FB Twitter Instagram YouTube Google+
Ulm stoppt Braunschweiger Serie

Ulm stoppt Braunschweiger Serie

ratiopharm Ulm ringt die New York Phantoms Braunschweig mit 85:71 nieder und führt den Niedersachsen nach vier Erfolgen in Serie die erst Niederlage bei.
"In der ersten Halbzeit waren wir nach der Allstar-Pause noch etwas rostig, doch dann haben wir gekämpft und geackert und nie unsere Konzentration verloren", fasst Mike Taylor den siebten Heimsieg von ratiopharm Ulm zusammen. Damit ist seinem Team ein Kunststück gelungen, das vier Bundesliga-Mannschaften zuvor nicht geglückt ist. Nämlich die Braunschweiger Siegesserie zu stoppen. "Braunschweig ist ein sehr, sehr gutes Team, deshalb bin ich mit meinem Team - insbesondere mit der Verteidigung - heute sehr zufrieden.

Dabei sah es zu Beginn noch ganz und gar nicht nach einer Ulmer Galavorstellung aus. Das erste Viertel hatte mit 25 erzielten Punkten (13:12) Seltenheitswert. Allein auf die ersten Ulmer Zähler mussten die 3.000 Zuschauer in der Kuhberghalle vier Minuten warten. Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts stiegen die Trefferquoten beider Teams allerdings und ratiopharm Ulm konnte sich erstmals etwas absetzten (17:12, 12). So richtig zu ihrem Spiel gefunden hatten aber beide Kontrahenten noch nicht. Hier ein Dunking des 2,21 Meter großen Nick Schneiders (27:30), dort ein Korbleger von Lee Humphrey plus Bonusfreiwurf (31:33, 20). Die ganz große Stimmung kam in der Kuhberghalle erste kurz vor der Pause auf. Zunächst hatte Coleman Collins einen Fastbreak zum 33:33 abgeschlossen, ehe Robin Benzing Sekunden vor der Halbzeitsirene aus bedrängter Position zum Dreier hochging. Als der Ball den Korb verfehlte und die Referees den Körperkontakt als regelkonform werteten, tobte die Halle.

Die zweiten 20 Minuten begannen dann rasant: Bereits nach 53 Sekunden hatten Sean Sonderleiter und Big John das 37:34 erzielt. Bis zur 24. Minute waren die Gastgeber - bedingt durch zahlreiche engagierte Verteidigungsaktionen - auf 44:35 davongezogen. Untermalt von donnernden "Ulmer-Ulmer"-Schlachtrufen erhöhte Per Günther mit drei Punkten in Folge auf 47:35 (25.). "Per muss ich heute ein besonderes Kompliment machen. Er hat auf die Zähne gebissen, obwohl er krank war", so Coach Taylor. Was dann folgte, war nichts für schwache Nerven: Erst erzielte Lee Humphrey per Dreier die höchste Ulmer Führung (50:37, 28.), dann legten die Gästen eine 8:0-Lauf hin (50:45).

Mit zwei Dreiern (Thomas, Cain) stellte Braunschweig dann zu Beginn des letzten Viertels alles wieder auf null (52:51). Doch die Ulmer ließen sich den Lohn für ihre starke Leistung im dritten Viertel nicht entreißen. Hinten dominierte Big John die Bretter (14 Rebounds) und vorne drehte Nationalspieler Benzing auf. Mit seinem zehnten Punkt (zwei Dreier) im letzten Viertel erzielte er das 64:55 (35.). Zur letzte Auszeit des Spiels "zwang" Big John Braunschweigs Coach Sebastian Machowski in der der 38. Minute, als er sich unwiderstehlich zum 76:65 durchtankte. Doch es nütze den Gästen nichts, denn Benzing versenkte seinen dritten Dreier zum 79:65.

Der emotionale Höhepunkt gehörte dann aber Christian Grosse, der 79 Sekunden vor dem Ende unter tosendem Applaus eingewechselt wurde und im Anschluss an die Partie von Manager Dr. Thomas Stoll offiziell verabschiedet wurde. Denn der 26-jährige steigt bekanntlich nach seinem abgeschlossen Studium zum Wirtschaftsingenieur bei ratiopharm Ulm aus und als Projektleiter ins Berufsleben ein. "Ich bin sehr stolz darauf, dass ich Teil einer so tollen Entwicklung sein durfte, die sich im Ulmer Basketball in den letzten Jahren vollzogen hat", so Grosse nach seinem letzten Bundesligaspiel. "Ich hoffe, das Team schafft es noch in die Play-offs. Bei der Party bin ich dann wieder dabei", rief der gebürtige Ulmer seinem Publikum zu.

Für Ulm spielten:
Günther (16), Betz, Walton, Sonderleiter (4), M. Wenzl (2), Benzing (17), Humphrey (13), Trice (9), Grosse, Collins (6), Bryant (18).

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport