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Ulm bezwingt Vizemeister

Ulm bezwingt Vizemeister

ratiopharm Ulm setzt sich gegen die Deutsche Bank Skyliners mit 87:83 (41:40) durch. Humphrey mit 5 Dreiern. Am Sonntag (16 Uhr) gegen Meister Bamberg.
"Begeister" sei er, ließ ratiopharm Ulms Head Coach Mike Taylor die 3.000 Zuschauer in der ausverkauften Kuhberghalle direkt nach Spielende wissen. Schließlich hatte sein Team den deutschen Vizemeister soeben mit 87:82 bezwungen. Und auch Lee Humphrey grinste über das ganze Gesicht, als er in Richtung Umkleidekabine sprintete und im Vorbeigehen fragte: "Hast du das gesehen?" Gemeint war die starke Leistung seiner Mannschaft - und ein bisschen sicherlich auch die eigene. Denn Captain Lee erlebte mit fünf verwandelten Dreiern - bei einer 100-prozentigen Quote - einen perfekten Abend.

Das musste auch Gästetrainer Gordon Herbert neidlos anerkennen: "Wir haben heute gegen eine sehr gute Mannschaft verloren und Humphrey hat uns und mit seinen Dreiern sehr weh getan", so der Kanadier. Taylor wollte dem nicht widersprechen: "Lees Dreier waren sicher ein großer Faktor, aber auch, dass wir unseren Vorteil unter dem Korb über John Bryant ausgenützt haben." Denn Big John Bryant legte mit 22 Punkte und 12 Rebounds erneut ein Double-Double auf. .

Allerdings war der achte Saisonerfolg bei Weitem kein Selbstläufer. Wenngleich Robin Benzing die 2:0-Führung besorgte - und damit im vierten Spiel in Folge für die ersten Ulmer Punkte zuständig war - verlief das erste Viertel nicht nach dem Geschmack von Coach Taylor. Denn bereits nach fünf gespielten Minuten lag sein Team mit 6:14 im Rückstand. Insbesondere Frankfurts Finne Kimmo Murrinen war mit sieben Punkten in der Anfangsphase kaum zu stoppen. So richtig ins Spiel fanden die Ulmer erst, als Benzing per Dreier zum 11:16 verkürzte. Ein weiterer Dreier von Lee Humphrey und in der 10. Minute lag der Tabellenzweite nur noch mit 19:20 in Front.

Doch die Hessen blieben ihrem intelligenten Offensivspiel treu - passten geduldig und setzten sich erneut auf 23:29 ab. Erst ein Humphrey-Dreier, gefolgt von zwei Bryant-Punkten reduzierte den Rückstand in der 15. Minute auf 28:29. Mit drei Freiwürfen gelang es Humphrey in der 16. Minute dann die zweite Ulmer Führung des Spiels zu markieren (31:29). Nun häuften sich allerdings auf beiden Seiten - bedingt durch die verstärkten Abwehrbemühungen - die Fehler. Während ratiopharm Ulm von der Freiwurflinie die Nerven bewahrte (93 Prozent zur Halbzeit), erzielte Liga-Topscorer DaShaun Woods einen Großteil seiner 10 Halbzeitpunkte in dieser Phase. Zur Pause trennte die Kontrahenten lediglich ein Punkt (41:40).

Die zweite Halbzeit begann mit einem dicken Ausrufezeichen von John Bryant: Nicht nur dass der effektivste Center der Liga sich einen (Offensiv)Rebound nach dem anderen angelte, er besorgte auch die ersten sechs Punkte zum 46:41 (23.) im Alleingang. Jetzt nahm das Spiel an Fahr auf: Zunächst legte Per Günther vier Punkte in Folge ab, da erhöhte er von der Freiwurflinie auf 54:47 (27.). So richtig emotional die Fäuste ballte Taylor allerdings erst, als sein Team in der 29 Minute so gut verteidigte, dass Frankfurt es nicht schaffte, in den zur Verfügung stehenden 24 Sekunden abzuschließen. Da Coleman Collins im Folgeangriff nachlegte, endete das dritte Viertel mit einer 60:51-Führung der Ulmer.

Zwei schnelle Dreier der Frankfurter zu Beginn des vierten Durchgangs bremsten den Ulmer Lauf allerdings wieder (60:56). Doch für Punkte aus der Entfernung gibt es doch etwas von ratiopharm: nämlich Lee Humphrey, der mit seinem dritten und vierten Dreier auf 68:62 (33.) erhöhte und sein Team durch eine Schwächephase half. Die Entscheidung nahte! Und Frankfurt verkürzte in der 35. Minute auf 70:67. Für die Big Points war an diesem t Abend aber Captain Lee zuständig: Aus gut und gerne 7,5 Metern klinkte er zum 75:69 (37.) ein. Ein weitere Dreier von Benzing und ein Lay-up von Bryant ließen die ausverkaufte Kuhberghalle 1:38 Minuten vor dem Ende beim Stand von 80:71 jubeln. Wenngleich den Gästen in der verbleibenden Spielzeit noch drei Dreier gelangen, machte Per Günther den achten Ulmer Erfolg der ersten Saisonhälfte von der Freiwurflinie klar (87:82). "Dass wir nach vier Niederlagen zu Beginn nun die Vorrunde mit 8:9 Siegen abschließen, macht mich stolz. Das zeigt, wie sich unsere junge Mannschaft entwickelt hat", so Mike Taylor. "Und am Sonntag wollen wir nachlegen." Denn dann gastiert der amtierende Meister aus Bamberg am Kuhberg (16 Uhr).

Für Ulm spielten
Günther (13), Betz (2), Walton (1), Sonderleiter (4, 5 Rebounds), M. Wenzl, Benzing (10), Humphrey (20, 5 3er), Trice (9, 9 Rebounds), Collins (6), Bryant (22, 12 Rebounds).
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