NBA für Golden State ein paar Mal in der Startformation stand und der zuletzt in der spanischen ACB für CB Granada 13,9 Punkte, 9,1 Rebounds und 1,3 Blocks auflegte. Kurz soll gegen Ulm sein Debüt im Drachendress geben.

Doch auch ratiopharm Ulm hat einen Spieler an Bord, für den der Samstag ein ganz besonderer Tag ist: Nämlich Per Günther, der am 5. Februar seinen 23. Geburtstag feiert. "Als mir das klar wurde, habe ich mich sehr gefreut", so Taylor, dessen Freude nicht ganz selbstlos ist. Er habe schon so oft gegen Teams gespielt, die ein Geburtstagskind im Kader hatten. "Meistens hat dieser Spieler dann besonders gut gespielt und uns wehgetan", erzählt Taylor. "Ich hoffe, dass Per diese Rolle am Samstag für uns spielen kann."

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