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Torin Francis, der Mann mit den „Rasta-Locken“, ist der „Gigant im Wartestand“

Torin Francis, der Mann mit den „Rasta-Locken“, ist der „Gigant im Wartestand“

Angeleint an ein langes Gummiband rennt Torin Francis immer wieder auf den Korb zu. Gegen den Widerstand folgt Korbleger auf Korbleger. Zuvor hatte der Koloss Drills für die Beinarbeit erstaunlich leichtfüßig absolviert. Diese Szenen stammen aus einem Workout-Video ...
1322212524/img_Torin_Francis_ALBA_BERLIN.jpg... von SV Sports Power aus dem Sommer 2010. Offenbar hält der Mann sich in der Off-Season fit. Eine Selbstverständlichkeit, die man nicht von allen US-Profis behaupten kann. Das Magazin BIG nennt die Gründe für die Extraschichten.

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Ein Baum von einem Kerl

Torin Jamal Francis ist 28 Jahre alt und ein Baum von einem Kerl. 2,10 Meter groß, Schuhgröße 52 und offiziell 120 Kilogramm schwer. Für die Berliner hatte die Verpflichtung des Centers neben der von Spielmacher DaShaun Wood absolute Priorität. Francis erhielt einen Zweijahresvertrag. Das sagte Trainer Gordon Herbert bei seiner Verpflichtung: „Francis ist ein erfahrener Spieler, der sich bereits in starken europäischen Ligen bewiesen hat und dennoch jung genug ist, um sich noch weiterzuentwickeln. Wir bekommen mit ihm eine starke physische Präsenz am Brett, Toughness und Rebounds – verbunden mit dem Potential, noch besser zu werden. Und daran arbeitet Herbert. Der Kanadier betont immer wieder, dass es sein Ziel ist, jeden Spieler besser zu machen, davon profitiere dann am Ende das ganze Team.

„Die Erwartungen sind natürlich hoch“

Und so musste Torin Francis, aber auch sein Center-Kollege Yassin Idbihi, so manche Extraschicht fahren. Denn in der Vorbereitung sah Francis gar nicht gut aus. Der Mann mit den Rasta-Locken wirkte nach dem harten Trainingslager in China schwerfällig und unsicher. So fängt er schon mal unter dem Korb an zu dribbeln und verliert den Ball. „Ich muss mich in allen Bereichen verbessern. Ich weiß, dass ich in der Vorbereitung nicht gut gespielt habe. Aber die Saison ist noch lang.“ Und so büffelt Francis sein Stellungsspiel in der Verteidigung und, wie er sich mit seinen 120 Kilo seine Position in der Offense erkämpft. Nun muss fairer weise gesagt werden, dass diese Individual-Einheiten bei Herbert nichts Ungewöhnliches sind. Dabei hatte er seinen Dienst in Berlin durchaus fit angetreten. Doch sein massiger Körper muss sich an die neuen Belastungen offenbar erst einmal gewöhnen. „Alba ist definitiv der größte Klub, für den ich bisher gespielt habe. Das ist einer der Top-Klubs in Europa. Da sind die Erwartungen natürlich hoch. Da muss jeder bereit sein“, weiß Francis.

Zusammen mit DaShaun Wood in Cantu

1322222662/img_Torin_Francis_ALBA_BERLIN_3.jpgEin Blick zurück. Francis spielte an der Universität von Notre Dame. Während dieser Zeit hatte er mit Bandscheibenproblemen zu kämpfen. Sein Draft-Preview von 2006 lobt seine exzellenten körperlichen Voraussetzungen, seinen „Frame“. Merkt aber an, dass die Verletzung ihm die Aggressivität genommen habe. Er wirke zögerlich. Einen ähnlichen Eindruck macht der Center heute. Allerdings ist er nicht ohne Grund in Berlin gelandet. Auch Meister Bamberg war an ihm dran. In den vergangenen fünf Jahren hat er sein Potenzial auf europäischer Ebene schon bewiesen. Nehmen wir nur seine Stats von Panellinios Athen, seiner letzten Station. Im Eurocup überzeugte er mit im Schnitt 15,7 Punkten, 8,2 Rebounds und einer Wurfquote von 65 Prozent. In Berlin sollte er auch von Spielmacher Wood profitieren. Beide spielten zusammen in Cantu in der Serie A, kennen sich also. Keine Wunderdinge und kein Miroslav Raduljica

Und in Berlin erwarten sie keine Wunderdinge von Francis. Er soll konstant verteidigen und Rebounds holen. Dass der Ami kein Miroslav Raduljica ist, der mit dem Ball fast alles kann, wissen die Verantwortlichen. Trainer Herbert ist aber bekannt dafür, aus seinen Spielern stets das Beste herauszuholen. Der Frankfurter Marius Nolte wird dies sicher bestätigen. Dem studierten Sportpsychologen ist es also zuzutrauen, dass er seinen Schützling auf das nächste Level bringt. Denn trotz seiner schon 28 Jahre sehen sie in Berlin noch viel Entwicklungspotenzial. Und Torin Francis scheint gewillt, zu lernen und sich durchzusetzen.

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