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Veilchen hadern mit offensiver Ausbeute

Veilchen hadern mit offensiver Ausbeute

Die BG Göttingen unterlag am 9. Spieltag der Beko BBL dem Playoff-Kandidaten Artland Dragons mit 49:65 (29:31). Ein rabenschwarzer Tag in der Offensive überdeckte eine starke Defensivleistung der BG. Die Veilchen trafen im gesamten Spiel lediglich 17 ihrer 66 Versuche aus dem Feld.
2122 Zuschauer waren in die Sparkassen-Arena gekommen, um ihre Mannschaft lautstark anzufeuern. Tatsächlich zeigte die BG im Vergleich zu den sehr schlechten Spielen der Vorwochen eine Steigerung. Der Einsatz und die Intensität waren auf dem Level, dass sich Trainer Stefan Mienack von seinem Team wünscht. Gute Ansätze zeigte Debütant Sean Evans, der mit sechs Punkten, sechs Rebounds und energiegeladener Spielweise andeutete, dass er dem Göttinger Spiel merkliche Impulse verleihen kann.

In der Offensive drückte bei der BG „der Schuh“ allerdings mächtig. 26 Prozent Trefferquote waren deutlich zu wenig, um ein besseres Ergebnis gegen die Artland Dragons zu erspielen. Bester Göttinger Punktesammler war Kwadzo Ahelegbe mit 14 Punkten. Für Artland war wieder einmal David Holston der Topscorer (24 Punkte). Holston verteilte zudem sechs Assists. Artland traf als Team 40 Prozent aus dem Feld, leistete sich aber 19 Ballverluste.

Zum Spielverlauf:

Mit einem sehenswerten Alley-Oop Dunking eröffnete Paris Horne das Spiel. Die Veilchen zeigten sich in der Folge schwungvoll, aber glücklos in der Offensive. Artland markierte neun Punkte in Serie, bis die BG nach einem unsportlichen Foul von Roberto Mafra die erste Auszeit nahm. Angetrieben vom lautstarken Publikum bissen sich die Veilchen wieder zurück in das Spiel (10:11). Artland legte zum Viertelende wieder fünf Punkt in Serie vor (Viertelstand 10:16).

Die Gäste hatten in dem quirligen Aufbauspieler David Holston einen effektiven Punktelieferanten in ihren Reihen. Zwölf Zähler gingen in den Vierteln 1 und 2 auf das Konto des knapp 1,70m großen Holston. Ein solch eiskalter Punktegarant fehlte bei den Veilchen. Kampf und Einsatzwille stimmten indes bei den Lila-Weißen. Nach zwischenzeitlichem 15:27 Rückstand kämpften sie sich wieder auf 24:28 heran. Neuzugang Sean Evans brachte viel Energie aufs Parkett.

Mit 29:31 ging es in die Pause. Die Drachen fingen zu Beginn des dritten Viertels aber offensiv wieder Feuer. Elf Punkte in Folge schraubten die Gästeführung in den zweistelligen Bereich (29:42). Göttingen zeigte sich in dieser Lage gefestigter als zuletzt. Nach einem Dreipunktewurf von Bailey verkürzte man auf 43:51. Artland blieb aber das bestimmende Team und nahm einem zehn Punkte Vorsprung mit in den Schlussdurchgang.

Hier wurde das Spiel hektischer. Die Dragons konnten ihren Vorsprung ausbauen, denn den Veilchen gelangen nur vier Zähler in den letzten zehn Minuten. Die Niederlage Göttingens fiel so mit 49:65 höher aus. Ein Ergebnis, dass die stabiler wirkende Mannschaftsleistung leider nicht abbildet.

Die Stimmen der Trainer:

Stefan Koch (Artland Dragons): „Wir sind natürlich froh, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Defensiv haben wir einen guten Job gemacht, wenn man das Gesamtergebnis von 49 Punkten sieht und die Ausbeute im letzten Viertel von vier Punkten. Sicherlich hat Göttingen den Ball heute extrem schlecht geworfen. Wir können das Ganze also nicht allein unserer Defensive zuschreiben. Das wäre gnadenlos übertrieben und an der Realität vorbei. Offensiv finde ich, dass wir sehr hektisch agiert und oftmals die Situation nicht gut gelesen haben. Wir wissen, dass Göttingen schwere Zeiten durchmacht. Wir wünschen den Göttingern alles Gute.”

Stefan Mienack (BG Göttingen): „Erst einmal Glückwunsch an Artland zu diesem Sieg. Dann möchte ich feststellen: 65 Punkte für die Artland Dragons, das ist eine hervorragende Defensivleistung von unserer Seite. Was wir geplant haben, ist voll aufgegangen. Dass wir selber nur 49 Punkte machen, mit der Wurfquote, war nicht so geplant. Wir haben heute aber mit der richtigen Intensität agiert. Wir haben mit der Energie gespielt, die wir in den letzten Spielen vermisst haben. Wir sind auch als Mannschaft besser aufgetreten. Die schlechten Wurfquoten kann man nicht auf etwas Besonderes zurückführen. Wir müssen im Abschluss noch etwas konzentrierter sein und die Würfe noch klarer erarbeiten, dann sind die Quoten auch besser.”

Punkte BG Göttingen: Evans 6, Bailey 3, Ahelegbe 14, Dale 5, Horne 10, Noch, Weber, Sykes 11, Mafra
Punkte Artland Dragons: Hilliard 3, King 8, Jeretin 3, Strasser 9, Holston 24, Peavy 11, Grünheid 2, Fenn 3, Hess 2

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