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Tigers scheitern an sich selbst - 75:80-Niederlage in Göttingen

Tigers scheitern an sich selbst - 75:80-Niederlage in Göttingen

Mini-Serie gerissen. Nach zuletzt drei Siegen in Folge mussten die WALTER Tigers Tübingen wieder eine Niederlage einstecken. Beim Tabellenschlusslicht BG Göttingen verloren die Schützlinge von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic vor 2775 Zuschauern in der Lokhalle, somit haben die Niedersachsen ein sehr wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt für sich entschieden. Im elften Spiel war es erst der zweite Saisonerfolg für die Veilchen. Für die Gäste aus Tübingen die achte Niederlage in der zwölften Partie. Ein großes Plus für die Mannschaft von Trainer Michael Meeks war dabei die altehrwürdige Lokhölle.
In der Arena mit dem besonderen Flair, in welcher die Göttinger in den letzten drei Spielzeiten große Erfolge erzielen konnten, lebte die Stimmung in diesem engen und hart umkämpften Spiel in besonderer Weise auf. Dennoch war die Niederlage für die Schwaben mehr als unnötig. Zwölf Fahrkarten an der Freiwurflinie (17 von 29, 59%), schmerzhafte Ballverluste, schlechte Entscheidungen im Angriff und auch kein Glück bei diversen Abschlüssen direkt unter dem Korb. Die Betroffenen: Pavelas Cukinas und Tyrone Nash. Während der Litauer trotz einiger unglücklichen Aktionen mit 16 Punkten und zehn Rebounds bester Akteur der Schwaben dieser beiden Wertungen war, hatte der 23-jährige Nash einen rabenschwarzen Tag erwischt. Kein einziger Zähler sollte dem Power Forward gelingen. Auch für Perovic eine unnötige Niederlage: „Wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen und zu viele Fehlversuche von der Freiwurflinie einstecken müssen. So ist es natürlich schwierig ein Auswärtsspiel siegreich gestalten zu können. Dazu war Göttingen in der Schlussphase einfach die bessere Mannschaft. Glückwunsch an meinen Trainerkollegen Meeks zu diesem Erfolg“, so Perovic.

Entscheidung erst in der Schlussphase

Bis zum 66:63 in der 36. Minute hatten die Gäste gute Möglichkeiten den fünften Saisonerfolg einzufahren. Doch dann nahm BG-Kapitän Kyle Bailey das Heft in die Hand und führte seine Mannschaft zum Sieg. Zunächst glich der US-.Amerikaner mit einem Dreier zum 66:66 aus (36.). Mit vier weiteren Zähler brachte er das Heimteam mit 73:69 in Front – die Lokhalle kochte. Angeführt vom bärenstarken Neuzugang Matt Bauscher brachten die Göttinger das Spiel an der Freiwurflinie über die Zeit, die Tigers konnten im Angriff nichts mehr entgegensetzen. Am Ende stand ein insgesamt nicht unverdienter Erfolg für die Göttinger zu buche, die Tigers scheiterten bekanntlich an sich selbst.
Die Partie begann nicht gut für die Gäste aus der Neckarstadt. Nach vier Minuten führten die Hausherren mit 12:4. Besonders der flinke Raymond Sykes stellte die Tübinger Gegenspieler um Cukinas und Co. immer wieder vor massive Probleme. Fünf der ersten zwölf Zähler gingen auf das Konto des Spielers mit der besonderen Haarpracht. Perovic bat seine Schützlinge zur Auszeit, im Anschluss sollten die Raubkatzen besser in die Begegnung kommen. Bis zur achten Minute verkürzten die Schwaben auf 12:14, den ersten Abschnitt entschieden die Göttinger mit 22:18 für sich. Alleine im ersten Abschnitt vergaben die Tübinger sechs Freiwürfe (drei von neun, 33%).

Zu Beginn der zweiten zehn Minuten begeisterten die Tübinger mit guten Spielzügen. Mit einem 8:0-Lauf bis zur 13. Minute gingen die Schwaben erstmals in Führung (26:22). Josh Young (vier Zähler), Ruben Spoden (zwei) und Nicolai Simon (zwei) steuerten die Punkte für die Schwaben bei. Das Spiel war weiterhin sehr spannend und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Der neue Spielmacher Bauscher glich in der 15. Minute mit einem Dreier zum 31:31 aus. Insgesamt kam der US-Amerikaner auf 17 Punkte und fünf Assists – damit war er bester Scorer der Veilchen. Bis zum 38:38 in der Schlussminute des zweiten Viertels wechselte die Führung insgesamt fünf Mal. Der letzte Angriff sollte den Mannen um Tigers-Kapitän Louis Campbell gehören. Noch 25 Sekunden auf der Uhr – ein Angriff konnte ausgespielt werden. Doch Center Adnan Hodzic verlor das runde Leder in der Zone, BG-Spieler Max Weber nahm den Ball auf, rannte über das gesamte Spielfeld und „dunkte“ den Ball in der Schlusssekunde durch die Tübinger Reuse zum 40:38 aus Sicht der Veilchen. Weber gelang mit vier Punkten und sieben Assists ein gutes Spiel.

Tigers erarbeiteten sich Vorsprung von sieben Zählern

Kein anderes Bild im dritten Viertel – beide Mannschaften kämpften hart umkämpft um den Sieg. Nach 25 Minuten stand es 45:45-Unentschieden. Bis zur 29. Minute konnte die Perovic-Truppe einen 56:49-Vorsprung herausspielen. Besonders dem immer wieder kritisierten Hodzic gelangen sechs Punkten in der dieser Spielphase. Insgesamt kam Hodzic auf zwölf Punkte und drei Rebounds. Doch in der Defensive offenbarte der US-Amerikaner bosnischer Abstimmung erneut Schwächen. Gegen Sykes (14 Punkte, acht Rebounds) und Roberto Mafra (zehn Punkte, sieben Rebounds) war der 23-Jährige zumeist zweiter Sieger. Die Göttinger schlugen jedoch zurück, Bauscher und Philip Noch brachten ihre Farben wieder auf 53:58 (30.) heran. Dem überragenden Bauscher war es dann vorbehalten, mit einem Buzzerbeater den Rückstand weiter zu verkürzen (56:58, 30.). Das Spiel stand auf Messers Schneide.

Das Momentum lag nun erneut auf Göttinger Seite. In der 32. Minute konnte der zweite Neuzugang Jerel Allen zum 60:60 ausgleichen. Cukinas traf einen Freiwurf zum 61:60, erneut traf Bauscher mit einem wilden Dreier zum 63:61 (33.), diesen konterte aber Simon gekonnt zur 64:63-Führung für die Gäste aus Baden-Württemberg. Cukinas konnte mit einem Korbleger noch auf 66:63 erhöhen, danach sollte der Anfang vom Ende der Schwaben folgen. Leider, es wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.

Dschungelgeflüster:

Kein Geburtstagsgeschenk: An seinem 41. Geburtstag fieberte Tigers-Manager Robert Wintermantel die Begegnung vor dem Live-Ticker mit. Seine Spieler sollten aber ihm kein Geburtstagsgeschenk in Form eines Sieges bereiten. Nachholen können die Tigers am nächsten Wochenende gegen die LTi Gießen 46ers – ein weiteres wichtiges Spiel gegen einen unmittelbaren Konkurrenten.

Erster Sieg für Meeks: In seinem dritten Spiel als verantwortlicher Cheftrainer gelang Trainer-Rookie Meeks der erste Sieg. Bei der Pressekonferenz war der 39-Jährige sichtlich gezeichnet. Ein großer Stein ist dem ehemaligen Center vom Herzen gefallen, die Krawatte war schon lange nicht mehr richtig geschnürt. „Die Mannschaft hat sich diesen Sieg absolut verdient. Bauscher ist für uns das ideale Gegenstück zu Kapitän Bailey auf der Spielmacherposition. Für uns ist immer die nächste Begegnung das wichtigste Spiel in der Saison“, gibt Meeks die Marschrichtung im Kampf um den Klassenerhalt vor.

Tigers-Fans erneut lautstark vertreten: Wieder waren knapp 70 Fans in zwei Fanbussen zu einem Auswärtsspiel der Schwaben gereist. Leider gab es von Beginn an Unstimmigkeiten mit dem Security-Service der Göttinger, sodass diese die Polizei riefen. Die lautstarken Tigers-Anhänger wurden nach Spielende sofort aus der Halle geführt. Davor sangen sie noch: „Tigers-Fans sind keine Verbrecher.“ Allerdings: Einzelne schwarz Schafe kann es überall geben, leider. Mit einem Erfolgserlebnis, wie nach dem Erfolg in Hagen, sollte die Partie in der Lokhalle leider nicht enden.
Kein Glück von außen: Die ansonsten so zielsicheren Schützen der WALTER Tigers hatten im Spiel gegen die Veilchen Ladehemmung. Nur vier von 16 Versuchen (25%) gingen erfolgreich durch die Reuse. Campbell (zwei), Simon und Spoden (je einen) trafen aus der Ferne. Vaughn Duggins, Young und Reggie Redding sollten ohne erfolgreichen Dreier in der Begegnung bleiben.

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