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Telekom Baskets landen höchsten Saisonsieg

Telekom Baskets landen höchsten Saisonsieg

Am 27. Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 83:55 (25:13, 22:17, 19:11, 17:14) gegen den BBC Bayreuth gewonnen. In seinem 400. Bundesliga-Spiel kam Chris Ensminger auf sieben Zähler und sechs Rebounds. Vor dem Tip-Off bekam der 37-Jährige aus der Hand von Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich ein Trikot mit der „400" überreicht und erhielt ausgiebig stehende Ovationen. Bonner Topscorer wurde Nic Wise mit 17 Zählern, gefolgt von Jeremy Hunt (15) und einem starken Mark Tyndale (14).
„Und so spielt man Basketball" sang die Stehplatztribüne im Telekom Dome bereits Mitte des dritten Viertels. Zu Recht, denn selten hatten die in den letzten Wochen leidgeprüften Baskets-Anhänger eine derart spielfreudige Bonner Truppe in dieser Saison auf dem Parkett gesehen. Jeder Spieler brachte sich mit 100 Prozent Einsatz ein, was auch an den Statistiken deutlich zu erkennen war. Trotz der Verletzten Patrick Flomo und Vincent Yarbrough konnte Headcoach Michael Koch neun Spieler mit mehr als elf Minuten einsetzen, die sich zudem alle in die Scorerliste eintrugen.

Koch vertraute auf die Anfangsformation der Partie gegen Ludwigsburg und schickte zu Beginn des Spiels Mark Tyndale, Alex King, Fabian Thülig, Nic Wise sowie Jubilar Chris Ensminger aufs Parkett des Telekom Domes. Die Baskets gingen auch mit der gleichen defensiv-kämpferischen Einstellung zu Werke und kauften den Franken von Beginn an den Schneid ab. Vorne wurde der Ball mit Ruhe und Zuversicht in Richtung Brett gebracht, in der eigenen Hälfte einfache BBC-Zähler konsequent unterbunden. Als sich bei den Gästen Ekene Ibekwe ob seines energisch weggeworfenen Stirnbandes ein Technisches und damit bereits sein drittes Foul einhandelte, verloren diese vorerst ihren nominell besten Verteidiger (6:4, 6. Minute). Von da an vergrößerten die Hausherren ihren Vorsprung stetig, sei es durch direkt verwertete Offensiv-Rebounds von Thülig oder Dreier des eingewechselten Jacob Jaacks (15:9, 8. Minute). Als der frisch aufs Parkett gekommene Sajmen Hauer einen Linkskorbleger „in traffic" verwandelte und Jeremy Hunt aus dem Einwurf heraus bei 1,4 Sekunden verbleibender Restspielzeit im ersten Viertel noch einen Dreier einnetzte, stand die Halle erstmals Kopf (25:13).

Auch wenn Bonn sich offensiv wie aus einem Guss präsentierte, so vergaßen die Rheinländer nicht das eigene Brett zu verteidigen. Tim Ohlbrecht blockte in einem Angriff gleich zwei Bayreuther Würfe, ehe Mark Tyndale den in der Transition davon preschenden Danny Gibson oberhalb des Ringniveaus stellte und das Spielgerät bis in die fünfte Zuschauerreihe beförderte (28:16, 13. Minute). Nic Wise, bis dahin bemüht seine Nebenleute bestmöglich in Szene zu setzen, streute einen Dreier ein und kam, nachdem er seinen Verteidiger mit einer Täuschung aus dem Lehrbuch hatte aussteigen lassen, sogar in den Genuss eines seltenen Vier-Punkt-Spiels (47:30).

Gleich nach dem Seitenwechsel nahm Thülig den Gästen mit einem schön herausgearbeiteten Backdoor-Cut inklusive freiem Leger jegliche Hoffnung auf ein schnelles Comeback. Bayreuth mühte sich nach Kräften, fand jedoch nie ein probates, geschweige denn gängiges Mittel gegen die ständig wechselnde, aber vor allem hellwache Bonner Verteidigung (55:38, 26. Minute). Koch rotierte viel durch, belohnte Einsatz und Intensität mit Spielzeit, was ihm seine Schützlinge in Form von wiederholt tollem Kombinationsspiel zurück zahlten (66:41).

Die 4.720 auf den Rängen feierten jede gelungene Aktion ihrer Mannschaft. Doch ging dabei nie die Konzentration der Akteure auf dem Feld verloren. Hatte Koch mit Thülig schon den „ProA-Youngster des Monats" Dezember in der Rotation, so ließ er mit Jonas Wohlfarth-Bottermann im Schlussabschnitt auch den Januar-Preisträger am Geschehen teilnehmen (83:46, 36. Minute). Die Baskets versuchten den Nachwuchs-Center diverse Male in aussichtsreicher Position anzuspielen, doch die Gäste vereitelten jede Wurfchance des A2-Nationalspielers - was die vortreffliche Stimmung im Telekom Dome nicht schmälerte.

Michael Koch (Coach Telekom Baskets Bonn):

"Nach der Trennung von Folarin Campbell hatten wir uns diese Reaktion der Mannschaft erhofft. Wenn so etwas passiert, gibt es keine Garantie, dass alles besser wird. Heute hat es gepasst, man kann wohl wirklich sagen, dass das heute unser bestes Spiel in dieser Saison war. So möchte ich meine Mannschaft auch in Zukunft spielen sehen, weil sie zu keinem Zeitpunkt nachgelassen hat. Wenn wir so auftreten wie heute, haben wir immer eine Chance das Spiel zu gewinnen. Dass die Mannschaft befreiter aufgetreten ist, war schon im Training zu merken. "

Andreas Wagner (Coach BBC Bayreuth)

"Gratulation an Michael Koch zu diesem wichtigen Sieg für sein Team.Ich glaube ich habe Bonn in dieser Saison noch nicht so gut gesehen wie heute. Wir waren hoch motiviert, sind aber schlecht in die Partie hinein gekommen und haben uns letztlich von Bonn an die Wand drücken lassen. Wir haben viel zu schnell die Köpfe hängen lassen und vorne viel zu viele dumme Entscheidungen getroffen. Heute lief einfach nichts zusammen, so dass wir nun auf einen Sieg am Sonntag gegen Ludwigsburg hoffen."


Telekom Baskets Bonn:
Hauer (8), Ensminger (7), Hunt (15/2), King (4), Thülig (5), Wise (17/2), Jaacks (5/1), Ohlbrecht (7), Tyndale (14)

BBC Bayreuth:
Ibekwe (6), Schmidt (0), Harris (3/1), Ginyard (18), Neitzel (5/1), Gibson (8/2), Wachalski (1), Schmitz (3/1), Heyden (0), Reiner (11), Campbell (0)

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