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Telekom Baskets unterliegen Bamberg 81:94

Telekom Baskets unterliegen Bamberg 81:94

Bonner Team ohne Ensminger und Tyndale präsentiert sich gegen den Tabellenführer mit viel Herz und Kampf - Am Ende aber siegt die Qualität der Brose Baskets - Hunt mit 22 Punkten Topscorer - Ohlbrecht gelingt ein "Double-double" mit 14 Punkten und 11 Rebounds.
Die Telekom Baskets Bonn haben am 31. Spieltag in der Beko Basketball Bundesliga mit 81:94 (17:21, 20:27, 19:22, 25:24) gegen die Brose Baskets aus Bamberg verloren. Die Mannschaft von Trainer Michael Koch jagte ab der Pause einem zweistelligen Rückstand hinterher, gab sich aber bis zum Schlusspfiff nicht auf und erntete dafür von den 5.430 Zuschauern im Telekom Dome aufbauenden Applaus. Der amtierende Meister und Doppelpokalsieger überzeugte mit einer starken Trefferquote aus der Distanz (14/28 Dreier) - gleich fünf Akteure der Franken kamen auf eine zweistellige Ausbeute. Bei den Telekom Baskets stach Jeremy Hunt mit 22 Punkten als Topscorer hervor, Nationalspieler Tim Ohlbrecht markierte ein Double-Double (14 Punkte, elf Rebounds). Headcoach Michael Koch musste auf die angeschlagenen Chris Ensminger (Knie) und Mark Tyndale (Fuß) verzichten, dafür stand notgedrungen erstmals Marqus Ledoux aus 2. Mannschaft der Telekom Baskets in der Aufstellung.

Die Baskets begannen mit einer Aufstellung um Jeremy Hunt, Nic Wise, Jacob Jaacks, Fabian Thülig und Tim Ohlbrecht. In den Anfangsminuten setze der kleinste Spieler der Beko Basketball Bundesliga Akzente, indem er per Doppelschlag am Brett vollstreckte, ehe Jaacks und Hunt aus der Distanz zuschlugen (10:7, 4. Minute). Der frischgebackene Pokalsieger fand nach kurzer Eingewöhnungszeit zu seinem defensiven Rhythmus und übernahm mit einem 11:2-Lauf die Führung (12:18, 8. Minute). Da sich die Hausherren schnell wieder fingen und im Angriff den Ball besser bewegten, konnte der Rückstand bis zur Viertelpause gar geringfügig verkürzt werden (17:21).

Bonn wartete im zweiten Abschnitt streckenweise mit einer Zonenverteidigung auf, um die Franken möglichst aus dem Konzept zu bringen. Die Gäste reagierten jedoch mit der Gelassenheit eines Meisters auf die Ball-Raum-Deckung, nutzten die 24 Sekunden Angriffszeit geduldig aus und erarbeiteten sich so freie Würfe - die meisten von jenseits der 6,75m-Linie. Bis zur Halbzeitpause versenkte Bamberg satte acht von 14 Versuchen (57 Prozent) und lag damit noch deutlich über dem eigenen Schnitt von 40 Prozent, der zudem den Ligabestwert darstellt (37:48).

Trotz der imposanten Trefferquote von außen gelang es den Mannen von Trainer Chris Fleming nicht, sich vorentscheidend abzusetzen. Der Grund dafür lag bei der guten Reboundarbeit der Rheinländer, die vor allem am eigenen Brett die Lufthoheit besaßen. Das spielerische Highlight des Abends lieferte Jeremy Hunt, der sich auf dem Flügel per Spinmove eines defensiven Double-Teams entledigte, zum Korb zog und der heran fliegenden Hilfe durch einen Handwechsel mitten in der Luft ein Schnippchen schlug (51:62, 27. Minute). Bonn konnte in der Folge auf 55:62 verkürzen, hatte sogar durch einen Fastbreak die Chance auf das 57:62, der jedoch leichtfertig vergeben wurde. Statt dessen kam man in den letzten drei Minuten des Viertels nur noch durch einen Freiwurf zu Zählbarem und fiel abermals zurück (56:70).

Im letzten Durchgang drehten die Telekom Baskets offensiv auf und versuchten einen Zwischenspurt aufs Parkett des Telekom Dome zu legen, um die Lücke zu den Franken schnellstmöglich zu schließen. Der Meister nahm das Tempo bereitwillig auf, steigerte seine Schlagzahl im Angriff ebenfalls, woraufhin sich ein munterer Schlagabtausch entwickelte (72:82, 36. Minute). Was Bonn auch versuchte, egal wie schön herausgespielt Jeremy Hunt oder Jacob Jaacks ihre Dreier auch trafen, Bamberg hatte stets die passenden Antwort parat (79:92, 38. Minute). Koch schickte in den letzten Minuten Nachwuchscenter Jonas Wohlfarth-Bottermann sowie Marqus Ledoux aus der Bonner Zweitvertretung aufs Parkett und ermöglichte ihnen so, sich mit dem besten Team der Bundesliga-Hauptrunde zu messen (81:94).

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):
„Glückwunsch an Chris Fleming und seine Mannschaft, die heute wie ein zweifacher Pokalsieger und amtierender Meister aufgetreten sind. Immer wenn wir mit einem wichtigen Wurf den Rückstand kleiner gemacht haben, kam von Bamberger Seite ebenfalls ein Big Shot. Durch unsere verkürzte Rotation hat uns hinten raus vielleicht ein wenig Luft gefehlt, um nochmals einen ernsthaften Lauf zu starten. Dennoch bin ich mit unserer offensiven Ausbeute von 81 Punkten sehr zufrieden - da waren wir in den letzten Wochen längst nicht so effektiv."

Chris Fleming (Trainer Brose Baskets):
„Das war heute sicher keine Glanzleistung von meiner Mannschaft, dennoch haben wir hart und konzentriert genug gespielt, um den Sieg einzufahren. Ich muss Bonn ein Kompliment machen, das nach einer schwierigen Zeit nicht den Kopf hat hängen lassen und guten Basketball gezeigt hat. Die frühen Fouls haben unseren Rhythmus ein wenig gestört, das haben wir in der zweiten Hälfte weitaus besser gelöst."

Telekom Baskets Bonn:
Hauer (4, 3 Assists), Hunt (22/4 Dreier), King (6/1), Thülig (2), Wise (14, 5 Assists), Jaacks (13/3), Flomo (6), Ohlbrecht (14/1, 11 Rebounds), Wohlfarth-Bottermann (0), Ledoux (0)

Brose Baskets:
Goldsberry (7/1), Terry (10/2), Suput (15/3), Tadda (2), Schmidt (dnp), Stuckey (dnp), Land (dnp), Pleiß (10), Roberts (9/1), Jacobsen (17/3), Gavel (18/4), Hines (6)
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