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Via Qualifikation nach Slowenien

Via Qualifikation nach Slowenien

Es hat nicht gereicht: Die Olympischen Spiele 2012 in London finden ohne die deutschen Basketballer statt. Wie so oft beim Verpassen eines sportlichen Ziels, wird nach den Gründen dafür gesucht. Zuvorderst wurde die extrem ungünstige Auslosung genannt.
1315839521/img_Team_Deutschland_EM_2011.jpgAber auch in den „Hammergruppen“ B und E hatte die DBB-Auswahl ihre Chancen. Wirklich chancenlos waren die Deutschen nur gegen Frankreich, das sich im Verlauf des Turniers immer mehr zum größten Herausforderer des Titelverteidigers Spanien herauskristallisiert.

image_1288779294890.pngBeko BBL-Umfrage: Mitmachen und gewinnen.

Gegen Serbien ließen sich vor allem die jungen DBB-Talente zu sehr von der harten und physischen Gangart des Gegners einschüchtern. Da hätte man sich gewünscht, dass zum Beispiel Robin Benzing oder Phillip Schwethelm schon mit ihren Vereinen im Europapokal gelernt hätten, damit umzugehen. In der neuen Saison spielen alle Nationalspieler mit ihren Beko BBL-Teams europäisch – was ihnen ohne Zweifel gut tun wird.

Bauermann stellt sich vor Nowitzki

Gegen Spanien machte das deutsche Team eines seiner besten Spiele bei dieser EM, verstand es am Ende aber nicht, den Sack zuzumachen. Spätestens in dieser Partie wurde deutlich, dass Dirk Nowitzki nicht in Bestform war. Einen Vorwurf verdient er dafür aber nicht – im Gegenteil. Wie Bundestrainer Dirk Bauermann auf der Pressekonferenz zu Recht klarstellte, hätte wohl jeder andere europäische NBA-Spieler nach einer solchen Saison sich geweigert, praktisch ohne Erholungspause eine EM zu spielen. Dirk Nowitzki verdient größten Respekt dafür, wie er sich für das deutsche Team engagiert hat.

Achterrotation fordert ihren Tribut

1315839595/img_Dirk_Nowitzki_EM_2011_2.jpgHinzu kam, dass zwei fest eingeplante Stützen, Tibor Pleiß und Jan Jagla, ausgerechnet bei der EM in ein tiefes Leistungsloch fielen – was Dirk Bauermann zwang, faktisch mit einer Achterrotation zu spielen. Gegen ein deutlich tiefer besetztes und zudem von seiner Heimkulisse und dem früheren Bonner Rimantas Kaukenas angetriebenes litauisches Team ein Nachteil. Trotzdem hat die Nationalmannschaft den deutschen Basketball mit ihrem couragierten Auftritt letztlich gut vertreten.

Kein Supermann, sondern ein Team

Im Vergleich zur EM 2007 fiel vor allem auf, dass Kommentare wie „ohne Nowitzki hätte Deutschland hier nichts zu suchen“ komplett ausblieben. Die Beobachter, die zumeist das Basketballgeschehen in Deutschland unter der Saison nur peripher beobachten, registrieren, teils noch verwundert, dass da im Schatten des „großen Blonden“ eine neue deutsche Spielergeneration heranreift, die zwar keinen neuen Supermann in ihren Reihen hat, wohl aber als Team auch bei kommenden Turnieren eine feste Größe darstellen wird.

EM-Qualifikation mit 30 Mannschaften

Das deutsche Nationalteam erwartet jetzt – wie 2003 nach dem damaligen Verpassen der Olympischen Spiele unter Trainer Henrik Dettmann – ein Neuanfang quasi bei Null in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 in Slowenien. Der konkrete Modus für diese Qualifikation ist von FIBA Europa noch nicht endgültig beschlossen, liegt aber bereits auf dem Tisch. Es sollen 30 Nationalteams teilnehmen: 18 bei der EM in Litauen aktive Teams (alle 24 ohne die für Olympia- bzw. die Olympia-Qualifikation qualifizierten sechs besten Teams). Dazu kommen die in der zusätzlichen Qualifikationsrunde gescheiterten Ungarn und die elf besten Teams aus der bisherigen Division B.

2012: EM-Qualifikation mit 30 Mannschaften

1315839643/img_Heiko_Schaffartzik_Deutschland_EM_2011.jpgDiese 30 Mannschaften spielen, aufgeteilt (per Los) auf sechs Gruppen zu je fünf Teams, nach dem Modus „jeder gegen jeden“ je vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Die beiden Ersten aus jeder Gruppe sowie die vier besten Gruppendritten (also insgesamt 16 Mannschaften) qualifizieren sich neben den sechs besten Teams der EM 2011 direkt für die Europameisterschaft 2013. Die letzten beiden im wieder 24 Teams umfassenden Starterfeld noch freien Plätze sollen dann wieder im Vorfeld der EM in einer zusätzlichen Qualifikationsrunde vergeben werden, für die sich der schlechteste Gruppendritte und die fünf Gruppenvierten qualifizieren.

Die Fans der deutschen Nationalmannschaft werden ihrem Team also auch im nächsten Jahr zujubeln können, sogar ganz aktiv bei vier Heimspielen in der EM-Qualifikation, in der dem deutschen Team auch ohne Dirk Nowitzki nicht bange sein muss. Diese acht Pflichtspiele sollten für das Team unter dem neuen Bundestrainer – wie immer der auch heißen wird – sogar eine gute Gelegenheit sein, ein paar neue Dinge auszuprobieren, um dann mit neuem Schwung bei der nächsten EM ihre Chance zu suchen.

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